KMS-Forschungsprojekte

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsschwerpunktes Kiel Marine Science (KMS) sind federführend in zahlreichen inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten eingebunden oder leiten diese. In diesen kooperieren sie sowohl mit universitären Forscherinnen und Forschern als auch mit außeruniversitären und internationalen Partnern sowie Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft, mit politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern oder Unternehmen. Darüber hinaus fördert Kiel Marine Science (KMS) über eigene Programme sowie über Ausschreibungen des Future Ocean Netzwerkes Forschungsvorhaben zu Schlüsselthemen in der Meeres-, Küsten- und Klimaforschung mit einem besonderen Fokus auf der Schnittstelle Mensch und Meer.

Bioökonomie auf Marinen Standorten (BaMS)

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das von der Uni Kiel koordinierte Projekt „Bioökonomie auf Marinen Standorten (BaMS)“ mit bis zu 20 Millionen Euro. Im Zentrum des fünfjährigen (2019-2024) BaMS-Projekts steht die Entwicklung eines Innovationsraumes in Norddeutschland mit 79 Projektpartnern aus Forschung, Industrie und Verwaltung. Ziel ist es, neue und nachhaltige Konzepte für eine umfassende Kreislaufwirtschaft, die unter anderem Fische, Muscheln sowie Algen einschließen, zu erarbeiten.

Kontakt:

Stefan Meyer
smeyer@bams.uni-kiel.de (Koordination)
Carsten Schulz (Institut für Tierzucht und Tierhaltung der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät) und
Rüdiger Schulz  (Botanisches Institut)
www.bams.uni-kiel.de/de

Eckernförder Bucht 2030

Im Projekt „Eckernförder Bucht 2030“ sollen umsetzbare Maßnahmen entwickelt werden, die dazu beitragen, einen guten Umweltzustand entsprechend der EU Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) zu erreichen. Dabei stehen Konzepte für die Reduzierung von Nährstoffeinträgen durch die Landwirtschaft ebenso im Vordergrund wie für eine umweltverträgliche Nutzung der Gewässer. Die Eckernförder Bucht dient den Projektpartnern dabei als Reallabor. In diesem arbeiten alle Interessengruppen der Region gemeinsam an Lösungsansätzen. Die Voraussetzungen dafür sind ideal: Eckernförde verfügt über Naturschutzgebiete, nutzt die Küsten touristisch und Landwirtschaft grenzt unmittelbar an die Ostsee.

Gleichzeitig gibt es zahlreiche Forschungsvorhaben der Kieler Universität (u.a. mit dem Versuchsgut Lindhof) sowie des GEOMAR Helmholtz Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Die Projektleitung dieses transdisziplinären Projektes liegt beim Center for Ocean and Society (CeOS) und Kiel Marine Science (KMS). Das zunächst einjährige Pilotprojekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert und startete am 1. April.

Kontakt:

Christian Wagner-Ahlfs

cwagnerahlfs@kms.uni-kiel.de (Koordination)
www.oceanandsociety.com

ECOMAP - Baltic Sea environmental assessments by innovative opto-acoustic remote sensing, mapping, and monitoring

Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt ECOMAP (BONUS) werden innovative Methoden zur Fernerkundung des Meeresbodens entwickelt. Durch kombinierte optische und akustische Verfahren, die von Schiffen oder Flugzeugen gesteuert werden oder direkt auf dem Meeresboden platziert werden, können die obersten Schichten in Hinblick auf das makrobenthische Leben mit entsprechender Flora und Fauna beleuchtet werden. Im Fokus steht die Erfassung von Seegraswiesen im Ostseeraum.

Die Ergebnisse tragen zur Umsetzung der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie bei und unterstützen zukünftige Meeresraumplanung, Küstenschutz und die nachhaltige Nutzung der Ostsee.

Kontakt:

Jens Schneider von Deimling
jens.schneider@ifg.uni-kiel.de
www.bonus-ecomap.eu

OceanDSL - Domain-Specific Languages for Ocean Modeling and Simulation

In der Ozean- und Klimaforschung werden unterschiedliche computergestützte Modelle genutzt, um den Ozean zu beschreiben und die zukünftige Entwicklung vorherzusagen. Voraussetzung für diese Modelle sind enorme Rechnerkapazitäten und idealerweise auch spezifische Programmiersprachen und Softwarelösungen, die komplexe physikalische, chemische und biologische Prozesse in Simulationen umsetzen. Bisher werden dafür jedoch selten spezielle Programmiersprachen, so genannte domänenspezifische Sprachen (DSL) eingesetzt. Diese Lücke schließt das von der DFG geförderte Projekt OceanDSL.
Kontakt: Reiner Jung, rju@informatik.uni-kiel.de, Willi Hasselbring, hasselbring@email.uni-kiel.de
https://oceandsl.uni-kiel.de