Virtuelle Forschungsumgebung in Kiel

Zusammenfassung

Am 23. Mai 2014 fand an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel der Workshop 'Erweiterungskonzepte für die KDMI um weitere Fachdisziplinen' statt. Der Workshop wurde im Rahmen des DFG-Projekts Virtuelle Forschungsumgebung in Kiel organisiert und war ein erster Schritt zum Ausbau der am GEOMAR betriebenen Virtuellen Forschungsumgebung 'Kieler Datenmanagement Infrastruktur' (KDMI) für weitere Disziplinen an der CAU. An dem Workshop haben insgesamt knapp 30 Forschende und Datenmanager(-innen) der CAU und des GEOMAR teilgenommen.

Die Ziele des Workshops waren, einen Austausch im Bezug auf das Forschungsdatenmanagement am Standort Kiel zu initiieren, sowie ein mögliches weiteres Vorgehen für den Umgang mit digitalen Forschungsdaten und eine Unterstützung durch die Virtuelle Forschungsumgebung zu diskutieren. Hierzu wurde der Umgang mit digitalen Forschungsdaten in den verschiedenen Disziplinen an der CAU anhand von Beispielen aus einigen Forschungsschwerpunkten der CAU beleuchtet. Es gab Vorträge über das Forschungsdatenmanagement in der Archäologie und ein Praxisbeispiel aus der Graduate School Human Development in Landscapes, das Forschungsdatenmanagement in der Medizin (Life Science), das Forschungsdatenmanagement mit der KDMI am GEOMAR (Marine Science), sowie das Projekt Virtuelle Forschungsumgebung in Kiel. In der abschließenden Diskussion wurden die Ansprüche an eine Virtuelle Forschungsumgebung besprochen und die Einrichtung eines regelmäßigen Kolloquiums Forschungsdatenmanagement beschlossen.

Für einen Dienst Virtuelle Forschungsumgebung wurden in der Diskussion eine aktive Beteiligung der Forschenden an der Gestaltung als wichtig herausgestellt, wobei hierbei ein regelmäßiger Austausch mit und unter den Nutzern als erforderlich angesehen wurde. Neben einer zentralen Beratung und Schulung zu den Möglichkeiten und vorhandenen Lösungen sollen idealerweise auch Erfahrungswerte dokumentiert werden. Es wurde zudem für sinnvoll erachtet, das Datenmanagement auch im Studium zu verankern. Weiterhin wurden Aspekte der längeren Speicherung von Forschungsdaten angespochen, wie – beispielsweise – die Frage der Qualitätsbewertung und die Fragen der Zuständigkeit und Verantwortlichkeit nach Ablauf eines Forschungsvorhabens. Auch eine Unterstützung bei der strategischen Planung des Forschungsdatenmanagements und (automatisierte) Unterstützung bei der Metadatenerfassung erschien in diesem Zusammenhang sinnvoll.

Um einen dauerhaften Austausch zum Thema Forschungsdatenmanagement zu ermöglichen, wurde beschlossen ein regelmäßiges Kolloquium Forschungsdatenmanagement einzurichten, dass einmal monatlich stattfinden soll. In dem Kolloquium sollen praktische Erfahrungen ausgetauscht und technische Lösungen, die in den verschiedenen Disziplinen evaluiert oder eingesetzt werden, vorgestellt werden, zudem soll das Kolloquium auch zur Diskussion aktueller Themen genutzt werden.