Da stimmt die Chemie
Das Study-Buddy-Projekt des Studentenwerks Schleswig-Holstein erleichtert internationalen Studierenden das Eingewöhnen in der Fremde.

Anna Wronska und Marta Wojcik sind Study-Buddy-Partnerinnen und Freundinnen.
Das Büro von BaSIS ist im Studentenhaus, Westring 385. Für Studierende aus dem Ausland ist es eine wichtige Anlaufstelle, die neben Information und persönlicher Beratung auch verschiedene Integrationsprojekte wie Study-Buddy, Tutoren-Programme und kulturelle Veranstaltungen anbietet.
»Das Study-Buddy-Projekt dient als Starthilfe für internationale Studierende«, erklärt Constanze Pohlenk, die Koordinatorin von BaSIS. »Der deutsche Study Buddy soll eine Ansprechperson bei Problemen sein, zum Beispiel bei Behördengängen, und dem internationalen Studierenden helfen, Anschluss zu finden.«
Das hört sich nach Pflicht und Arbeit an, ist aber eher ein Freundschaftsdienst. »Wenn Anna Hilfe braucht, helfe ich«, sagt Marta. »Aber das ist immer auf freiwilliger Basis, da ist nie das Gefühl, dass man das jetzt machen muss.«
Marta kam während eines Auslandssemesters in ihrer Geburtsstadt Posen Polen selbst in den Genuss des Study- Buddy-Projekts, das an vielen Universitäten im In- und Ausland angeboten wird. »Mein ehemaliger Study Buddy und ich treffen uns immer noch, wenn ich meine Familie in Posen besuche.« Anders als in Polen ist an der CAU aber nicht jeder internationale Gast in das Projekt involviert.
»Wir werben zum Beispiel durch Plakate und Flyer. Dann kann selbst entschieden werden, ob man teilnehmen will oder nicht«, so Constanze Pohlenk. Interessierte können sich online, persönlich oder über einen Flyer anmelden. Gefragt wird nach Sprachkenntnissen, Hobbies, Studiengang und Interessen. Anhand der Informationen bildet Pohlenk die Study-Buddy-Pärchen. Neben einer Study-Buddy-Party zu Beginn des Semesters gibt es auch jeden Dienstag ab 21 Uhr einen Stammtisch im Oblomow, Hansastraße 82. Dort sind auch Studierende willkommen, die auf der Warteliste für das Projekt stehen.
Das Interesse auf deutscher Seite ist jedenfalls vorhanden: Auf rund 150 ausländische Studierende kommen für das diesjährige Wintersemester 220 Bewerbungen von deutschen Studierenden. »Bei vielen deutschen Study-Buddy-Partnern ist die Motivation mit einem eigenen Auslandsaufenthalt verknüpft. Sie waren bereits weg oder haben es vor. Manche kommen auch selbst aus dem Ausland und leben schon länger in Deutschland,« so Pohlenk. Zudem sei es eine gute Möglichkeit, seine Sprachkenntnisse zu verbessern und mit internationalen Studierenden in Kontakt zu kommen. Das erhoffte sich auch Marta von dem Projekt. Ihre Erwartungen haben sich erfüllt: Anna und sie haben gemeinsam den polnischen Abend im Studentenwohnheim des Studentenwerks Schleswig-Holstein organisiert, gehen zusammen auf Partys oder ins Theater. Auch wenn Anna Mitte Februar zurück nach Polen geht, wollen sie Kontakt halten. Denn bei ihnen stimmt die Chemie.
Nele Rößler
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