Informationen für Beschäftigte der CAU

Das Infektionsgeschehen in Schleswig-Holstein ermöglicht den Abbau der bestehenden Restriktionen und eine weitere Heranführung an den Präsenzbetrieb unter Einhaltung und Beachtung der Hygienevorgaben. Die CAU hat ein Rahmenhygienekonzept erstellt, um die Mitglieder und Einrichtungen der Hochschule dabei zu unterstützen eigene, individuelle und bereichsbezogene Hygienekonzepte zu erstellen, um den Universitätsbetrieb angemessen und unter Beachtung des Gebots der Vorsicht zu gestalten. Einzelne Einrichtungen der CAU haben zwischenzeitlich wieder einen eingeschränkten Präsenzbetrieb aufgenommen.

Die Hochschulleitung setzt sich aber auch weiterhin dafür ein, die Präsenz von Studierenden und Mitarbeitenden auf dem Campus zur Verminderung des Ansteckungsrisikos so gering wie möglich zu halten. Homeoffice behält, wo immer die Art der Tätigkeiten dies ermöglicht, auch weiterhin seinen Stellenwert. Die zahlreichen Service- und Beratungsstellen sollen Beratungen weiter telefonisch oder per E-Mail durchführen.

Zu den Erlassen

Angehörige von Risikogruppen

Aufgrund einer Risikoeinschätzung vorbelastete Mitarbeiter*innen sollen grundsätzlich durch ihre Vorgesetzten in das Homeoffice entsendet werden bzw. weiterhin im Homeoffice verbleiben. Die Entscheidung hierüber treffen die Vorgesetzten aufgrund einer Risikoanalyse.  Auf die Hinweise des Robert-Koch-Instituts, die zur Risikoeinschätzung herangezogen werden können, wird verwiesen.

Für die betriebliche Praxis der Würdigung besonderer Risiken bedeutet dieses insbesondere, dass die dort genannten Vorerkrankungen (z.B. Herz-/Kreislauferkrankungen, Diabetes, Immunschwäche), nicht aber z.B. allein das Lebensalter, entscheidungsrelevant sind. In den Fällen, in denen eine Arbeitsleistung nicht oder lediglich zu einem geringen Anteil im Homeoffice erbracht werden kann, kommt der Risikoeinschätzung durch Ihre*n Vorgesetzte*n insofern besondere Bedeutung zu, da sie darüber entscheidet, ob Sie (teilweise) vor Ort eingesetzt werden können oder unter Fortzahlung der Bezüge freigestellt werden.

An den Abwägungs- und Entscheidungsprozess für einen möglichen Arbeitseinsatz ist unter Betrachtung aller Umstände ein hoher Maßstab gerichtet. Der Aufstellung und Umsetzung eines Hygienekonzeptes sowie einer angepassten betrieblichen Gefährdungsbeurteilung kommt ergänzend ein hoher Stellenwert zu.  Neben den gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist die Arbeitssituation (Gestaltung des Arbeitsplatzes, räumliche Situation; vgl. Gefährdungsbeurteilung) durch die/den Vorgesetzte*n genau zu analysieren. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Schnittstellen, Externen und anderen Kolleg*innen muss sehr genau betrachtet und im gemeinsamen Austausch mit der/dem Mitarbeiter*in abgeklärt werden. Es gilt, persönliche Kontakte weitestgehend zu vermeiden, um auf diese Weise das Infektionsrisiko zu minimieren. Insofern wäre beispielsweise zu prüfen, ob die Arbeit in einem Einzelbüro erfolgen kann, ggf. ein versetzter Dienst im Schichtbetrieb oder auch tageweise vorstellbar wäre und ob das strenge Hygieneregime eingehalten wird. Ist die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m aufgrund der Besonderheiten des Betriebs nicht sicher möglich, sind nach Maßgabe entsprechender Hygienekonzepte zeitweilig Mund-Nase-Bedeckungen (MNB) zu tragen. Dies gilt auch, wenn die 1,5 m-Abstandspflicht zeitweise unterschritten wird, bspw. auf Fluren und Gängen. Daneben wäre auch die persönliche Situation der/des Beschäftigten zu berücksichtigen. Wenn die/der Mitarbeiter*in beispielsweise auf die Nutzung des ÖPNV angewiesen ist, um zur Hochschule zu gelangen, wäre auch dies ein gewichtiger Faktor, welcher gegen einen Einsatz in der Dienststelle spräche, da dies Beschäftigte einem erhöhten Ansteckungsrisiko aussetzt.

Es wird zudem empfohlen, im Zweifelsfall den Betriebsarzt zu kontaktieren, um die getroffenen/beabsichtigten Maßnahmen in Bezug auf die individuelle Vorerkrankung der/des Beschäftigten abklären zu lassen, um ein Infektionsrisiko weitestgehend auszuschließen. Dieses Angebot richtet sich sowohl an Beschäftigte wie auch an Vorgesetzte.

Betroffene Beschäftigte zeigen ihre Zugehörigkeit zu einer der in den Hinweisen des RKI genannten Risikogruppen gegenüber der/dem Vorgesetzten an. Die Vorlage eines Attestes ist in diesem Fall nicht erforderlich. Sollte es im Zuge der Risikoabwägung erforderlich sein, dass ergänzend eine haus- oder fachärztliche Stellungnahme vorgelegt wird, so soll diese durch den/die Beschäftigte*n beigebracht werden.

Bei schwerbehinderten oder diesen gleichgestellten Beschäftigten ist die Schwerbehindertenvertretung (SBV) über die vorgenommene Risikoeinschätzung von den Vorgesetzten entsprechend zu informieren.

Sofern der Arbeitsplatz nicht und auch nicht teilweise im Homeoffice ausführbar ist und die Beschäftigten aufgrund der erfolgten Risikoabwägung ihre Arbeitsleistung in der Dienststelle nicht vollumfänglich oder auch nur teilweise erbringen können, sind sie grundsätzlich nach Absprache mit den Vorgesetzten unter Fortzahlung der Vergütung/Besoldung freigestellt. Bei Beamt*innen wird das Fernbleiben vom Dienst entsprechend § 67 Satz 1 LBG genehmigt. Bei Tarifbeschäftigten wird ausdrücklich auf die Entgegennahme der angebotenen Arbeitsleistung verzichtet (Annahmeverzug). Gleiches gilt auch für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte. Die zuständige Sachbearbeitung im Geschäftsbereich Personal ist über die Freistellung durch den/die Vorgesetze/n zu unterrichten.

