Corona-Update: Regelungen bis 31. Januar 2021

Sehr geehrte Mitglieder der Universität,

auch wenn für das Jahr 2021 aufgrund der nunmehr verfügbaren Coronaimpfstoffe „Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen ist, stehen uns zunächst weitere Wochen des Lockdowns bevor. Aufgrund der nach wie vor viel zu hohen Infektionszahlen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus haben sich Bund und Länder auf eine Verschärfung der Regelungen verständigt. Auch an der CAU wird der Betrieb durch die Maßnahmen der Landesregierung weiterhin erheblich eingeschränkt sein. Wir möchten Sie im Folgenden über die vom 11. Januar bis zunächst zum 31. Januar 2021 auf Grundlage der Hochschulen-Coronaverordnung und weiterer Regelungen des Landes Schleswig-Holstein bestehenden Einschränkungen informieren.

Reduzierung von Kontakten / Homeoffice

Ziel der aktuellen Maßnahmen der Landesregierung ist es, die Kontakte in allen Lebensbereichen noch weiter einzuschränken, um Infektionsrisiken zu minimieren und Ansteckungen mit dem Coronavirus zu verhindern. Auch am „Arbeitsplatz Universität“ sollen die Kontaktmöglichkeiten zwischen Mitgliedern der Universität auf ein Minimum reduziert werden. Dort, wo die Tätigkeiten und technische Voraussetzungen dies zulassen, soll weiterhin vorrangig im Homeoffice gearbeitet werden. Dies setzt immer die Zustimmung der*des Vorgesetzten voraus.

Die Präsenz in den Instituten, Einrichtungen und Verwaltungseinheiten soll auf die Tätigkeiten eingeschränkt werden, die nur vor Ort erledigt werden können und so organisiert werden, dass auch im Falle einer Infektion der Betrieb aufrechterhalten werden kann. Dies gilt insbesondere für kritische Geschäftsprozesse und Infrastrukturen.

Durch die Vorgesetzten sollen alle organisatorischen Vorkehrungen ausgeschöpft werden, die es den Beschäftigten ermöglichen, grundsätzlich die individuelle Regelarbeitszeit erbringen zu können. Die Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung (versetztes Arbeiten, Schichtdienste, Homeoffice, Umorganisation etc.) sollen unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregelungen entsprechend ausgeschöpft werden. Der Arbeitszeitrahmen bleibt auch weiterhin ausgeweitet auf die Zeit von 6:00 bis 21:00 Uhr. Die bestehenden Regelungen für Personen, die aufgrund von Vorerkrankungen einer Risikogruppe angehören, gelten unverändert fort.

Schulen und Kitas / Beschäftigte

Beschäftigte, die von Schließungen der Kindertagesstätten und Schulen betroffen sind, sollen in Abstimmung mit ihren Vorgesetzten auch weiterhin vorrangig die Möglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung und vor allem des mobilen Arbeitens nutzen. Der Hochschulleitung ist bewusst, dass aufgrund der oftmals schwierigen Betreuungssituation die volle Arbeitsleistung nicht immer erbracht werden kann und diese Mehrbelastung nicht immer vollumfänglich im privaten Umfeld kompensiert werden kann. Das Präsidium appelliert an dieser Stelle an alle Vorgesetzten, die aktuelle Ausnahmesituation angemessen zu berücksichtigen und gemeinsam mit den Beschäftigten auf die jeweilige Betreuungssituation angepasste individuelle Lösungen zu finden. Bei der Verabredung solcher Lösungen im Hinblick auf die tatsächlich möglichen Arbeitszeiten bei der Zeiterfassung oder ausnahmsweise einer Beurlaubung oder Freistellung zur Betreuung eines oder mehrerer Kinder unterstützen die jeweiligen Personalsachbearbeiter*innen im Geschäftsbereich Personal. Weitergehende Informationen zu Schulen und Kitas.

Die von Bund und Ländern angekündigten erweiterten Möglichkeiten des sog. Kinderkrankengeldes können zurzeit leider noch nicht genutzt werden, da zunächst durch den Bund eine gesetzliche Grundlage geschaffen werden muss. Wir informieren Sie, sobald diese Regelungen vorliegen.

