Informationen für Universitätsmitglieder mit familiären Verpflichtungen

Die Corona-Pandemie bringt insbesondere für Familien große Belastungen mit sich. Selbstverständlich müssen deshalb Kinderbetreuung oder die Pflege von Angehörigen Berücksichtigung finden. Im Folgenden erhalten Sie ausführliche Informationen rund um die Vereinbarkeit von Studium, Lehre, Forschung und Beruf mit Familienaufgaben.

DIREKT ZUM FAMILIEN-SERVICE

Beratung

Das Familien-Servicebüro berät Mitglieder der CAU auch während der Pandemie individuell und vertraulich und recherchiert für diese Unterstützungsmöglichkeiten. Es vertritt die Belange der Familien an der CAU gegenüber der Hochschulleitung und anderen Einrichtungen.

Kontakt

Bettina Bolterauer: 0431/880-2019
Celine Pump: 0431 880-5221
familienservice@gb.uni-kiel.de

Zum Beratungsangebot des Familien-Services

Elterngeld - Anpassung aufgrund von Corona

Die Bundesregierung hat Anpassungen beim Elterngeld vorgenommen, damit während der Corona-Zeit keine Nachteile entstehen.

Hinweise für pflegende Angehörige

Für pflegende Angehörige hat die Bundesregierung eine Corona-Akuthilfe beschlossen. Darunter fällt unter anderem die Ausweitung des Pflegeunterstützungsgelds, die Verlängerung der Zeiten der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung bei einer akut auftretenden Pflegesituation und Serviceangebote.

Informationen zu Kinderbetreuung und Schulen

Hinweise zum Schulunterricht

In Kreisen und kreisfreien Städten, in denen der Inzidenzwert dies ermöglicht (darunter auch Kiel), öffnen ab dem 22.02.2021 die Grundschulen für die Klassen 1-4 den „Präsenzunterricht unter Coronabedingungen“.  Die weiterführenden Schulen unterrichten die Klassen 5-13 wie bisher in Distanz, zunächst bis zum 7. März 2021. Nur für die Abschlussklassen gibt es Präsenzangebote. Für die Klassen 5-6 kann ggf. eine Notbetreuung in Anspruch genommen werden.  

Weitere Informationen stellen die jeweiligen Schulen bereit. Aktuelle Informationen befinden sich auf den FAQ-Webseiten des Landes SH zum Thema Schule oder auf der Seite Informationen für Schulen des Landes SH.

Hinweise zu Kindertagesstätten und zur Kindertagespflege

Kindertagesstätten sind ab dem 22.02.2021 in Kreisen und kreisfreien Städten, in denen der Inzidenzwert dies ermöglicht (darunter auch Kiel), wieder für alle Kinder im „Regelbetrieb unter Pademiebedingungen“ geöffnet.

 Nähere Informationen kann Ihnen Ihre Tagespflegeperson oder der zuständige Träger geben. Weitere Informationen finden sich auf den FAQ-Seiten des Landes SH zum Thema Kitas oder auf der Seite Informationen für Kitas des Landes SH.

Kann mein Kind in die Kinder-Notbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten?

Kinder der Klassenstufen 5-6 können weiter in der Notbetreuung betreut werden, wenn ihre Eltern nicht über eine alternative Betreuungsmöglichkeit verfügen:

  • Kinder, von denen mindestens ein Erziehungsberechtigter in Bereichen der kritischen Infrastrukturen (nach  § 19 der VO) dringend tätig ist. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr haben auf eine Notbetreuung nur an solchen Tagen Anspruch, an denen sie nachweislich für den Bereitschaftsdienst eingeteilt sind.
  • Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden.

Darüber hinaus können notbetreut werden:

  • Kinder, die einen täglichen hohen Pflege- und Betreuungsaufwand oder einen heilpädagogischen Förderbedarf haben, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann und
  • Kinder, die aus Sicht des Kindeswohls besonders schützenswert sind
  • Grundsätzlich können auch Kinder mit einem Sprachförderbedarf unter den genannten Voraussetzungen notbetreut werden.

Die Erziehungsberechtigten haben die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme gegenüber der Einrichtung in geeigneter Weise zu dokumentieren. Aktuelle Informationen dazu sind auf FAQ-Webseiten des Landes SH zum Thema Kitas veröffentlicht.

Mein Kind kann noch nicht notbetreut werden, wann ist mit einer Betreuung zu rechnen?

Die Kinderbetreuung im Regelbetrieb soll wie im Frühjahr 2020 nach dem Stufenmodel wieder etabliert werden, sobald das Infektionsgeschehen dies zulässt.  Die aktuell gültigen Regeln zu Kindertageseinrichtungen sind auf den Seiten des Landes Schleswig-Holstein abrufbar.

Bietet die CAU eine Sonder-Kinderbetreuung an?

Nein, eine Betreuung von Kindern außerhalb der Regelbetreuung ist derzeit noch nicht möglich.

Wird es ein CAU-Ferienprogramm für Schulkinder im Jahr 2021 geben?

Es steht aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens noch nicht fest, ob ein Ferienprogramm im Jahr 2021 stattfinden kann. Sollte ein Ferienprogramm möglich sein, wird dies via Rundmail angekündigt und Informationen dazu bereit gestellt. Eine vorläufige Anmeldung für das Ferienprogramm ist möglich. Weitere Informationen zum Ferienprogramm

Entschädigung von Eltern bei Einkommenseinbußen aufgrund von Kinderbetreuung

Sorgeberechtigte, die aufgrund der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, haben einen Anspruch auf Entschädigung. Weitere Information dazu auf demWebauftritt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Beantragung ist nun auch über ein Onlineverfahren von Bund und Ländern möglich.

Welchen Einfluss haben die Corona-Regelungen auf das Umgangsrecht in Trennungsfamilien?

Die Regelung, soziale Kontakte soweit wie möglich einzuschränken (Kontaktverbot), bezieht sich nicht auf die Kernfamilie, auch wenn die Eltern nach einer Trennung in zwei getrennten Haushalten leben. Gibt es eine Umgangsregelung oder eine gerichtliche Entscheidung zum Umgang, gilt sie trotz der Coronakrise weiter.

Vereinbarkeit von Arbeit und Lehre mit Familienaufgaben

Berurlaubung, Freistellung, Erweiterung des Kinderkrankengelds (wenn Kitas/Grundschulen von Schließung betroffen sind)

Im Folgenden finden Sie die aktuellen Regelungen für den Fall, dass Ihr  Kind erkrankt ist und zu Hause betreut werden muss. Zudem finden Sie Regelungen für den Fall, dass die Betreuungseinrichtung in Ihrem Landkreis/Ihrer kreisfreien Stadt weiterhin oder künftig von einer „Schließung“ betroffen sein sollte.

Kindertagesstätten sind ab dem 22.02.2021 in Kreisen und kreisfreien Städten, in denen der Inzidenzwert dies ermöglicht (darunter auch Kiel), wieder für alle Kinder im „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ geöffnet.

In Kreisen und kreisfreien Städten, in denen der Inzidenzwert dies ermöglicht (darunter auch Kiel), öffnen ab dem 22.02.2021 die Grundschulen für die Klassen 1-4 den „Präsenzunterricht unter Coronabedingungen“.  Die weiterführenden Schulen unterrichten die Klassen 5-13 wie bisher in Distanz, zunächst bis zum 07.03.2021. Nur für die Abschlussklassen gibt es Präsenzangebote. Für die Klassen 5-6 kann ggf. eine Notbetreuung in Anspruch genommen werden.

Die bislang geltenden Sonderregelungen zur Kinderbetreuung bei „Schließung“ der Betreuungseinrichtung/Schule gelten dementsprechend nur in den Fällen weiter, in denen die jeweilige Einrichtung weiterhin bzw. wieder „geschlossen“ ist.  Ist die Einrichtung wieder in Betrieb, so gelten im Krankheitsfall des Kindes die üblichen Regelungen wie untenstehend aufgeführt.

Regelungen bei Betrieb der jeweiligen Kindertagesstätte/Schule

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren Empfehlungen bei auftretenden Erkältungssymptomen für Kitas und Grundschulen sowie für weiterführende Schulen („Schnupfenplan“) veröffentlicht. Die entsprechenden Schaubilder finden Sie auf den Webseiten des Landes Schleswig-Holsteins.

Dienstrechtlich gelten die allgemeinen Regeln:

Wenn das Kind krank ist, wird es zu Hause betreut. Beschäftigte haben dafür je nach Arbeitsvertrag eine bestimmte Anzahl an Tagen, die sie darauf verwenden können. Gesetzlich vorgeschrieben sind im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2021 ausnahmsweise zwanzig Tage pro Kind und Elternteil, bei Alleinerziehenden 40 Tage. Bei mehreren Kindern erhöht sich der Anspruch auf maximal 45 Tage bzw. bei Alleinerziehenden auf maximal 90 Tage.

Anspruchsberechtigt sind gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben, mit gesetzlich versichertem Kind, welches das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Bei Kindern, die eine Behinderung haben, auch über das 12. Lebensjahr hinaus. Voraussetzung ist auch, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Der Anspruch besteht unabhängig davon, ob die Arbeitsleistung nicht auch grundsätzlich im Home-Office erbracht werden könnte. Für diese Zeit wird ein Krankengeld gezahlt.

Ist das Kind krank, muss der Betreuungsbedarf gegenüber der Krankenkasse mit einer Bescheinigung des behandelnden Arztes nachgewiesen werden. Dafür wird die "Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes" ausgefüllt. Die Auszahlung des Krankengeldes erfolgt direkt durch die jeweils zuständige gesetzliche Krankenkasse.

Da für den Zeitraum des Krankengeldbezugs die Gehaltszahlung durch den Arbeitgeber eingestellt wird, ist die zuständige Sachbearbeitung des Geschäftsbereichs Personal über die beabsichtigte Freistellung zur Betreuung des Kindes ebenso wie die/der Vorgesetzte umgehend zu informieren. Dem Geschäftsbereich Personal übersenden Sie hierzu bitte eine Kopie der ärztlichen Bescheinigung. Final entscheidet die Krankenkasse über den Freistellungsanspruch. Wir empfehlen, dass Sie parallel mit Ihrer Krankenkasse Kontakt aufnehmen, damit es bei der Auszahlung des Krankengeldes zu keinen Verzögerungen kommt.

Beschäftigte, die selbst nicht gesetzlich krankenversichert sind oder deren Kind nicht gesetzlich krankenversichert ist, werden gebeten, mit dem Geschäftsbereich Personal gemeinsam eine individuelle Lösung zu finden.

Für Beamt*innen greifen die Regelungen der § 13 Sonderurlaubsverordnung des Landes Schleswig-Holstein.

Daneben besteht auch die Möglichkeit, die Kinderbetreuung über Urlaub, Zeitausgleich oder eine flexible Arbeits(zeit)gestaltung, welche mit der/dem Vorgesetzten im Vorfeld abgestimmt wurde, sicherzustellen.

Regelungen bei „Schließung“ von Schulen und Kindertagesstätten

Vorrangig sollen von den betroffenen Beschäftigten in Abstimmung mit den Vorgesetzten die Möglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung und vor allem des mobilen Arbeitens ausgeschöpft werden. Der Hochschulleitung ist bewusst, dass aufgrund der damit verbundenen oftmals schwierigen Betreuungssituation die volle Arbeitsleistung nicht immer erbracht werden kann und diese Mehrbelastung nicht immer vollumfänglich im privaten Umfeld kompensiert werden kann. Sie wird diesen Appell auch an die Vorgesetzten senden mit der dringenden Bitte, die aktuelle Ausnahmesituation zu berücksichtigen. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit einer Beurlaubung oder Freistellung.

Kinderkrankengeld für gesetzlich Versicherte mit Krankengeldanspruch und gesetzlich versichertem Kind bei „geschlossenen“ Schulen und Kindertagesstätten

Darüber hinaus besteht für gesetzlich versicherte Beschäftigte mit Krankengeldanspruch und gesetzlich versichertem Kind die Möglichkeit, Kinderkrankengeld zu beantragen. Die Regelung des § 45 SGB V über das Kinderkrankengeld für gesetzliche Versicherte wurde angesichts der Corona-Pandemie entsprechend erweitert. Es besteht für das Kalenderjahr 2021 der Anspruch auf ein verlängertes Krankengeld und die damit einhergehende Freistellung zur Kinderbetreuung von Kindern, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder von Kindern, die aufgrund einer Behinderung dauerhaft pflegebedürftig sind, wenn die Kinderbetreuung aus einem anderen Grund zu Hause erforderlich wird. Etwa weil Einrichtungen zur Betreuung von Kindern, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen von der zuständigen Behörde zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund des Infektionsschutzgesetzes vorübergehend geschlossen werden oder deren Betreten, auch aufgrund einer Absonderung, untersagt wird, oder wenn von der zuständigen Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert werden oder die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wird oder das Kind auf Grund einer behördlichen Empfehlung die Einrichtung nicht besucht.

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld steigt von 10 Tagen pro Elternteil und Kind auf 20 Tage. Auch für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch pro Kind von 20 auf nun 40 Tage. Bei mehreren Kindern erhöht sich der Anspruch auf maximal 45 Tage bzw. bei Alleinerziehenden auf maximal 90 Tage.

Die Tage können sowohl für die Betreuung eines kranken Kindes verwendet werden als auch für die Betreuung, weil die Schule oder Kita geschlossen, die Präsenzpflicht aufgehoben oder der Zugang eingeschränkt wurde.

Anspruchsberechtigt sind gesetzlich versicherte, berufstätige Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben und deren Kind, welches das 12 Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Bei Kindern, die eine Behinderung haben, auch über das 12. Lebensjahr hinaus. Voraussetzung ist auch, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann. Der Anspruch besteht unabhängig davon, ob die Arbeitsleistung nicht auch grundsätzlich im Home-Office erbracht werden könnte.

Muss ein Kind aufgrund einer Schul- oder Kitaschließung zu Hause betreut werden, ist eine Bescheinigung der jeweiligen Einrichtung nötig. Die Auszahlung des Krankengeldes erfolgt direkt durch die jeweils zuständige gesetzliche Krankenkasse.

Da für den Zeitraum des Krankengeldbezugs die Gehaltszahlung durch den Arbeitgeber eingestellt wird, ist die zuständige Sachbearbeitung des Geschäftsbereichs Personal über die beabsichtigte Freistellung zur Betreuung des Kindes ebenso wie die/der Vorgesetzte umgehend zu informieren. Dem Geschäftsbereich Personal übersenden Sie hierzu bitte eine Kopie der Bescheinigung der Schule oder Kita. Final entscheidet die Krankenkasse über den Freistellungsanspruch. Wir empfehlen, dass Sie parallel mit Ihrer Krankenkasse Kontakt aufnehmen, damit es bei der Auszahlung des Krankengeldes zu keinen Verzögerungen kommt.

Regelungen für Beamt*innen und Tarifbeschäftigte ohne Anspruch nach § 45 SGB V bei „geschlossenen“ Schulen und Kindertagesstätten

Bei Beamt*innen besteht die Möglichkeit, auf Antrag Sonderurlaub nach § 20 Sonderurlaubsverordnung zu gewähren, wenn und soweit sie wegen „Schließung“ von Schulen, Betreuungseinrichtungen und Kindertageseinrichtungen zur Betreuung ihrer Kinder zu Hause bleiben müssen bzw. die Kinder wegen eines Verdachtsfalles Betreuungseinrichtungen oder Schulen nicht besuchen dürfen. Dabei gilt grundsätzlich, dass vorrangig die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens neben der Kinderbetreuung wahrzunehmen bzw. auszuschöpfen sind.

Für Tarifbeschäftigte, die dem Grunde nach keinen Anspruch auf Freistellung nach § 45 SGB V haben, weil sie selbst oder das Kind bzw. die Kinder nicht gesetzlich krankenversichert sind, kann eine Bewilligung von Arbeitsbefreiung – entsprechend der Regelung für die Beamt*innen – nach § 29 Abs. 3 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder erfolgen.

Zur Verabredung einer auf Ihre Betreuungssituation angepassten Lösung wenden Sie sich bitte – in Abstimmung mit Ihrer bzw. Ihrem Vorgesetzten – an Ihre zuständige Sachbearbeitung im Geschäftsbereich Personal, um gemeinsam eine individuelle Lösung zur Berücksichtigung der Ihnen möglichen (Rest-)Arbeitszeiten bei der Zeiterfassung zu vereinbaren.  Die Voraussetzungen für eine weitere Beurlaubung oder Freistellung, wenn die Betreuungssituation unter Ausschöpfung aller zuvor aufgeführten Maßnahmen weiterhin nicht möglich ist, können in diesem Beratungsgespräch ebenfalls gemeinsam erörtert werden. Der neu geschaffene Anspruch auf ein verlängertes Krankengeld zur Betreuung muss hierzu allerdings zuvor ausgeschöpft sein.

Lehrreduktion

Eine Lehrreduktion kann gemäß der jetzigen Fassung der LVVO aufgrund Kinderbetreuung leider nicht gewährt werden.

Arbeitsverträge zur Qualifizierung können verlängert werden

Wissenschaftliches Personal auf befristeten Qualifizierungsstellen hat ggf. erhebliche Probleme, sich weiter zu qualifizieren und kann dann das Qualifizierungsziel vor dem Auslaufen der Stelle nicht erreichen. Für internationale Beschäftigte kann die Verzögerung ihrer Qualifizierung und das Auslaufen der Stelle ausländerrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Vorgesetzte werden daher gebeten, die Möglichkeiten zur Verlängerung von Stellen für diese Mitarbeitenden auszuschöpfen und möglichst frühzeitig umzusetzen

Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Einschränkungen im Wissenschaftsbetrieb ist das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) rückwirkend zum 01.03.2020 um eine zeitlich begrenzte Übergangsregelung durch § 7 Absatz 3 WissZeitVG ergänzt worden. Der aktuelle Wortlaut der Gesetzesänderung lautet wie folgt:

„(3) Die nach § 2 Absatz 1 Satz 1 und 2 insgesamt zulässige Befristungsdauer verlängert sich um sechs Monate, wenn ein Arbeitsverhältnis nach § 2 Absatz 1 zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 besteht.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die zulässige Befristungsdauer höchstens um weitere sechs Monate zu verlängern, soweit dies aufgrund fortbestehender Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der Bundesrepublik Deutschland geboten erscheint; die Verlängerung ist auch auf Arbeitsverhältnisse zu erstrecken, die nach dem 30. September 2020 und vor Ablauf des in der Rechtsverordnung genannten Verlängerungszeitraums begründet werden.“

Der Gesetzgeber hat damit die Möglichkeit geschaffen, corona-bedingte Mehrbelastungen für Wissenschaftler*innen, die sich in der Qualifizierungsphase befinden, abzumildern.

Die neue gesetzliche Regelung bezieht sich auf das wissenschaftliche Personal, das in dem Zeitraum vom 01.03. bis zum 30.09.2020 mit einem Arbeitsvertrag nach § 2 Absatz 1 WissZeitVG zur eigenen Qualifizierung beschäftigt ist. Eine Beschäftigung über die üblichen 6-Jahresfristen hinaus kann für die Zeit der pandemiebedingten Einschränkung erfolgen. Die Ausweitung der Befristungshöchstgrenze war zunächst auf max. 6 Monate begrenzt. Ein Anspruch auf Verlängerung des Beschäftigungsverhältnisses besteht nicht.

Eine Weiterbeschäftigung kann erfolgen, wenn die jeweilige Einrichtung eine Finanzierung sicherstellt und eine Weiterbeschäftigung auf dem üblichen Weg über den Geschäftsbereich Personal beantragt wird. Zusätzliche zentrale Mittel stehen nicht zur Verfügung.

Die corona-bedingten Beeinträchtigungen dauern auch über den 30.09.2020 an, so dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung von seiner Verordnungsbefugnis Gebrauch gemacht hat und den Zeitraum vom 01.03.2020 bis 30.09.2020 um weitere 6 Monate bis zum 31.03.2021 verlängert hat. Die Befristungshöchstgrenzen haben sich somit entsprechend der oben genannten Bedingungen um weitere 6 Monate erhöht.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den/die für Sie zuständige*n Sachbearbeiter*in im Geschäftsbereich Personal.

Musterbescheinigung Kinderkrankengeld

"Schnupfenplan" des Landes Schleswig-Holstein für Kitas und Grundschulen (PDF)

"Schnupfenplan" des Landes Schleswig-Holstein für weiterführende Schulen (PDF)

Vereinbarkeit von Studium mit Familienaufgaben

Änderungen beim Studium aufgrund der Pandemie

Die CAU stellt auf ihren Corona-Seiten alle Informationen, die Änderungen während der Pandemie betreffen, bereit und hält diese aktuell, darunter Informationen zu Anwesenheitspflicht, Freiversuchsregelung und Prüfungen. Zusätzlich sind immer die Informationen der Fakultäten und Fachbereiche für den jeweiligen Studiengang zu beachten. Weitere Informationen auf den Corona-Seiten der CAU für Studierende

Nachteilsausgleich für studierende Eltern

Sollte aufgrund von coronabedingt fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten für Kinder unter 14 Jahren die Teilnahme an einer anwesenheitspflichtigen Lehrveranstaltung nicht oder nur eingeschränkt möglich sein, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, einen Antrag auf Nachteilsausgleich zu stellen. Auch ist ein Antrag auf Verlängerung der Bearbeitungszeit von Hausarbeiten, Abschlussarbeiten o.ä. möglich. Als Nachweis ist die Kopie der Geburtsurkunde einzureichen.

Wer kann einen Antrag stellen?

Studierende

  • in besonderen Lebenslagen (Schwangerschaft, Erziehung von Kindern, Pflege von Angehörigen)
  • mit chronischer Erkrankung/Behinderung
  • die coronabedingte Nachteile erfahren (langfristige Einschränkungen, z.B. Risikogruppenzugehörigkeit, fehlende technische Ausstattung, und akute Einschränkungen, z.B. Quarantäne.)

haben die Möglichkeit, für Lehrveranstaltungen und Prüfungen einen Antrag auf Nachteilsausgleich zu stellen.

Wie funktioniert die Antragstellung?

Bitte melden Sie sich mit Ihrem Anliegen rechtzeitig (nach Möglichkeit deutlich vor dem Lehrveranstaltungs-/Prüfungstermin) bei den nachfolgend genannten zuständigen Stellen und erkundigen Sie sich bitte nach dem genauen Verfahrensablauf:

  • Bei akuten Einschränkungen halten Sie bitte zunächst Rücksprache mit Ihrer Lehrperson, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Wenn Sie Veranstaltungstermine versäumen, klären Sie bitte bei anwesenheitspflichtigen Lehrveranstaltungen zunächst, ob die Fehlzeiten im Rahmen der Fehlzeitenregelungen entschuldigt werden können, ohne dass ein Antrag auf Nachteilsausgleich gestellt werden muss.
  • Bei langfristigen Einschränkungen erkundigen Sie sich bitte bei dem für Ihren Studiengang zuständigen Prüfungsamt. Studierende der Medizin und Zahnmedizin wenden sich bitte an das Studiendekanat der Medizinischen Fakultät.

Stellen Sie bitte anschließend – ebenfalls rechtzeitig – einen formlosen Antrag auf Nachteilsausgleich bei der zuständigen Stelle (s.o.), in dem Sie Ihre Einschränkungen erläutern und legen Sie bitte Nachweise und möglichst auch ärztliche Empfehlungen für geeignete Ausgleichsmaßnahmen bei. Dies unterstützt die*den Prüfungsausschussvorsitzende*n und die Lehrpersonen dabei, eine geeignete Nachteilsausgleichsmaßnahme zu finden.

Bei der Prüfung, ob eine angemessene Nachteilsausgleichsmaßnahme angeboten werden kann, achtet die zuständige Stelle auf Gleichwertigkeit zur üblicherweise zu erbringenden Leistung und Umsetzbarkeit. Dies kann dazu führen, dass es teilweise nicht möglich sein wird, eine geeignete, das heißt insbesondere gleichwertige, und organisatorisch umsetzbare Nachteilsausgleichsmaßnahme anzubieten.

Die Entscheidung wird Ihnen in der Regel per stu-Mail mitgeteilt. Bei positiven Entscheidungen sind ggf. im nächsten Schritt die organisatorischen Details mit der Lehrperson zu besprechen.