Es entfällt bei einer Freistellung allerdings nicht die Verpflichtung der telefonischen Erreichbarkeit und des jederzeitigen Abrufs für die Ausführung wichtiger Arbeiten in der Universität. Zudem müssen auch Sie sich stetig über die aktuellen Entwicklungen der Universität informieren. Über E-Mail sowie über die Internetseite der CAU werden Sie ggf. auch informiert, wenn der normale Arbeitsbetrieb wiederaufgenommen wird und Sie wieder im Büro anwesend sein müssen.

Regelung für Schwangere

„Nach dem jetzigen Erkenntnisstand haben schwangere Frauen grundsätzlich kein höheres Risiko als die Allgemeinbevölkerung, sich mit COVID-19 zu infizieren und unterliegen auch keinem erhöhten Risiko eines schweren Verlaufs. Allerdings sind die Möglichkeiten einer Behandlung im Falle eines schweren Verlaufs bei Schwangeren gegenüber der Allgemeinbevölkerung eingeschränkt. Geeignete Medikamente und Behandlungsmaßnahmen können beispielsweise nicht genutzt werden, ohne dabei das ungeborene Kind zu gefährden.“ (siehe Merkblatt für Arbeitgeber vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein (pdf)).

Regelmäßige soziale Kontakte mit anderen Menschen können zu einer Erhöhung des Infektionsrisikos und damit zu einer Gefährdung führen. Unter Berücksichtigung betrieblicher Belange sollen soziale Kontakte deshalb soweit wie möglich vermieden werden. Hierzu zählen Publikumsverkehr, z. B. bei der Beratung, aber auch Kontakte zu Kollegen und Kolleginnen.

Schwangere sollten daher an einem Einzelarbeitsplatz ohne Infektionsgefährdung beschäftigt werden oder im Homeoffice arbeiten.

Bitte beachten Sie auch, dass das Tragen von Atemschutz, z. B. FFP2-Masken für Schwangere nicht dauerhaft geeignet ist.

Mitarbeiterinnen melden die Schwangerschaft ihrer/ihrem zuständigen Sachbearbeiter*in im Geschäftsbereich Personal und wenden sich bitte zur Erstellung einer individuellen Gefährdungsbeurteilung an ihre*n Vorgesetzte*n.

Für Fragen oder eine Beratung stehen den Vorgesetzten und Mitarbeiterinnen zur Verfügung:

Sollte es zu einem Widerspruch in der Einschätzung zwischen Mitarbeiterin und Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung bzw. individuellem Maßnahmenplan kommen, wenden Sie sich bitte für eine Beratung an die Staatliche Arbeitsschutzbehörde bei der Unfallkasse Nord (StAUK), Tel.: +49 431-64070.

Aufenthaltserlaubnisse, Aufenthaltstitel und Visa

  1. Aufenthaltstitel/Visa (und daher auch dazugehörige Arbeitserlaubnisse), die in der Corona-Zwischenzeit (ab etwa 17.03.2020) abgelaufen sind bzw. demnächst ablaufen, behalten ihre Gültigkeit bis ein Termin bei der Zuwanderungsabteilung stattfindet.
  2. Personen mit Aufenthaltstiteln für Deutschland, die sich im Ausland aufhalten und deren Aufenthaltstitel im Ausland abläuft, können sich per E-Mail an die Kieler Zuwanderungsabteilung wenden (zuwanderungsabteilung@kiel.de ), um eine Fiktionsbescheinigung zu bekommen, die die Wiedereinreise nach Deutschland erlaubt.  
  3. Termine, die während der Schließung der Zuwanderungsabteilung in Kiel storniert wurden, müssen nicht neu angefragt werden. Die betroffenen Personen bekommen von der Zuwanderungsabteilung eine neue Termineinladung zugeschickt.
  4. Termine, die für die Zeit nach der Wiedereröffnung der Zuwanderungsabteilung (ab Mai) geplant waren/sind, müssen nicht neu angefragt werden. Die betroffenen Personen bekommen von der Zuwanderungsabteilung eine neue Termineinladung (bzw. eine Bestätigung des bestehenden Termins) zugeschickt.

Anmeldung im Einwohnermeldeamt für Neuankömmlinge:

  1. Die Anmeldung/Ummeldung erfolgt ausschließlich per Post. 
  2. Termine, die vor der Schließung gebucht wurden, gelten als storniert. Man braucht aber keinen neuen Termin. Die Anmeldung erfolgt per Post.

Informationen und Anmeldeformulare der Landeshauptstadt Kiel

Auszubildende an der CAU

Ausbildungsvergütung im Quarantänefall

Bei einem Verdacht oder einer bestätigten Erkrankung müssen Auszubildende der Arbeit fernbleiben, um nicht weitere Personen anzustecken. Auszubildende haben grundsätzlich für die Dauer von sechs Wochen einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung gegenüber ihrer Arbeitgeberin und anschließend auf Krankengeld von der Krankenkasse bzw. Anspruch auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz.

Urlaub muss von der Auszubildenden/dem Auszubildenden beantragt werden und darf nicht gegen den Willen angeordnet werden.

Ausfall der Berufsschule

Die Schließung der Berufsfachschule durch Landesverordnungen lässt sich in der Regel nicht ändern und wäre ein Grund, den Ausbildungsplan zu ändern. Wenn aber die Berufsschulen Lernformate anbieten, die nicht die Anwesenheit erfordern (e-learning, online-Unterricht etc.), dann hat der Ausbildungsbetrieb diese Zeit einzuräumen. Die besonderen Hygiene- und Abstandsregeln vor Ort sollen dabei eingehalten werden.

Der Corona-Virus kann in Berufsschulen auch Anlass sein, über Arbeitsaufträge in Heimarbeit nachzudenken und entsprechende Möglichkeiten zu schaffen, um die Auswirkungen von Ansteckung und Erkrankungen zu minimieren, ohne Lerninhalte zu versäumen. Auszubildende informieren sich bei der zuständigen Kammer über entsprechende Angebotsformen.

Wenn die Berufsschule ausfällt, besteht grundsätzlich Anwesenheitspflicht im Ausbildungsbetrieb. Angst vor einer Ansteckung entbindet nicht von der Anwesenheitspflicht. Auszubildende stehen in engem Austausch mit der Ausbildungsleitung, um in dieser besonderen Situation die Ausbildungsbedingungen vor Ort unter Einhaltung der Hygienestandards zu besprechen. Die jeweiligen Bereiche sind gehalten, ein an das Rahmenhygienekonzept der CAU angelehntes, eigenständiges Hygienekonzept aufzustellen.

