Zusammenrücken über Grenzen
Die Hochschulen aus Dänemarks Süden und Schleswig-Holsteins Norden haben sich zu einer Wissensregion zusammengetan.

Deutsche und dänische Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich mit dem Zusammenhang zwischen Schichtdienst und Stoffwechsel, sie rekonstruieren aus Knochenfunden alter Klosterfriedhöfe die Lebensverhältnisse früherer Mönche, sie entwickeln aber auch intelligente Roboter und neue Konzepte für die Elektromobilität. Ein Netzwerk für gesundes Altern hat Anfang dieses Jahres die Arbeit aufgenommen. Ein Dutzend derartiger Kooperationen schlägt inzwischen zu Buche. Laut Neufeldt wurden dabei neben den nationalen zumeist auch die Grenzen der einzelnen Disziplinen überschritten.
Mit Beginn dieses Jahres trat die Wissensregion von entsprechendem Optimismus begleitet in ihre zweite Phase ein. Beteiligt sind die Universitäten und Fachhochschulen aus Kiel und Flensburg und die Syddansk Universitet, die Standorte in Odense und fünf weiteren Städten Süddänemarks hat. Neu hinzu kommen mit dem University College Lillebaelt und dem University College Syd zwei eher berufsbezogene dänische Einrichtungen, die Berührungspunkte besonders zu den Fachhochschulen auf deutscher Seite aufweisen.
Ziel dieser von 2012 bis 2014 währenden und in dieser Zeit mit weiteren 860.000 Euro des INTERREG 4A-Programms und 440.000 Euro Eigenmitteln finanzierten Phase ist es, Gemeinsamkeiten auf Ebene der Studierenden und Promovierenden zu stärken. Gemeint sind damit nicht nur einzelne Projekte und Angebote. Wenn es gelingt, alle Verwaltungshürden auf beiden Seiten der Grenze zu überwinden, wird es echte grenzüberschreitende Studiengänge geben.
Mit Beginn der zweiten Phase wechselt das Personal der Wissensregion: Neu dabei sind der im Wissenschaftsmanagement beschlagene Deutsch- und Spanischlehrer Claus Dam sowie die Politologin Malena Haenni, die bisher auf Fakultätsebene für die Syddansk Universitet gearbeitet hat. Beide teilen sich die Aufgabe, die Zusammenarbeit in der Lehre zu entwickeln, befassen sich mit Studiengängen, Summer Schools und Doktorandenausbildung. Eine dritte Stelle zur Verstetigung der erfolgreich angelaufenen Forschungskooperationen wird von Dänen und Deutschen aus eigenen Mitteln finanziert, ist aber noch nicht besetzt.
Martin Geist
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