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Nr. 77, 06.07.2013  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE 

Preisgekrönte Publikation

Der Dermatologe Ingo Haase überreicht den Paul-Janssen-Preis an seine Kollegin Eva Ellinghaus. Foto: Thomas Eisenhut

Die eigenen Forschungsergebnisse in der renom­mierten Fachzeitschrift »Nature Genetics« zu ver­öffentlichen, davon können die meisten jungen Wis­sen­schaftlerinnen und Wissenschaftler nur träumen. Für Dr. Eva Ellinghaus vom Institut für Klinische Molekularbiologie und Mitglied im Exzellenzcluster Entzündungsforchung hat sich nicht nur dieser Traum erfüllt. Kürzlich wurde ihr auch noch der Paul- Janssen-Preis der Janssen-Cilag GmbH für geneti­sche Grundlagenforschung im Bereich Dermatologie verliehen.

Ellinghaus hat federführend an der größten geneti­schen Studie für die chronisch-entzündliche Haut­erkrankung Psoriasis (Schuppenflechte) mitge­wirkt. Zusammen mit internationalen Kolleginnen und Kollegen verglich sie das Genom von rund 10.000 Patientinnen und Patienten, die an der Hauterkrankung leiden, mit der DNA von etwa 23.000 Gesunden. Sie entdeckten 15 neue Genregionen, die mit dem Risiko, an Schuppen­flechte zu erkranken, zusammenhängen. Besonders interessant: Die neu identifizierten DNA- Abschnitte enthalten »Kandidatengene«, die auch bei anderen Autoimmunerkrankungen eine Rolle spielen. Diese regulieren zum Beispiel die Funktion von T-Zellen und von Abwehrzellen des Immunsystems, oder sie steuern die angeborene Immunantwort.

»Wir hoffen, dass wir auf diesen Ergebnissen aufbauen können und weitere genetische Ursachen für die Entstehung der Hautkrankheit Pso-riasis finden«, sagt die Preisträgerin. »Das umfas­sende Wissen über die genetischen Hintergründe ist notwendig, um eine maßgeschneiderte Therapie für diese belastende Erkrankung zu entwickeln.« (akw)
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