Strategische Partneruni in China

»Die Zhejiang- Universität gehört derzeit zu den fünf besten Universitäten in China«, erklärt Dr. Martina Schmode, die Leiterin des International Centers. »Mittlerweile ist es so, dass man in vielen Bereichen der Forschung auf Augenhöhe miteinander arbeiten kann. Das war vor zehn Jahren definitiv anders. Jetzt aber sind die besseren Universitäten Chinas auch als Forschungspartner interessant, bei denen wir auch guten Nachwuchs, zum Beispiel für Promotionen, bekommen können.«
Die CAU plant daher den Austausch und die Vernetzung mit der chinesischen Partneruni weiter auszubauen. Denn die Qualität der ZJU und das dortige Fächerspektrum bieten vielfältige Ansätze für Kooperationen in Forschung und Lehre. Anknüpfungspunkte gibt es in den Fachbereichen Medizin, Geistes- und Rechtswissenschaften sowie Agrar- und Meereswissenschaften. Konkret wurden für den Bereich Meeresforschung sechs ZJU-Stipendien bereitgestellt, mit denen in den nächsten beiden Jahren wechselseitige Forschungsaufenthalte und Kontaktbesuche von jeweils drei Forschenden der beiden Universitäten finanziert werden können.
Die bisherigen Stipendien für studentische Mobilität bleiben weiterhin erhalten. So können jährlich drei Studierende aus Kiel mit einem Jahresstipendium an der ZJU studieren. Mit Teilzeitstipendien für eine dreiwöchige englischsprachige Sommerschule können 15 Studierende der CAU einen Einblick in die chinesische Partneruni gewinnen. Schmode: »Das ist vor allem als Schnupperangebot gedacht, um Studierenden zu zeigen, dass man auch ohne Chinesischkenntnisse auskommt und zum Beispiel eine Bachelor- oder Masterarbeit dort machen kann.« Auf der anderen Seite kommen jährlich sechs bis zehn chinesische Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für mindestens sechsmonatige Forschungs- und Fortbildungsaufenthalte nach Kiel. (ne)
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