Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,Knappe Güter – diesen Titel hat die Christian-Albrechts-Universität für ihre siebte lange Vorlesungsnacht, die Night of the Profs, am 16. November gewählt. Umwelt und Finanzen werden hierbei eine große Rolle einnehmen.
Aber diese Themen berühren an der Universität Kiel nicht nur die Spitzenforschung, sondern auch ihre sprichwörtlichen Fundamente: die Voraussetzungen für die Ausbildung ihrer Studierenden und der Grundlagenforschung. Denn: Dreiviertel der 206 Gebäude auf dem Campus sind älter als 30 Jahre, ihr baulicher Zustand ist alarmierend. 200 Millionen Euro fehlen der CAU, um die Orte, die den Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gedankliche Heimat sind, zu sanieren. Unser Plan sieht vor, den Gebäudebestand innerhalb der nächsten zehn Jahre vor allem energetisch mit neuen Fenstern, Fassaden, Betriebstechnik und Dämmung zu modernisieren. Auch Neubauten gehören dazu sowie die Nutzung regenerativer Energien. 15 Millionen Euro pro Jahr brauchen wir dafür vom Land Schleswig-Holstein. Eine Investition, die sich nicht nur durch die zukünftigen Kosteneinsparungen rechnen würde, sondern auch und vor allem den Spitzenplatz unter den deutschen Universitäten sichert, den sich die CAU in den vergangen Jahren erarbeitet hat.
Die Universität Kiel nimmt ihre gesellschaftliche Vorbildfunktion hinsichtlich nachhaltigen Wirtschaftens und Forschens ernst. Ihrem Umweltmanagement bescheinigt die Europäische Union am 13. November mit der Verleihung des EMAS-Zertifikats Professionalität. Eine Förderung durch das Klimaschutzprojekt der Bundesregierung zeichnet sich ab. Der Weg zur „grünen Universität“ ist steinig, aber wir sind bereit diesen Weg zu gehen. Eine Ressource, an der es den Menschen, die an unserer Universität studieren, arbeiten und forschen, niemals mangelt, sind Ideen, wie auch diese Ausgabe der unizeit erneut beweist. Eine inspirierende Lektüre wünscht Ihnen
Professor Gerhard Fouquet
Universitätspräsident
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