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Nr. 78, 26.10.2013  voriger  Übersicht  weiter  REIHEN  SUCHE  Feedback 

Studieren in Kiel und Brasilien

Ein ganz normales Bachelorstudium, verbunden mit einjährigem Auslands-aufenthalt und einem Abschluss, der in Deutschland wie auch in Brasilien anerkannt wird: Das ist vom Jahr 2014 an am Geographischen Institut möglich.


Intensiv wurde an der Uni Kiel und der Universität der brasilianischen Drei-Millionen-Stadt Recife am Konzept gestrickt, nun ist formal alles klar. Die Geographischen Institute beider Hochschulen haben die inhaltlichen und methodischen Module so angeglichen, dass die Leistungspunkte unabhängig von dem Land, in dem sie erworben wurden, anerkannt werden können. Auch ist ein mindestens einjähriger Aufenthalt in Recife beziehungsweise Kiel verbindlich vorgeschrieben. Eine Förderung per Stipendium ist dabei möglich.

Laut Professor Rainer Wehrhahn vom Lehrstuhl für Humangeographie richtet sich das Angebot in erster Linie an Studierende des fünften und sechsten Semesters, die also ihren Bachelor­abschluss in Brasilien erwerben würden. Fachlich sind die Studierenden zu diesem Zeitpunkt bereits einigermaßen fortgeschritten. Außerdem hatten sie genug Gelegenheit, die portugie­sische Sprache zu erlernen. Lehrsprachen sind hauptsächlich Deutsch und Portugiesisch, Englisch wird nur in Einzelfällen gesprochen.

»Gegenseitig voneinander zu lernen«, das ist nach den Worten von Wehrhahn ein wichtiges Ziel für Studierende wie für Lehrende. Die Voraussetzungen dafür sind gut, denn beide Universi­tätsstädte liegen in Küstenregionen mit all ihren Besonderheiten. Die Partnerinnen schieben derzeit ein Projekt zur sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit in der küstennahen brasilia­nischen Mangrovenzone an. Ganz ohne Vorlauf startet der neue Double-Studiengang nicht. Über das vom Deutschen Akademischen Auslandsdienst aufgelegte Programm »Unibral« pflegen Kiel und die angesehene Universidad Federal de Pernambuco in Recife seit zwei Jahren einen Stu­dierendenaustausch, der sehr rege in Anspruch genommen wird. mag

Kontakt zu Professor Rainer Wehrhahn unter ► wehrhahn@geographie.uni-kiel.de
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