Verschiebung von Prüfungen

Der jeweils zuständige Prüfungsausschuss, ggfs. die/der Vorsitzende, entscheidet darüber, ob Prüfungen stattfinden und zusammen mit der Schulleitung, wann sie nachgeholt werden. Da die momentane Lage und Risikoeinschätzung rund um das Coronavirus nicht vorhersehbar ist, informiert sich ein Auszubildender bei der zuständigen Kammer über die Nachholtermine.

Der Ausbildungsvertrag verlängert sich nicht automatisch aufgrund der Verschiebungen von Prüfungen. Die Ausbildung endet mit Ablauf der Ausbildungszeit im jeweiligen Arbeitsvertrag. Jedoch haben Auszubildende einen Anspruch, die Ausbildung zu verlängern, wenn die Prüfung nicht bestanden wird oder ohne eigenes Verschulden die staatliche Prüfung vor Ablauf der Ausbildungszeit nicht ablegt werden kann. Dies ist bei einer Verschiebung der Prüfung nach Ablauf der Ausbildungszeit von drei Jahren der Fall.

Zur Verlängerung der Ausbildung bis zum erfolgreichen Abschließen von Prüfungen muss ein schriftlicher Antrag bei dem Ausbildungsträger gestellt werden. Wenn die Ausbildung nach den Regelungen des Berufsbildungsgesetzes ablegt, muss der Antrag bei der zuständigen Stelle eingereicht werden (§ 8 Abs. 2 BBiG).

Bei Rückfragen können sich Auszubildende auch an die Ausbildungsleitungen oder den/die zuständige*n Sachbearbeiter*in im Geschäftsbereich Personal wenden.

Weiterführende Informationen:

Auszubildende werden gebeten, Kontakt zur zuständigen Kammer zu halten und sich über aktuelle Meldungen und Änderungen auf dem Laufenden zu halten:

Berufungen auf Professuren

Bei der Besetzung einer Professur, die in der Regel auf Lebenszeit erfolgt und eine herausragende Position an der CAU darstellt, ist ein besonders hoher Maßstab bei der Bestenauslese anzulegen. Die vorab genannten Vorgaben des HSG und der BvS haben selbstverständlich auch während der Corona-Pandemie für die Auswahlverfahren von Professuren weiterhin Bestand und sollten nicht „aufgeweicht“ werden. Das Präsidium erachtet die hochschulöffentliche Vorstellung der Bewerber*innen als einen überaus wichtigen und in den meisten Fächern unverzichtbaren Bestandteil bei der Bestenauslese und finalen Erstellung des Listenvorschlages für eine Professur. Darüber hinaus sind der hochschulöffentliche Lehrvortrag und die anschließende Diskussion mit den Bewerber*innen gerade auch für die Studierenden des betreffenden Fachs die einzige Möglichkeit, sich ein „Bild“ von den einzelnen Bewerber*innen zu machen. Gleiches gilt auch für die Professores und Mitarbeiter des betreffenden Fachs.

Grundsätzlich sollen Berufungsausschusssitzungen bis auf Weiteres ausschließlich als Telefon- oder Videokonferenzen unter Beachtung der vom Rechenzentrum der CAU hierfür vorgegebenen und zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Regelungen durchgeführt werden.

Lehrproben sollen möglichst ebenfalls in einem Onlineformat bspw. in Form eines Online-Seminars durchgeführt werden. Im Rahmen des Berufungsverfahrens ist darauf zu achten, dass sich alle Bewerber*innen in demselben Format (Onlineformat oder spätere Präsenzveranstaltung) präsentieren. Für Präsenzveranstaltungen sind die Vorgaben des Rahmenhygienekonzepts der CAU zu beachten

Das Referat für Beamten- und Berufungsangelegenheiten steht Ihnen bei Fragen zur Durchführung von Ausschreibungen und Berufungsverfahren, insbesondere während der Corona-Pandemie, zur rechtlichen Beratung jederzeit gerne zur Verfügung.

Dienstreisen

Alle Mitglieder der CAU sind nachdrücklich aufgefordert, von nicht unbedingt erforderlichen Dienstreisen abzusehen. Bei Nutzung des Fuhrparks der CAU sind folgende Vorgaben zu beachten: Bei dienstlich erforderlichen Fahrten ist die gleichzeitige Nutzung von Fahrzeugen durch mehrere Beschäftigte möglichst zu vermeiden. Darüber hinaus ist der Personenkreis, der ein Fahrzeug gemeinsam - gleichzeitig oder nacheinander - benutzt, möglichst zu beschränken, z. B. indem einem festgelegten Team ein Fahrzeug zu gewiesen wird. Innenräume der Dienstfahrzeuge sind regelmäßig zu reinigen, insbesondere bei Nutzung durch mehrere Personen.

Beschäftigte der CAU, die sich bereits im Ausland aufhalten und die aufgrund dortiger behördlicher Anordnung oder aus anderen Gründen der faktischen Unmöglichkeit (z.B. keine Flugverbindungen) das Aufenthaltsland nicht mehr verlassen können, gelten als von der Dienstleistungspflicht entbunden. Vorrangig sind dabei zunächst Ansprüche auf Erholungsurlaub auszuschöpfen. Betroffene informieren umgehend ihre Vorgesetzten.

Regelungen für neu einreisende internationale Wissenschaftler*innen, die in den Gästehäusern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) untergebracht werden

Neu ankommende internationale Wissenschaftler*innen, die in den Gästehäusern der Universität Kiel übernachten, beachten bitte die Informationen des International Centers.

Reiserückkehrer*innen bzw. Einreisende aus dem Ausland

Mit der Ersatzverkündung (§ 60 Abs. 3 Satz 1 LVwG) – Landesverordnung zur Änderung von Verordnungen zur Bekämpfung des Coronavirus in Schleswig-Holstein (verkündet am 24. Juni 2020, in Kraft ab 25. Juni 2020)  hat die Landesregierung verbindliche Anordnungen getroffen. Dies betrifft Ein- und Rückreisende, die auf dem Land-, See-, oder Luftweg aus dem Ausland nach Schleswig-Holstein einreisen und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben (Liste der Risikogebiete ist auf den Webseiten des RKI). Die Festlegung der Risikogebiete ändert sich ggf. häufiger. Daher wird der Aufruf der RKI-Webseite zu Risikogebieten jeweils vor Reiseantritt empfohlen.

Seit dem 25.06.2020 gilt die verbindliche Anordnung für Quarantänemaßnahmen auch für Ein- und Rückreisende aus inländischen Risikogebieten. Als Risikogebiet zählen hier Städte und Landkreise in Deutschland mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*in in den vergangenen sieben Tagen.

Personen, die zur Quarantäne verpflichtet sind, müssen sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und sich dort für einen Zeitraum von 14 Tagen in häuslicher Quarantäne aufhalten. Die Unterkunft/Wohnung darf in dieser Zeit nicht verlassen werden (selbst Einkäufe des täglichen Bedarfs sind damit untersagt). Es ist in diesem Zeitraum nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Das zuständige Gesundheitsamt ist in diesen Fällen von der Einreise nach Schleswig-Holstein unverzüglich zu informieren. Beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der aktuelle Kriterien des Robert Koch-Instituts hinweisen, besteht die Verpflichtung das jeweils örtlich zuständige Gesundheitsamt hierüber unverzüglich zu informieren. Ein negativer Coronatest hebt eine etwaige Quarantänepflicht auf.

Durchführung von Vorstellungsgesprächen

Vorstellungsgespräche können als Videokonferenz oder in Präsenz durchgeführt werden. Der Durchführung als Videokonferenz ist in der derzeitigen Pandemiesituation der Vorzug zu geben. Das Format soll aber so gewählt werden, dass die Vorstellungsgespräche für alle Teilnehmenden und vor allem die Bewerber*innen möglichst barrierearm sind. Dabei sind z.B. der Aufwand für eine Anreise nach Kiel, die technischen Möglichkeiten oder die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe zu berücksichtigen. Auch Mischformen sind möglich. Dabei soll aber sichergestellt werden, dass alle Bewerber*innen vergleichbare Bedingungen haben.

Bitte beachten Sie die Handreichung zur Durchführung von Vorstellungsgesprächen gem. Beschluss des Präsidiums vom 07.07.2020 (pdf)

Gefährdungsbeurteilung und Alleinarbeit

Gefährdungsbeurteilung

Zusätzlich zu den gemäß ArbSchG verpflichtenden Gefährdungsbeurteilungen ist der Vordruck „Gefährdungsbeurteilung zur Fortführung des Forschungs- und Verwaltungsbetriebs“ während einer Pandemie bis zur offiziellen Erklärung der Beendigung auszufüllen. Dieser Vordruck wird durch die Stabsstelle Sicherheitsingenieur gemeinsam mit einer Betriebsanweisung zur Verfügung gestellt. Die Betriebsanweisung soll für Unterweisungen genutzt werden. Dabei ist es möglich, die Beschäftigten per Videokonferenz zu unterweisen oder die Betriebsanweisung per E-Mail an die Beschäftigten zu senden. In diesem Fall müssen sich Vorgesetzte per E-Mail bestätigen lassen, dass die Unterweisung zur Kenntnis genommen und verstanden wurde.

Zu den Vordrucken der Stabsstelle Sicherheitsingenieur

Alleinarbeit

Aufgrund der erforderlichen Einhaltung der Abstandsvorgaben kann es vermehrt zu Alleinarbeit in Räumen und Laboren kommen. „Alleinarbeit liegt vor, wenn eine Person allein, außerhalb von Ruf- und Sichtweite zu anderen Personen, Arbeiten ausführt.“ (DGUV). Vorgesetzte haben in der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, ob Beschäftigte Alleinarbeit ausüben dürfen und müssen in jedem Fall sicherstellen, dass im Ernstfall unverzüglich Erste Hilfe geleistet werden kann. 

Beispiele für Einschränkungen von Alleinarbeit

Büroarbeit 
  • Keine Einschränkungen
 
Haustechnik/Werkstätten 
  • Arbeiten mit Absturzgefahr
  • Arbeiten an unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen
  • Arbeiten an Gasanlagen
  • Arbeiten an stationären Holzbearbeitungsmaschinen (Kreissägen, Bandsägen, Abricht-Hobelmaschinen, Fräsmaschinen)
  • Arbeiten an stationären Metallbearbeitungsmaschinen  (Drehbänke, Fräsmaschinen)
 
Laboratorien
(mechanische, elektrische, chemische, biologische, thermische Gefahren oder Strahlungsenergie)
 
  • Arbeiten mit Gefahrstoffen ((§ 9 (7) GefStoffV und Pkt. 4.3.3 der DGUV Information „Sicheres Arbeiten in Laboratorien (213-850)) 
  • Arbeiten an unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen
  • Arbeiten mit künstlicher optischer Strahlung
  • Arbeiten mit ionisierender Strahlung
 

Es wird darauf hingewiesen, dass bereits vorhandene Personen-Notsignal-Geräte nicht aus den für sie vorgesehenen Bereichen entfernt und genutzt werden dürfen. Eine Ortung verletzter Personen ist im Fall einer Fremdnutzung nicht möglich!

Kontakte:

Homeoffice und Präsenztätigkeiten

Die Präsenz in den Instituten, Einrichtungen und Verwaltungseinheiten kann unter Beachtung der nachstehenden Abstands- und Hygieneregeln und der weiteren organisatorischen Maßnahmen weiter ausgebaut werden. Soweit die Arbeitsleistung ohne Einschränkungen erbracht werden kann, soll auch weiterhin im Homeoffice gearbeitet werden. Es bleibt den Führungskräften überlassen, zu entscheiden, wie viele Schichten sie in ihrer Organisationseinheit bilden, welcher Wechselrhythmus in Abhängigkeit von den dienstlichen Erfordernissen dabei gelten soll und in welchem Umfang die Präsenz in dem jeweiligen Arbeitsbereich erfolgen kann bzw. soll. Dabei sind aber unbedingt kontaktreduzierende Maßnahmen zu ergreifen und unbedingt organisatorische Vorkehrungen (s.u.) einzuhalten. Das Rahmenhygienekonzept der CAU dient hierbei als Orientierungshilfe, individuelle, auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmte, Hygienekonzepte zu erstellen und anzuwenden. Erforderliche Präsenztätigkeiten müssen durch die Vorgesetzten im Lichte dieser Konzepte beurteilt werden.

Arbeitsrechtlich bedeutet „Homeoffice“, dass Ihr Arbeitsort nach Hause verlagert wird. Sie sind damit weiterhin zur Arbeit verpflichtet und es wird grundsätzlich erwartet, dass Sie telefonisch erreichbar sind. Zudem sind Sie – sofern Sie technisch dazu in der Lage sind – verpflichtet, Ihre E-Mails abzurufen und diese ggf. zu bearbeiten. 

Sofern Ihr Arbeitsplatz nicht oder auch nur teilweise im Homeoffice ausführbar ist, sind Sie gehalten, in enger Abstimmung mit Ihrer bzw. Ihrem Vorgesetzten die Arbeit vor Ort in der Universität wieder bzw. anteilig wieder aufzunehmen, wenn sich dieses unter Beachtung der Hygieneregeln und Einhaltung der Vorgaben des Hygienekonzeptes umsetzen lässt. Ihr*e Vorgesetzte*r prüft dabei die Möglichkeit eines Arbeitseinsatzes vor Ort u.a. unter der besonderen Berücksichtigung der nachstehenden Rahmenbedingungen und entscheidet anschließend hierüber. Es besteht in diesen Fällen insofern eine eingeschränkte Präsenzpflicht. Dabei sind von Ihnen und Ihrer/Ihrem Vorgesetzten die nachfolgenden Grundsätze zu beachten:

  • Doppel-/Gruppenbüros sind jeweils nur einfach zu besetzen.
  • Großraumbüros, Werkstätten und andere Arbeitsbereiche, in denen mehrere Beschäftigte zusammenkommen, sind so zu organisieren, dass ein persönlicher Kontakt zwischen den Beschäftigten auf ein Minimum reduziert ist. Die Hygiene- und Abstandsvorgaben in Büros und Laboren müssen eingehalten werden. In geschlossenen Räumen zur zeitweisen Nutzung (z.B. kurzfristige Labornutzungen, Besprechungen) sollten sich pro 10 qm max. 2 Personen aufhalten, bei Büro- oder Laborräumen mit längerem Aufenthalt (von mehr als 1,5 Std.) pro 10 qm max. eine Person. Dies ist als Richtwert zu verstehen und kann je nach Begebenheiten vor Ort verändert ausfallen. Die Hinweise und Empfehlungen der Stabsstelle Sicherheitsingenieur („Gefährdungsbeurteilung und Alleinarbeit“) sind hierbei zu beachten. Bei Fragen zur Arbeitssicherheit wenden Sie sich bitte an Frau Hefner (mhefner@uv.uni-kiel.de) oder Herrn Pitulle (hpitulle@uv.uni-kiel.de).
  • Auch alle weiteren Kontakte innerhalb und außerhalb der Dienststelle sollen auf ein Minimum reduziert werden.
  • Besprechungen sollen, soweit dies möglich ist, als Telefon- oder Videokonferenzen abgehalten werden.
  • Innenräume sind ausreichend mit Frischluft zu versorgen.
  • Es gilt ein strenges Hygieneregime. Die Hygieneempfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums (www.infektionsschutz.de) dienen als Unterstützung.
  • Es besteht die Möglichkeit, die Arbeitsleistung in versetzen Schichten zu erbringen. Die Schichten sind fest einzuteilen. Wechsel zwischen den Schichten haben zu unterbleiben, um die Kontaktmöglichkeiten beherrschbar zu halten.
  • Es besteht daneben auch die Möglichkeit, die Arbeitsleistung versetzt tageweise zu erbringen, um persönliche Kontakte zu vermeiden bzw. zu reduzieren und eine Arbeitserbringung ggf. zumindest anteilig zu ermöglichen.

Es ist darüber hinaus grundsätzlich Aufgabe der unmittelbaren Vorgesetzten zu prüfen, welche weiteren Aufgaben wahrgenommen werden können, um auf allen Arbeitsplätzen eine hinreichende Auslastung sicherzustellen. Hierzu kann Ihnen Ihr*e Vorgesetzte*r für einen begrenzten Zeitraum auch andere Aufgaben (im Rahmen Ihrer Entgeltgruppe) übertragen.

Plattformen für Videobesprechungen, Telefonkonferenzen und digitale Arbeit in Teams

Die CAU empfiehlt folgende Plattformen:

BigBlueButton

BigBlueButton ist ein OpenSource Webkonferenzsystem, das im Rechenzentrum der CAU gehostet wird und daher auch für vertrauliche Inhalte geeignet ist. Es bietet sich für Digitale Lehre, Konferenzen und Team-Meetings an. Der Zugang ist für alle Mitarbeitenden der CAU gewährleistet (Login über die RZ-Kennung der Form suabc123). Konferenzen sind mit einer Gesamtdauer von 4 Stunden möglich. Der Dienst steht kostenlos rund um die Uhr zur Verfügung. BigBlueButton erfüllt die Standards der WCAG 2.0 (Web Content Accessibility Guidelines) im Level AA.

DFNconf

DFNconf ist der Videokonferenzdienst des Deutschen Forschungsnetzwerkes (DFN). Er steht grundsätzlich allen Mitarbeitenden der CAU zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt über den Identitätsprovider der CAU, für den im CIM-Service-Portal (CAU-Identitätsmanagement) vor der ersten Nutzung ein Passwort gesetzt werden muss. DFNconf eignet sich für Digitale Lehre, Konferenzen und Team-Meetings. Obwohl der Dienst professionell betrieben wird, kann es aufgrund der vielfachen Nachfrage derzeit zu Performance-Einbußen kommen.

Nextcloud Talk

Nextcloud Talk ist eine Erweiterung für die CAU-Cloud. Die CAU-Cloud ist OpenSource und wird im Rechenzentrum der CAU gehostet. Innerhalb der CAU-Cloud-Umgebung bietet er Chat, Audio- und Videofunktionen. Zudem kann für mobile Clients die App Nextcloud Talk in den jeweiligen App-Stores heruntergeladen werden. Zugang haben alle Mitarbeitenden der CAU mit gültigem Konto im Rechenzentrum. Der Dienst ist für vertrauliche Inhalte geeignet. Audio-/Videochats können jedoch nur in kleinen Gruppen für kollaboratives Arbeiten genutzt werden (max. 4 Personen).

Zoom

Als Ergänzung zu den bereitgestellten Instrumenten hat die CAU eine Campus-Lizenz für den US-amerikanischen Dienst Zoom beschafft. Die Nutzung von Zoom steht grundsätzlich allen Mitarbeitenden der CAU zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt über den Identitätsprovider der CAU, für den im CIM-Service-Portal (CAU-Identitätsmanagement) vor der ersten Nutzung ein Passwort gesetzt werden muss. Der Dienst ermöglicht Webkonferenzen bis zu 300 Teilnehmenden und sollte ausschließlich in der Digitalen Lehre zum Einsatz kommen. Der Dienst ist nicht für vertrauliche Inhalte wie Team-Meetings oder Gremiensitzungen geeignet.

Krankheitsfall, Verdachtsfall oder Quarantäne

Bei einem Verdacht auf eine Corona-Infektion darf die Arbeitgeberin keine ärztliche Untersuchung des/der Mitarbeiters/in verlangen. Einer Anordnung, sich ärztlich untersuchen oder gar impfen zu lassen, müssen Arbeitnehmer*innen nicht nachkommen. Körperliche Eingriffe sind unzulässig. Arbeitgeber*innen können aber nach  § 106 GewO vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen (z.B. regelmäßiges Händewaschen, Verzicht auf Händeschütteln, etc.) anordnen, soweit sie billigem Ermessen entsprechen.

Generell gilt: Bei ersten Anzeichen einer Erkrankung kontaktieren Sie Ihre*n Vorgesetzte*n, konsultieren den eigenen Hausarzt/die eigene Hausärztin und melden sich wie nachstehend beschrieben bei Ihrer Dienststelle krank.

Mitarbeiter*innen, die unspezifische Allgemeinsymptome oder Atemwegsprobleme – gleich welcher Schwere und Ausprägung – aufweisen und relevanten Kontakt zu einer nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Person hatten, gelten als dienst- bzw. arbeitsunfähig und dürfen daher nicht zum Dienst erscheinen (die Verpflichtung zur Krankmeldung gemäß § 5 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz bleibt davon unberührt). Bei derartigen Krankheitssymptomen, ist der eigene Hausarzt/die eigene Hausärztin zu informieren oder bei der Ärzte-Hotline 116 117 (rund um die Uhr) anzurufen, um das Vorliegen einer Coronavirus-Infektion umgehend abzuklären. Betroffene sollen sich bei einem Verdacht nicht direkt zum Arzt/zur Ärztin oder in die Notaufnahme eines Krankenhauses begeben.

Erfährt ein*e Mitarbeiter*in davon, dass er oder sie relevanten Kontakt mit einer Coronavirus infizierten Person hatte und befindet er/sie sich gerade zu diesem Zeitpunkt auf dem Campus der CAU, ist wie folgt vorzugehen: Die/der Mitarbeiter*in informiert umgehend telefonisch den/die Vorgesetzte*n sowie ihre/seinen zuständige*n Sachbearbeiter*in im Geschäftsbereich Personal und begibt sich umgehend nach Hause. Sofern kein eigener PKW oder kein Fahrrad für die Heimfahrt verfügbar ist, ist eine Abholung von daheim zu prüfen. Es gilt, die Rückkehr so wenig kontagiös wie möglich zu gestalten. Der Öffentliche Personennahverkehr kommt daher nicht in Betracht. Das Gesundheitsamt ist zu kontaktieren. Die/der betroffene Mitarbeiter*in verbleibt für 14 Tage zu Hause, sofern keine andere Mitteilung durch das Gesundheitsamt oder die Dienststelle erfolgt. Der eigene Hausarzt/die eigene Hausärztin ist umgehend zu informieren oder bei der Ärzte-Hotline 116 117 (rund um die Uhr) anzurufen, um das Vorliegen einer Coronavirus-Infektion umgehend abzuklären. Betroffene sollen sich bei einem Verdacht nicht direkt zum Arzt/zur Ärztin oder in die Notaufnahme eines Krankenhauses begeben.

Sie helfen den Behörden sehr, wenn Sie so gut wie möglich anhand von Dienstplänen oder Terminkalendern rekonstruieren können, mit welchen Personen unter Verdacht stehende Betroffene Kontakt hatten. Sollte ein Verdachtsfall bzw. ein bestätigter positiver Befund vorliegen, ordnet das zuständige Gesundheitsamt alle weiteren Maßnahmen an. 

Im Falle einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus sind Arbeitnehmer*innen grundsätzlich dazu verpflichtet, sich umgehend bei der Arbeitgeberin krankzumelden (§ 5 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz). Die Krankmeldung senden Sie auf dem nachstehend beschriebenen Weg an die Hochschule. Die Art der Erkrankung müssen sie hingegen grundsätzlich nicht mitteilen. Bei dem Coronavirus handelt es sich allerdings um eine meldepflichtige, hochansteckende und gefährliche Erkrankung. Aufgrund der arbeitsrechtlichen Treuepflicht und der Fürsorgepflicht der Arbeitgeberin ihren Beschäftigten gegenüber fordert die Hochschulleitung Betroffene, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ausnahmsweise dazu auf, in diesem Fall die Art ihrer Erkrankung ihrer bzw. ihrem zuständigen Sachbearbeiter*in im Geschäftsbereich Personal mitzuteilen. Dieser Zeitvorsprung unterstützt die Arbeit des Gesundheitsamtes und dient dem Schutz ihrer Kolleg*innen. Nur so können unverzüglich ggf. entsprechende Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus ergriffen werden. 

Vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantänen sind der Arbeitgeberin (den Vorgesetzt*innen und der/dem zuständigen Sachbearbeiter*in des Geschäftsbereichs Personal) anzuzeigen.

Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung scannen Sie ein (bzw. fotografieren sie) und senden Sie per E-Mail an:  krankmeldung@uv.uni-kiel.de. Da die E-Mails automatisiert verteilt werden, nutzen Sie bitte in der Betreffzeile ausschließlich die nachfolgenden Auswahlmöglichkeiten:

  • Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät
  • Philosophische Fakultät
  • Technische Fakultät
  • Theologische Fakultät
  • Wirtschafts. und Sozialwissenschaftliche Fakultät
  • Medizinische Fakultät
  • Dekanat
  • Zentrale Verwaltung
  • Universitätsbibliothek
  • Rechenzentrum
  • Sonstige Einrichtung

oder auf dem Postweg an: 

Geschäftsbereich Personal
R123/Backoffice
Christian-Albrechts-Platz 4
24118 Kiel

Weiterführende Informationen:

Kontakte:

Schulen und Kitas eingeschränkt

Hier gelten die allgemeinen Regeln: Wenn das Kind krank ist, wird es zu Hause betreut. Arbeitnehmer*innen haben dafür je nach Arbeitsvertrag eine bestimmte Anzahl an Tagen, die sie darauf verwenden können. Gesetzlich vorgeschrieben sind zehn Tage pro Kind und Elternteil, bei Alleinerziehenden 20 Tage. Einen Lohnausfall muss dabei niemand in diesem Zeitrahmen befürchten. Für Beamte und Beamtinnen greifen die Regelungen des  § 13 Sonderurlaubsverordnung des Landes Schleswig-Holstein.

Angesichts der beginnenden Wiederaufnahme des Betriebes von Schulen und Betreuungseinrichtungen erfolgt die Gewährung von Sonderurlaub nach § 20 Sonderurlaubsverordnung bzw. Freistellung nach § 29 Abs. 3 TV-L nur noch auf Ausnahmesituationen beschränkt und wird in absehbarer Zeit entfallen. Bei dieser Regelung handelt es sich um eine Auffanglösung, wenn die Dienstleistung tatsächlich nicht möglich ist. Die Möglichkeit des Homeoffice ist somit immer vorrangig zu nutzen. Zur Klarstellung: Ist die Dienstleistung im Homeoffice möglich oder auch nur teilweise möglich, greift die Sonderurlaubsregelung nicht.

Die Beurlaubungs- und Freistellungsregelungen gelten nur für Eltern, deren Kinder sich bis zur 6. Klasse einschließlich befinden. Ist bereits Erholungsurlaub gewährt, hat dieser Vorrang. Hiermit ist bereits eine Freistellung von der Dienst- bzw. Arbeitspflicht erfolgt, sodass für die Gewährung von Sonderurlaub kein Bedarf besteht.

Neben den oben beschriebenen Alternativen besteht auch die Möglichkeit, die Kinderbetreuung über Urlaub, Zeitausgleich oder eine flexible Arbeits(zeit)gestaltung, welche mit der/dem Vorgesetzten im Vorfeld abgestimmt wurde, sicherzustellen.

Bei dieser Regelung handelt es sich um eine Auffanglösung, wenn die Dienstleistung tatsächlich nicht möglich ist. Die Möglichkeit des Homeoffice ist somit immer vorrangig zu nutzen. Zur Klarstellung: Ist die Dienstleistung im Homeoffice möglich oder auch nur teilweise möglich, greift die Sonderurlaubsregelung nicht. Angesichts der behutsam beginnenden Wiederaufnahme des Betriebes von Schulen und Betreuungseinrichtungen, wird diese Regelung in absehbarer Zeit entfallen.

Die Beurlaubungs- und Freistellungsregelungen gelten nur für Eltern, deren Kinder sich bis zur 6. Klasse einschließlich befinden.

Neben den oben beschriebenen Alternativen besteht auch die Möglichkeit, die Kinderbetreuung über Urlaub, Zeitausgleich oder eine flexible Arbeits(zeit)gestaltung, welche mit der/dem Vorgesetzten im Vorfeld abgestimmt wurde, sicherzustellen.

Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG): Änderung aufgrund der Corona-Pandemie

Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Einschränkungen im Wissenschaftsbetrieb ist das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) rückwirkend zum 01.03.2020 um eine zeitlich begrenzte Übergangsregelung durch § 7 Absatz 3 WissZeitVG ergänzt worden. Der aktuelle Wortlaut der Gesetzesänderung lautet wie folgt:

„(3) Die nach § 2 Absatz 1 Satz 1 und 2 insgesamt zulässige Befristungsdauer verlängert sich um sechs Monate, wenn ein Arbeitsverhältnis nach § 2 Absatz 1 zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 besteht.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die zulässige Befristungsdauer höchstens um weitere sechs Monate zu verlängern, soweit dies aufgrund fortbestehender Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der Bundesrepublik Deutschland geboten erscheint; die Verlängerung ist auch auf Arbeitsverhältnisse zu erstrecken, die nach dem 30. September 2020 und vor Ablauf des in der Rechtsverordnung genannten Verlängerungszeitraums begründet werden.“

Der Gesetzgeber hat damit die Möglichkeit geschaffen, corona-bedingte Mehrbelastungen für Wissenschaftler*innen, die sich in der Qualifizierungsphase befinden, abzumildern.

Die neue gesetzliche Regelung bezieht sich auf das wissenschaftliche Personal, das in dem Zeitraum vom 01.03. bis zum 30.09.2020 mit einem Arbeitsvertrag nach § 2 Absatz 1 WissZeitVG zur eigenen Qualifizierung beschäftigt ist. Eine Beschäftigung über die üblichen 6-Jahresfristen hinaus kann für die Zeit der pandemiebedingten Einschränkung erfolgen. Die Ausweitung der Befristungshöchstgrenze ist zunächst auf max. 6 Monate begrenzt. Ein Anspruch auf Verlängerung des Beschäftigungsverhältnisses besteht nicht.

Eine Weiterbeschäftigung kann erfolgen, wenn die jeweilige Einrichtung eine Finanzierung sicherstellt und eine Weiterbeschäftigung auf dem üblichen Weg über den Geschäftsbereich Personal beantragt wird. Zusätzliche zentrale Mittel stehen nicht zur Verfügung.

Sollten die corona-bedingten Beeinträchtigungen länger andauern, kann das Bundesbildungsministerium den Zeitraum vom 01.03.2020 – 30.09.2020 um bis zu weitere 6 Monate verlängern. Die Befristungshöchstgrenzen würden sich dann entsprechend der oben genannten Bedingungen weiter erhöhen können.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den/die für Sie zuständige*n Sachbearbeiter*in im Geschäftsbereich Personal.

Zeiterfassung: Arbeitszeit, Urlaub, Zeitausgleich

Die Zeiterfassung war vom 16.03.2020 bis zum 03.05.2020 ausgesetzt, d.h. es wurde für alle Beschäftigten, die der Zeiterfassung unterliegen die Soll-Arbeitszeit veranschlagt. Die Zeiterfassungsterminals waren für diesen Zeitraum ebenfalls offline geschaltet.

Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte in bestehenden Arbeitsverhältnissen erhielten im Zeitraum vom 16.03.2020 – 03.05.2020 das Tagessoll ihrer vertraglich bestimmten Stundenzahl gutgeschrieben. Sie tragen dies in ihren Arbeitszeitkonten entsprechend ein. Es entstehen daher weder Plus- noch Minusstunden.

Sollten für einzelne Personen nach Ablauf der Aussetzungsphase Korrekturbuchungen/Anpassungen erforderlich sein (z.B. zwingende Wochenend-/Nachtarbeit, erforderliche Mehrarbeit in dem Zeitraum des eingeschränkten Dienstbetriebs über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus) ist diese zu dokumentieren und über die/den jeweiligen Vorgesetzten dem Geschäftsbereich Personal zuzuleiten. Dort werden diese Zeiten dann manuell nach Ablauf des Aussetzungszeitraumes im System nachgepflegt.