Schulen und Kitas / Studierende

Für Studierende mit Betreuungsaufgaben besteht weiterhin die Möglichkeit, einen Antrag auf Nachteilsausgleich zu stellen, wenn ihnen die Teilnahme an einer anwesenheitspflichtigen Lehrveranstaltung wegen fehlender Kinderbetreuung nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Auch ist ein Antrag auf Verlängerung der Bearbeitungszeit von Hausarbeiten, Abschlussarbeiten o.ä. möglich. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Coronawebsite für Studierende.

Lehrveranstaltungen und Prüfungen

Ab dem 11. Januar 2021 findet der Lehrbetrieb weiterhin grundsätzlich in digitaler Form statt. Auf der Grundlage der Hochschulen-Coronaverordnung können aber die ab dem 16.12.2020 zunächst ausgesetzten praktischen Lehrveranstaltungen in Präsenz wiederaufgenommen werden. Der Mindestabstand von 1,5m muss während der Veranstaltung permanent eingehalten werden. Außer in sportpraktischen Lehrveranstaltungen muss während der gesamten Dauer der Veranstaltung zudem eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Bitte erkundigen sie sich bei den jeweiligen Lehrenden, ob Ihre praktische Veranstaltung ab dem 11.1.2021 wieder in Präsenz fortgesetzt wird.

Prüfungen finden bis einschließlich 31. Januar nur in absoluten Ausnahmefällen in Präsenz statt und wurden nahezu vollständig in digitale Formate überführt.

Folgende Aspekte befinden sich derzeit noch in Klärung bzw. sind sehr abhängig vom weiteren Pandemiegeschehen, so dass zum heutigen Zeitpunkt noch keine definitive Aussage getroffen werden kann:

  • Durchführung von Präsenzprüfungen im Prüfungszeitraum 15. Februar 2021 bis 6.3.2021. (Sollten in diesem Zeitraum Präsenzprüfungen stattfinden, finden diese NICHT in einem Prüfungszelt statt, sondern in den festen Räumlichkeiten der CAU.)
  • Mögliche zeitliche Verschiebung des Sommersemesters 2021
  • Fristverlängerung für die vorläufige Mastereinschreibung.

Wir werden Sie zeitnah umfassend zu diesen und weiteren Fragen informieren. Außerdem können Sie sich jederzeit auf der Coronawebsite für Studierende der CAU informieren, die ständig aktualisiert wird. Hier finden Sie auch aktuelle Informationen zur Verlängerung von Abgabefristen für Hausarbeiten/ Abschlussarbeiten sowie zu besonderen Bedürfnissen Studierender mit Kindern.

Bibliotheken

Die Services der Bibliotheken der CAU bleiben auch weiter eingeschränkt. Die Universitätsbibliothek erhält folgende Services aufrecht:

  • Ausleihe im Umfang von maximal 3 Büchern pro Tag. Öffnungszeiten für Ausleihe: Mo-Fr 9.00-18.30 Uhr sowie Sa 11.00-16:30 Uhr
  • Rückgabe während der Öffnungszeiten für Ausleihe oder über den Briefkasten an der Zentralbibliothek
  • Einzelarbeitsplätze und Arbeitskabinen können durch Studierende in Härtefällen für die Anfertigung von Abschlussarbeiten und studienbegleitend anzufertigende Hausarbeiten genutzt werden. Ein Härtefall ist bspw. gegeben, wenn kein geeigneter privater Arbeitsplatz vorhanden ist. Darüber hinaus können die Arbeitsplätze durch Mitglieder und Angehörige der CAU für die Anfertigung von Forschungsarbeiten einschließlich Dissertationen und Habilitationen und für die Vorbereitung von Lehrveranstaltungen durch Lehrende genutzt werden. In jedem Fall ist eine vorherige Onlinereservierung erforderlich.
  • Die Servicetheke ist weiterhin geöffnet Mo-Fr 9.00-18.30 Uhr sowie Sa 11.00-16.30 Uhr.

Über die eingeschränkten Services der Fachbibliotheken informieren Sie sich bitte auf deren Websites.

Einschränkungen im weiteren Universitätsbetrieb

Die bereits im November 2020 getroffenen Regelungen zur Einschränkung von Kontakten im Universitätsbetrieb sowie zur Minimierung der Infektionsrisiken werden bis zum 31. Januar 2021 verlängert:

  • Alle Universitätsmitglieder haben konsequent auf dem gesamten Campus das Abstandsgebot und die bekannten Hygieneregeln zu beachten.
  • Die Maskenpflicht gilt weiterhin vor und innerhalb aller Gebäude bis zum Erreichen des Arbeitsplatzes sowie auch in den Präsenzlehrveranstaltungen.
  • Interne Besprechungen, Besprechungen mit externen Gästen, Treffen von Arbeitsgruppen, Sitzungen,Vorstellungsgespräche sowie Gremiensitzungen sollen bis auf Weiteres nicht in Präsenz durchgeführt werden. Hier ist auf digitale Formate oder Telefonkonferenzen auszuweichen.
  • Dienstreisen sollen weiterhin nur dann durchgeführt werden, wenn dies für die Erledigung der Arbeitsaufgabe unbedingt notwendig ist. Dienstreisen in Risikogebiete im Ausland und Regionen mit hohen Infektionszahlen innerhalb Deutschlands (Hochinzidenzgebiete) sollen nicht genehmigt werden. Ausnahmen bedürfen im Einzelfall der Zustimmung des Präsidiums.
  • Schließungen von Einrichtungen: Die Museen der Universität, der Hochschulsport (Lehrveranstaltungen ausgenommen) sowie die Mensen des Studentenwerks bleiben auch weiterhin geschlossen.

Die Beratungsstellen stehen Ihnen digital oder telefonisch zur Verfügung. Informationen unter Öffnungen & Schließungen.

Detaillierte Informationen zu allen Themengebieten finden Sie hier auf der Coronawebsite der CAU.

Für die Kontaktdatenerhebung bei den möglichen und notwendigen Lehrveranstaltungen finden sich in den Räumen der CAU entsprechende Aushänge (mit einem QR-Code bzw. einer Webadresse) zur Registrierung und Angabe Ihrer Kontaktdaten in/über OLAT. Das ist notwendig, um im Falle einer erforderlichen Kontaktnachverfolgung dem Gesundheitsamt die so wichtige schnelle Kontaktaufnahme direkt zu ermöglichen. Bitte denken Sie unbedingt daran, die verpflichtende Registrierung durchzuführen.

Durch die Nutzung der Corona-Warn-App kann auch außerhalb der Universität dazu beigetragen werden, dass notwendige Informationen über eine Risikobegegnung mit oder die eigene Betroffenheit bei einer laborbestätigten Coronainfektion anonym und datenschutzkonform zeitnah zwischen anderen Nutzer*innen der Corona-Warn-App ausgetauscht werden können. Dies hilft bei der Eindämmung der Pandemie.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an corona@uni-kiel.de.

Studierende wenden sich bei allgemeinen Fragen rund ums Studieren in Zeiten von Corona sowie bei diesbezüglichen Herausforderungen gerne an Sandra Elstner unter selstner@uv.uni-kiel.de.

Die Coronapandemie wird auch in den nächsten Wochen und Monaten den Universitätsbetrieb sehr maßgeblich prägen. Monate der Einschränkungen und des sozialen Entzugs zehren an unseren Nerven. Und doch müssen wir weiter als „Gemeinschaft CAU“ entschlossen dieser Pandemie begegnen. Denn nur als Gemeinschaft und indem wir auf einander achten, können wir diese Situation erfolgreich bewältigen. Das bedeutet vor allem auch, Verständnis dafür zu haben, das jede*r Einzelne in sehr unterschiedlicher Weise von der Pandemie und den Maßnahmen betroffen ist, ob als Angehöriger einer Risikogruppe, durch die Sorgen um Familie und Freunde, das Fehlen sozialer Kontakte im Homeoffice oder aktuell durch die erheblichen Belastungen, die die Schließung von Kindertagesstätten und Schulen für Studierende und Beschäftigte mit Kindern mit sich bringen. Gemeinsam müssen wir diese Belastungen anerkennen und im beruflichen Miteinander berücksichtigen, dass Arbeiten und Studieren unter Coronabedingungen trotz der erheblichen Anstrengungen jeder*jedes Einzelnen Einschränkungen unterworfen ist.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen,

Claudia Ricarda Meyer, Kanzlerin
- für das Präsidium der CAU -

Kolorierte rasterelektronenmikroskopische Aufnahme einer Zelle
© NIAID

Kolorierte rasterelektronenmikroskopische Aufnahme einer Zelle (violett), die stark mit SARS-CoV-2-Viruspartikeln infiziert ist und aus einer Patientenprobe isoliert wurde. Das Bild wurde in der NIAID Integrated Research Facility (IRF) in Fort Detrick, Maryland, aufgenommen.