Mit guten Perspektiven
An der CAU wurde im Oktober 2011 der internationale Masterstudiengang »AgriGenomics« eingeführt. Er lockte Studierende aus vier Kontinenten an. Etwas Vergleichbares gab es bisher noch nicht.

Nisha Sharda (links) und Samra Rizvi gehören zu den ersten Studierenden im Masterstudiengang AgriGenomics. Foto: Kerstin Nees
»Der Studiengang hat eine molekularbiologische Ausrichtung und vermittelt die modernen Genomtechniken sowie deren Anwendung in der landwirtschaftlichen Forschung und Entwicklung«, erklärt Professor Christian Jung vom Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung. Unterrichtssprache ist Englisch. »Es ist der einzige Studiengang dieser Art weltweit.« Zusammen mit seinen Kollegen aus der Pflanzenernährung (Karl H. Mühling), Tierzucht (Georg Thaller) und Molekularen Phytopathologie Phytopathologie (Daguang Cai) hat Jung das Masterprogramm entworfen und durch das Zulassungsverfahren gebracht. Der Studiengang hat eine Kapazität von 20 Studienplätzen. »Für dieses Jahr erwarten wir viele Bewerbungen«, so Jung, der bereits die ersten Anmeldungen erhalten hat.
Samra Rizvi erfuhr über die Internetseiten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) von dem neuen Masterstudiengang an der Kieler Universität und realisierte schnell, dass sich damit später viel machen lässt. Der Bedarf an Gen-Fachkräften in der Tier- und Pflanzenzucht ist groß. Die heutige Welt braucht die neuesten Technologien, um die Produktion von Nutzpflanzen und -tieren zu verbessern. Das Fachgebiet ist neu und eröffnet ein weites Betätigungsfeld. Deshalb entschied sich die junge Frau aus Karatschi für das Kieler Masterprogramm.
Ihre Mitstudentin Nisha Sharda aus Indien, die einen Bachelorabschluss in Biotechnologie hat, schätzt die späteren Berufschancen ebenfalls sehr positiv ein. Die 22-Jährige stammt aus dem Bundesstaat Punjab, einem Agrarland. Sie interessiert sich sehr für die Landwirtschaft und ist überzeugt davon, dass sie in diesem Bereich einen Job in ihrer Heimat bekommt. Falls sie die Möglichkeit bekäme, in Deutschland zu promovieren, würde sie zunächst hier bleiben. Auf lange Sicht möchte sie aber nach Indien zurück.
Das Studium selbst ist anspruchsvoll, aber machbar, sofern man das Ganze ernst nimmt. Jung: »Bei so einem Intensivkurs erwarte ich schon, dass die Studierenden immer da sind. Sie erfahren eine intensive Betreuung und können jederzeit Fragen stellen. Das kommt einer idealen Ausbildung sehr nahe.«
Kerstin Nees
www.agrigenomics.de
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