Hände


Warum wurde das Projekt initiiert?

Mit jeder Sekunde wächst der Bedarf an Nahrungsmitteln auf der Welt. Während heute sechs Milliarden Menschen auf der Erde leben, werden es in nur 20 Jahren bereits acht Milliarden und in 50 Jahren 12 Milliarden sein. Wie kann eine derartige Bevölkerungszahl mit Nahrungsmitteln versorgt werden?

Dieses zukunftsweisende Problem der Menschheit ist eines der zentralen Themen auf der EXPO 2000 in Hannover. Die Weltausstellung EXPO 2000 findet vom 1. Juni bis zum 31. Oktober 2000 erstmalig auf deutschem Boden statt und wird unter dem Motto "Mensch - Natur - Technik" nahezu 40 Millionen Besucher aus aller Welt nach Hannover locken.

Ausgehend von einem Ideenwettbewerb auf Bundesebene konnte sich die Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinische Landwirtschaft e.V. mit dem sehr anspruchsvollen Thema "Sicherung der Welternährung: Modelle aus einer Europäischen Spitzenregion - effizient und umweltschonend" durchsetzen und ist seit 1997 als weltweites Projekt für die EXPO 2000 registriert. Inhalt des Projektes ist die Entwicklung von Lösungsansätzen für die mit der Bevölkerungsexplosion entstehende Problematik. Das Welternährungsproblem ist zweifellos eine der größten politischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit.

Auf der Welternährungskonferenz 1996 in Rom wurde festgelegt, daß jeder Mensch täglich 2.700 Kilokalorien bekommen soll. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in der nächsten 25 Jahren bereits doppelt soviel Nahrungsmittel benötigt wie heute. Experten der FAO (Food and Agriculture Organisation of the United Nations) haben ausgerechnet, daß die landwirtschaftliche Produktivität Jahr für Jahr um 2,3 Prozent gesteigert werden muß, wenn dieses Versprechen eingelöst werden soll.

Neben gesellschaftlichen und politischen Anstrengungen ist das Überleben der zukünftigen Generation also primär von einer ausreichenden und gesunden Ernährung abhängig. Der Beitrag der Landwirtschaft liegt in der Nahrungsmittelproduktion. Grundsätzlich sind zwei Ansätze denkbar, um die Produktion zu erhöhen:

Entweder die Anbauflächen werden ausgeweitet, eine Möglichkeit, die schnell an ökologisch vertretbare Grenzen stößt, oder aber die Produktion auf den bereits genutzten Flächen wird gesteigert. Hier sind dringend Innovationen mit Modellcharakter gefragt, denn nur acht Prozent der gesamten Erdoberfläche sind als Acker- und Weideland nutzbar. Die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat solche, bereits in der Praxis erfolgreich erprobten Modelle, entwickelt.

Projektziele: 

Entwicklung von landwirtschaftlichen Produktionssystemen zur umweltschonenden und rückstandsfreien Erzeugung 
von Nahrungsmitteln:  
 

Pflanzenbauliche Produktionssysteme am Beispiel der Modellfrucht Weizen 
Lebensmittelqualität und Ernährung 
Milcherzeugung und Rinderhaltung 
  • Erfassung von Stickstofflüssen im System Boden-Pflanze-Tier 
  • Minimierung von Stickstoffverlusten in Milchvieh/Futterbaubetrieben 
  • Optimierung der Tiergesundheit
    
Wünschen Sie mehr Informationen zum EXPO 2000 Projekt "Sicherung der Welternährung: Modelle aus einer Europäischen Spitzenregion - effizient und umweltschonend"?


Dezentrale Informationsstelle ist das Schleswig-Holsteinische Freilichtmuseum Molfsee bei Kiel.

In Hannover auf dem Gelände der EXPO 2000 wird das Projekt an mehreren Standorten dargestellt.

Die Thematik dieses EXPO-Projektes wird durch das Bild von Franco Costa - View across Schleswig-Holstein widergespiegelt: 
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EXPO-Bezug des Projektes:  

Das Projekt ist innovativ und zukunftsorientiert und behandelt das Leitthema Ernährung. Es ist horizontal vernetzt durch Beteiligung fünf verschiedener agrarwissenschaftlicher Institute. Der Charakter der vertikalen Vernetzung ist durch Beteiligung von Beratungs- und Förderungseinrichtungen sowie landwirtschaftlicher Betriebe erfüllt.  

 
 

Letzte Aktualisierung IV/00

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Grafiken: