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unizeit Nr. 70 vom 11.02.2012, Seite 7  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE   Druckfassung

Bedarf an Deutschkursen steigt

Martin Lange ist einer der Ersten, die merken, dass zunehmend Menschen aus dem Ausland an die Uni Kiel kommen. Der Leiter des Lektorats Deutsch als Fremd­sprache an der CAU beobachtet seit Jahren einen Anstieg der Teilnehmer und Teilnehmerinnenzahlen in den Deutsch­kursen. »Im vergangenen Jahr hatten wir über 300 Anmeldungen für die Abendkurse. Das war ein Rekordwert.« Diese Kurse besuchen zum Beispiel Studierende aus englischsprachigen Masterstudiengängen, die Deutsch für den Alltag und den Einstieg in die Kultur lernen. Auch Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler, Personen, die hier promovieren sowie Beschäftige der Uni und uninahen Einrichtungen gehören zum Teilnehmerkreis der Abendkurse, die insgesamt sechs Unterrichtsstunden an zwei Abenden pro Woche umfassen.

Umfangreicher ist der Unterricht für diejenigen, die ein deutschsprachiges Studium an der CAU beginnen möchten und keine ausreichenden Deutschkenntnisse Deutschkenntnisse haben. An diesen studienbegleitenden Kursen nehmen pro Semester 120 bis 150 Personen teil.

Einstufungstests vor dem Unterrichtsbeginn sorgen dafür, dass die Gruppen hinsichtlich der vorhandenen Deutschkenntnisse homogen zusammengesetzt sind. Was Fachgebiete und Herkunftsländer angeht, sind die Gruppen jedoch bunt zusammengewürfelt. »Wir haben jedes Semester 60 bis 90 Nationalitäten bei uns vertreten«, sagt Lange. »Das Kieler Lektorat Deutsch als Fremdsprache hat national und international ein hohes Ansehen.« So fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) den vierwöchigen »Internationalen Sommerkurs« an der CAU, der ein vielfältiges Sprachkurs-, Vortrags-, Exkursions- und Freizeitprogramm bietet. Das setzt gewisse Qualitätsstandards voraus.

Zusätzlich zur deutschen Sprache lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von studienvorbereitenden Kursen auch das für ein Studium in Deutschland benötigte »Handwerk«. »In vielen Ländern ist es nicht üblich, Referate zu halten, in Gruppen zu arbeiten oder das "Für und Wider" zu diskutieren. Dinge, die bei uns bereits in der Schule geübt werden. An diese Art des Denkens und Arbeitens müssen wir viele erst heranführen.« (ne)

www.uni-kiel.de/lektorat-daf
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