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Nr. 77, 06.07.2013  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE 

einwurf – Spenden für Stipendien

Sabine Große-Aust ist Referentin für private Wissenschafts­för­derung an der Kieler Universität und immer auf der Suche nach Menschen, die mit ihrer Spende Studierende unterstützen. Davon gibt es zum Glück einige. Dank ihrer Förderung konnte die CAU rund 150 Studierende mit einem Deutschland­sti­pen­dium für jeweils ein Jahr unterstützen. Das Stipendium setzt sich jeweils zur Hälfte aus privater Spende und staatlicher Finanzierung zusammen. Daneben gibt es weitere Fördermög­lichkeiten, zum Beispiel auch mit einer Spende in den Stipen­dien­fonds. Das geht ganz einfach über die Website und die Auswahl »online spenden jetzt«.

unizeit: Wer bekommt ein Deutschlandstipendium?

Sabine Große-Aust: Bewerben können sich Studierende aller Fächer. Große Chancen auf ein Deutschlandstipendium haben jene mit einem guten Abitur und gesellschaftlichem Engagement – von der Freiwilligen Feuerwehr bis zum Study Buddy für internationale Studierende. Zusätzliche Vorteile bei der Auswahl bringen soziale Komponenten wie Elternschaft oder ein Migrations­hintergrund.

Kann ich als Unternehmen oder Privatperson selbst wählen, wen ich beim Studium unterstützen möchte?

Ja. Aber es ist keine personengebundene Förderung. Sie können die Stipendien fachlich ver­geben und zum Beispiel festlegen, dass Sie eine Frau im Studium der Mathematik oder Naturwissenschaften fördern möchten. Sie können aber keine konkrete Person benennen. Jen­seits der Begabtenförderung über die Deutschlandstipendien können an der CAU auch individu­elle Stipendien vergeben werden. Im Rahmen des »Code of Conduct« zur privaten Wissen­schaftsförderung an der CAU definieren die Stifterinnen und Stifter hier eigene Kriterien, entlang derer die Auswahl erfolgen soll. In der Vergaberunde 2012/13 erhielt zum Beispiel ein Bewerber »mit einem interessanten Lebensweg« ein Stipendium.

Beschränkt sich die Förderung auf die rein finanzielle Unterstützung?

Nein. Wir legen großen Wert darauf, dass das ein Format ist, in dem sich Menschen begegnen. Schon bei der Vergabefeier treffen Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Stifterinnen und Stifter. Wer keinen Kontakt oder keine Öffenlichkeit möchte, kann auch dezent im Hintergrund bleiben. Die Studierenden haben aber großes Interesse daran, ihre Fördererinnen und Förderer kennen­zulernen. Mit einem Mentoring-Workshop strukturieren wir die Kontakte: Am 28. September wird es ein erstes Treffen geben. Eingeladen werden alle Stipendiatinnen und Stipendiaten der Jahr­gänge 2011 bis 2012/13 sowie die Firmen, Stiftungen und Privatpersonen, die sie fördern. (ne)

► www.stipendien.uni-kiel.de
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