Seit dem 04.05.2020 ist die Aussetzung der Zeiterfassung wieder aufgehoben.

Wird die Arbeitsleistung wieder in der Dienststelle erbracht, erfolgt die Erfassung wie üblich dort. Dabei sollte aus hygienischen Gründen und damit zur Vermeidung des Infektionsrisikos vorzugsweise auf ein Ein-/Ausstempeln an den Terminals verzichtet werden und stattdessen der Arbeitsplatz-PC genutzt werden.

Die Arbeitszeit im Homeoffice soll bei eingerichtetem VPN-Zugang über das Webterminal des Zeiterfassungssystems erfolgen. Sofern dies nicht machbar ist, wird die Arbeitszeit manuell erfasst und nachträglich im Workflow-Verfahren gebucht bzw. bei Selbstbuchern manuell nachgetragen.  Das Monatsjournal bzw. die manuellen Aufzeichnungen werden wie in der einschlägigen Dienstvereinbarung zur variablen Arbeitszeit dem /der Vorgesetzten bis zum 15. des Folgemonats zur Mitzeichnung zugeleitet. Ist dies nicht möglich, werden die Ausdrucke der Zeiterfassungsjournale gesammelt und bei Gelegenheit unverzüglich vorgelegt.

Der Arbeitszeitrahmen wird ab dem 13.07.2020 bis auf weiteres auf die Zeitspanne von 06.00 Uhr bis 21.00 Uhr festgelegt, um auch weiterhin eine höhere Arbeitsflexibilität zu ermöglichen. Die gesetzlichen Bestimmungen über die Höchstarbeitszeit und über Ruhezeiten sind zu beachten. Das Zeiterfassungssystem wurde an den neuen Arbeitszeitrahmen angepasst, so dass Nacherfassungen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr notwendig sind.

Vor dem Hintergrund der Annäherung an den Normalbetrieb beträgt die maximale Minusstundenzahl ab dem 13.07.2020 entsprechend der Erlasslage vom 28.05.2020 bis auf weiteres die Höhe der doppelten arbeitsvertraglich vereinbarten regelmäßigen Wochenstunden (bei Tarifbeschäftigten in Vollzeit 77,4 Stunden und bei Beamt*innen 82 Stunden). Das bedeutet, dass das Gesamtsaldo des Zeiterfassungskontos grundsätzlich wieder ab dem 13.07.2020 ins Minus gehen kann. Dies soll auch die individuelle Arbeitszeitflexibilität aller Mitarbeitenden erhöhen und individuellen Anforderungen Rechnung tragen. Ein Ausgleich des zuvor genannten Stundensaldos ist bis auf weiteres ausgesetzt und wird - je nach weiterem Verlauf der Coronapandemie und der damit verbundenen Einschränkungen - erst zu einem späteren Zeitpunkt in Abstimmung mit dem Krisenstab auf die in der Dienstvereinbarung „Variable Arbeitszeit“ festgesetzten Grenzen zurückgeführt.

Zur Verringerung der Ansteckungsgefahr ist die Arbeitseinsatzplanung an den bestehenden Hygienekonzepten auszurichten. Hierzu sollen durch die Vorgesetzten alle organisatorischen Vorkehrungen ausgeschöpft werden, die es den Beschäftigten ermöglichen, grundsätzlich die individuelle Regelarbeitszeit erbringen zu können. Die bereits benannten Instrumente der Arbeitszeitflexibilisierung (versetztes Arbeiten, Schichtdienste, Homeoffice, Umorganisation etc.) sollen unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregelungen entsprechend ausgeschöpft werden.

Kann die individuell vereinbarte Arbeitsleistung trotzdem ausnahmsweise nicht abgefordert werden, da die Örtlichkeiten (Laborbereiche, Werkstattbereiche, Tierhaltung u.ä.) oder die Arbeitsorganisation bei Einhaltung der Hygienevorschriften eine Vollauslastung nicht hergeben, so zeigen die Vorgesetzten dies der zuständigen Sachbearbeitung des Geschäftsbereichs Personal an. Die Vorgesetzten erstellen monatlich eine Auflistung der betroffenen Mitarbeitenden und fügen eine kurze Darstellung der Umstände, die es unmöglich machen, eine Normalauslastung zu erzielen, bei. Wenn Schichtpläne aufgestellt werden, sind diese zum Monatsende zu übersenden. Die betroffenen Mitarbeitenden erhalten für diesen Zeitraum eine Zeitgutschrift. Minusstunden, die sich aufgrund anderer Anlässe (z.B. durch Inanspruchnahme von Zeitausgleich) ergeben, sind von der obigen Regelung nicht betroffen und müssen durch die Vorgesetzten gesondert ausgewiesen werden.

Ist bereits Erholungsurlaub oder Zeitausgleich gewährt, hat dies Vorrang vor einer Gewährung von Sonderurlaub oder vor einer Freistellung. Mit der Genehmigung von Urlaub bzw. Zeitausgleich ist bereits eine Freistellung von der Dienst-Arbeitspflicht erfolgt, für die Gewährung von Sonderurlaub oder Arbeitsbefreiung besteht kein Bedarf.

Eine Stornierung von Urlaub oder Zeitausgleich kommt im Einzelfall nur aus wichtigem Grund in Betracht. Aufgaben – auch in krisen-/systemrelevanten Bereichen – fallen regelmäßig an und müssen auch im Regelbetrieb bei Urlaub vertreten werden. 

Sollte es aufgrund wichtiger dienstlicher Belange zwingend erforderlich sein, Urlaub oder Zeitausgleich zu stornieren, ist dies mit Begründung der dienstlichen Notwendigkeit durch die/den jeweiligen Vorgesetzten beim Geschäftsbereich Personal zu beantragen.

Erholungsurlaub und Zeitausgleich können auch weiterhin über die /den Vorgesetzte*n beantragt und genehmigt werden.

Falls der Workflow nicht genutzt werden kann, senden Sie Ihren Urlaubsantrag bitte als Email an Ihre*n Vorgesetzte*n, die/der den Antrag nach Genehmigung mit entsprechendem Votum an Stephanie Mahrt (smahrt@uv.uni-kiel.de) weiterleitet. Die Eintragung in das Zeiterfassungssystem erfolgt dann zentral.

Weiterführende Informationen:

Kontakte: