Corona

Corona-Update: Aktuelle Regeln ab 18. Mai

Sehr geehrte Mitglieder der Universität,

hiermit informieren wir Sie wie gewohnt über aktuelle Entwicklungen bei der Corona-Pandemie. An diesem Wochenende hat die Landesregierung den rechtlichen Rahmen für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen gesetzt. Das öffentliche Leben soll demnach schrittweise und unter Auflagen vorsichtig weiter hochgefahren werden. Nachfolgend informieren wir Sie darüber, welche Auswirkungen das für den Betrieb unserer Universität hat.

Oberstes Ziel ist es nach wie vor, die weitere Verbreitung des Virus so beherrschbar zu halten, dass eine Überlastung des Gesundheitssystems auch in Zukunft vermieden wird und die medizinische Versorgung bundesweit sichergestellt bleibt. Es gelten daher landesseitig weiter ein allgemeines Abstands- und Kontaktverbot. Gleiches gilt für allgemeine Anforderungen an die Hygiene. So ist zu anderen Personen weiter ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten (Abstandsgebot). Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushalts sind nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken. Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind ebenfalls weiter untersagt. Für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen gilt dies bis zum 31. August 2020. Öffentliche und nichtöffentliche Versammlungen unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen sind grundsätzlich untersagt.

Angesichts dieser in weiten Teilen bereits bekannten und trotz angekündigter Lockerungen weiter geltenden Regelungen hat das Präsidium in Abstimmung mit dem Krisenstab und den Fakultäten folgenden Grundsatzbeschluss gefasst: Die Präsenz von Studierenden und Mitarbeitenden auf dem Campus soll zur Verminderung des Ansteckungsrisikos so gering wie möglich gehalten werden.

Digital umsetzbare und begonnene Lehrveranstaltungen sollen deshalb auch so fortgesetzt und zu Ende geführt werden. Lehrveranstaltungen mit Präsenz finden ausschließlich für Formate mit explizit praktischem Kompetenzerwerb statt, der nur (ganz oder teilweise) vor Ort möglich ist. Dazu zählen zum Beispiel Laborpraktika, Exkursionen oder sportpraktische Übungen. Voraussetzung für jede dieser Veranstaltungen ist jedoch jeweils ein Hygienekonzept, das die Schutzmaßnahmen, Verhaltensregeln und den Ablauf zum Beispiel von Laborpraktika oder Präsenzprüfungen auf Basis des Rahmenhygienekonzepts der CAU regelt.

Das jeweilige Hygienekonzept für eine Veranstaltung kann auf der Grundlage des Rahmenhygienekonzepts der CAU sowie der dazugehörigen Handreichungen in den Lehreinheiten in Abstimmung mit den Fakultäten (Dekanaten) erstellt werden. Das Gebäudemanagement und der Krisenstab bereiten dazu derzeit alle notwenigen Informationen auf, damit in der Regel ab dem 25. Mai 2020 Praxislehrveranstaltungen stattfinden und die Fakultäten in die weitere Raumplanung für anstehende Prüfungen einsteigen können. Parallel bereiten der Geschäftsbereich Akademische Angelegenheiten und die Fakultäten (Dekanate) die Terminierung der Prüfungszeiträume für das laufende Sommersemester und für die nachzuholenden Prüfungen des vergangenen Wintersemesters vor. Informationen dazu erhalten Sie im Laufe der Woche.

Zu den Hygieneanforderungen und den Anmeldeprozessen finden Sie zeitnah weitere Informationen auf der Corona-Website der Universität: www.uni-kiel.de/corona.

Die Zahl der vor Ort stattfindenden Veranstaltungen in Lehre und Selbstverwaltung soll auch deshalb so gering wie möglich gehalten werden, da die räumlichen und personellen Ressourcen für die Gewährleistung der zwingend vor Ort durchzuführenden Lehrveranstaltungen, Prüfungen und Services benötigt werden. Einzelne Einrichtungen der CAU mit Publikumsverkehr wie die Kunsthalle, das Zoologische Museum oder das Sportzentrum werden auf der Grundlage bereits abgestimmter Hygienekonzepte in der kommenden Woche wieder einen eingeschränkten Betrieb aufnehmen. Auch in der Universitätsbibliothek ist die Ausleihe und Rückgabe von Büchern wieder möglich. Informationen zu den Öffnungszeiten und zu den Auflagen für Besucher*innen bzw. Nutzer*innen finden Sie auf den Webseiten der genannten Einrichtungen sowie auf der Corona-Webseite der CAU.

Darüber hinaus soll bis auf weiteres von der Möglichkeit des Homeoffice Gebrauch gemacht werden. Beschäftigte müssen jedoch die Arbeitsleistung an der Universität erbringen können, falls dies im Homeoffice nicht möglich ist. Besprechungen, Sitzungen von Kommissionen und Gremien oder auch Berufungsvorträge sollen weiterhin möglichst digital durchgeführt werden, auch um Personen mit Kinderbetreuungsaufgaben und solche, die aufgrund von Vorerkrankungen einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, nicht zu benachteiligen.

Die Landesregierung setzt bei den jetzt beschlossenen weitreichenden Öffnungen des öffentlichen Lebens auf die Eigenverantwortung der Bürger*innen, dass diese das Abstandsgebot und die grundlegenden Hygieneregeln einhalten. Dies wird auch für den stark eingeschränkten Universitätsbetrieb vor Ort gelten. Die Rückkehr zu einem „Normalbetrieb“ ist auf längere Zeit nicht absehbar und wir müssen weiter davon ausgehen, dass der Lehr-, Forschungs- und Arbeitsbetrieb an der CAU in den kommenden Wochen und Monaten erheblich eingeschränkt bleiben wird. Zugleich haben die Mitglieder der Universität, haben Sie alle, eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Lehre, Forschung und Verwaltung auch unter diesen Bedingungen erfolgreich gestaltet werden können. Dafür gilt Ihnen ein besonderer Dank und unsere Anerkennung. Trotz aller Einschränkungen und der bisweilen unwirklich erscheinenden Normalität dieser Tage wünschen wir Ihnen ein weiterhin erfolgreiches Sommersemester 2020. 

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Ricarda Meyer, Kanzlerin
Lutz Kipp, Universitätspräsident