Ausgezeichnet: Ehrendoktorwürde für Jens Scholz und Stefan Schreiber

Zwei Kieler Medizin-Professoren, Stefan Schreiber von der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und Jens Scholz vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) wurden am 28.6.2022 mit Ehrendoktortiteln ausgezeichnet. Prof. Dr. Stefan Schreiber erhielt die Ehrendoktorwürde der Litauischen Universität für Gesundheitswissenschaften und Prof. Dr. Jens Scholz von der Universität Belgrad.

Prof. Dr. Stefan Schreiber, Direktor des Instituts für klinische Molekularbiologie an der CAU und Direktor der Inneren Medizin am UKSH in Kiel, wurde die Ehrendoktorwürde der Litauischen Universität für Gesundheitswissenschaften verliehen. Die Auszeichnung würdigt die über 15-jährige Zusammenarbeit Schreibers mit der Gastroenterologie der Universitätsklinik Kaunas, aus der zahlreiche gemeinsame Entdeckungen hervorgegangen sind. „Litauen hat viele Ähnlichkeiten mit Schleswig-Holstein, was die Größe und auch die Ausrichtung der Lebenswissenschaften angeht. Die Freundschaft wollen wir weiter ausbauen und die Zusammenarbeit stärken“, betont der Sprecher des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI). Die Verleihung der Ehrendoktorwürde fand anlässlich der 100-Jahr-Feier der Universität im Rahmen einer Absolventenverabschiedung vor 10.000 Gästen statt.

Prof. Dr. Stefan Schreiber ist seit 2004 Direktor des Instituts für klinische Molekularbiologie an der CAU und seit 2009 Direktor der Inneren Medizin am UKSH in Kiel. Als leitender Prüfarzt hat Schreiber mehr als 80 klinische Studien im Bereich der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa begleitet, davon mehr als 50 als federführender Studienleiter. Er ist Mitglied in diversen Fachgesellschaften, führte bei zahlreichen nationalen und internationalen Tagungen den Vorsitz, ist Mitherausgeber von internationalen Fachzeitschriften und Autor beziehungsweise Mitautor von mehr als 950 Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Prof. Dr. Schreiber ist seit 2014 jährlich im Ranking der „Highly Cited Researchers“ vertreten.

Prof. Dr. Jens Scholz gewürdigt von der Universität Belgrad

Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH und erster Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands, erhielt am 28.6. die Ehrendoktorwürde der Universität Belgrad, Serbien. Scholz wurde für seine herausragenden Verdienste in der Anästhesiologie sowie der Organisation der Universitätsmedizin gewürdigt.

Die Zusammenarbeit zwischen der Medizinischen Fakultät der Universität Belgrad und Prof. Dr. Scholz wurde vom Gesundheitsministerium der Republik Serbien mit dem Ziel initiiert, den Austausch der klinischen Forschung und die Umsetzung aktueller medizinischer Trends voranzutreiben.

Prof. Dr. Jens Scholz, MBA, ist seit 2009 Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Kiel und Lübeck und seit 2021 erster Vorsitzender des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands (VUD). Er ist seit 2006 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und war zuvor Ordinarius für Anästhesiologie und Intensivmedizin der CAU zu Kiel. Prof. Dr. Scholz führt den Titel des Executive MBA der Universität St. Gallen/Schweiz. Prof. Dr. Jens Scholz ist Autor von 404 wissenschaftlichen Arbeiten, die in Zeitschriften der JCR-Liste veröffentlicht wurden, die 7242-mal zitiert wurden (N-Index = 46), sowie 21 Kapitel in verschiedenen Lehrbüchern und Monographien. Der originäre wissenschaftliche Beitrag von Professor Scholz bezieht sich auf die klinische Forschung auf dem Gebiet der Anästhesiologie, insbesondere der Intensivmedizin.

Zwei Männer stehen vor einer Wand mit dem Logo der Universität Litauen
© privat

Prof. Dr. Stefan Schreiber (links) und Prof. Dr. Juozas Kupčinskas, Direktor der Gastroenterologie der Universitätsklinik Kaunas.

Drei Männer schauen in die Kamera
© UKSH

Verleihung der Ehrendoktorwürde: Prof. Dr. Vladan Đokić, Rektor der Universität Belgrad, Prof. Dr. Jens Scholz, Prof. Dr. Lazar Davidović, Dekan der Medizinischen Fakultät Belgrad (von links).

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