Ansteckungsrisiko reduzieren

Wie ist das Coronavirus aufgebaut?

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 gehört zu den RNA-Viren. Die Oberfläche des Virus besteht aus einer Fettmembran (Lipidmembran), in die virale Glykoproteine eingelagert sind. Diese Oberflächenproteine sind für das kronenartige Struktur (Corona) auf der Oberfläche des Virus verantwortlich und vermitteln die Bindung des Virus an Rezeptoren auf der Zelloberfläche.

Warum hilft Seife?

Das Genom der Coronaviren wird durch Proteine und durch die Lipidmembran unter anderem vor Nukleasen geschützt, so dass das Genom nicht abgebaut wird und die Infektionsfähigkeit erhalten bleibt. Die Struktur der Lipidmembran ist allerdings von Feuchtigkeit abhängig. Durch Eintrocknen wird auch die Infektiosität der Viren stark reduziert.

Detergenzien, also fettlösende Seifen, lösen auch Lipidmembranen auf. Damit verliert das Coronavirus seine Infektiosität. Durch gründliches Händewaschen mit Seife und Wasser für 30 Sekunden werden Coronaviren zuverlässig inaktiviert. Für die Hände werden hautschonende, pH-neutrale Produkte empfohlen. Antimikrobielle Seifen sind überflüssig, da sich Viren außerhalb von Zellen nicht vermehren können. Für die Reinigung von Oberflächen werden Detergenzien-haltige Haushaltsreiniger empfohlen.

Sind Desinfektionsmittel effizienter als Seife?

Alkoholische Desinfektionsmittel sind ebenfalls sehr gut zur Inaktivierung der Coronaviren geeignet, sollten aber dem medizinischen Bereich vorbehalten bleiben. Desinfektionsmittel schützen insbesondere Risikogruppen mit hohem Alter, Vorerkrankungen oder Immunschwäche sowie medizinisches Personal. Für den allgemeinen öffentlichen Gebrauch und zuhause reicht Seife aus.

Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

Am wichtigsten ist es, regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen und sich möglichst wenig ins Gesicht zu fassen. Keine Hände mehr schütteln, keine Umarmungen zur Begrüßung. Soweit es geht, Türklinken und Handgriffe und Haltestangen etwa in Bussen und Zügen nicht anfassen. Am besten zwei Meter Abstand zu Menschen mit Atemwegserkrankungen halten. Räume sollten gut gelüftet werden. Bewegung an der frischen Luft stärkt die Abwehrkräfte.

Im Moment geht es vor allem darum, die Ausbreitung des Virus so gut es geht einzudämmen. Dazu sollten Beschäftigte und Studierende insbesondere auf die übliche Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) achten. Laut Aussage des Kieler Infektionsmediziners Professor Helmut Fickenscher wirken diese Aktionen sehr gut gegen das Coronavirus. Es lässt sich gut mit Seife deaktivieren.

Wie kann ich andere schützen?

Immer in die Armbeuge oder ein Einmaltaschentuch husten und Niesen. Das Taschentuch sofort im Abfall entsorgen. Ansonsten siehe Punkt 1.

Was soll ich tun, wenn ich aus einem Risikogebiet komme?

Personen, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus dem Risikogebiet oder des besonders betroffenen Gebiets bestimmte Einrichtungen, darunter auch Hochschulen, nicht betreten.  Weitere Informationen

Was soll ich tun, wenn ich hier Kontakt zu einer infizierten Person hatte?

Sie sollten sich unverzüglich – auch wenn sie keine Krankheitszeichen haben – unter 116117 oder bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt telefonisch melden. Das zuständige Gesundheitsamt finden Sie in der Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI).

Warum hilft Seife gegen das Coronavirus?

Warum Seife gegen das Cornavirus hilft. Prof. Helmut Fickenscher erklärt

Bitte beachten Sie: Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an Youtube/Google übermittelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter Google Datenschutzerklärung.

Aufbau des Coronavirus

Richtig Händewaschen

Hust- und Niesetikette