Informationen für Forschende der CAU

Die Forschung ist auch weiterhin grundsätzlich nicht beschränkt, sie unterliegt jedoch ebenfalls den geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Auch hier gilt, dass Tätigkeiten, wo immer dies möglich ist, aus dem Homeoffice heraus erledigt werden sollen. Seit dem 4. Mai 2020 ist es aber möglich, die Präsenz schrittweise wieder zu erhöhen. Dies gilt insbesondere für Beschäftigte, die von zu Hause aus nicht tätig sein können. Für die Organisation des Betriebs vor Ort in den Instituten und Arbeitsgruppen gelten dabei aber strikte Regeln, die im Interesse der Gesundheit aller unbedingt eingehalten werden müssen. Die CAU hat ein Rahmenhygienekonzept entwickelt, um die Mitglieder und Einrichtungen der Hochschule dabei zu unterstützen eigene, individuelle und bereichsbezogene Hygienekonzepte zu erstellen, um den Dienstbetrieb angemessen und unter Beachtung des Gebots der Vorsicht zu gestalten. Für alle Einrichtungen müssen Gefährdungsbeurteilungen erstellt und aktuell gehalten werden. Das dafür von der Stabstelle Sicherheitsingenieur erstellte Formular ist auch weiterhin zu nutzen. Bitte treffen Sie bei der Organisation des Betriebs vor Ort auch Vorkehrungen dafür, dass grundlegende Funktionen und Prozesse auch dann aufrechterhalten werden können, wenn es in Ihrer Einrichtung zu einem Infektionsfall kommt und ggf. Teile des Teams unter häusliche Quarantäne gestellt werden. Auf dieser Seite werden außerdem Informationen von Drittmittelgebern zusammengetragen und laufend ergänzt, um Ihnen den Zugang zu Informationen bzgl. Fördermittel, Antragsfristen u.ä. zu erleichtern.

Forschungsmeldungen

Mikroskopaufnahme

Langzeitfolgen von COVID-19 erkennen und erforschen

Land Schleswig-Holstein fördert COVIDOM-Studie zu Folgeerkrankungen von COVID-19 in Schleswig-Holstein

 
Blutbahn

COVID-19: Weltweit erste große genetische Studie zu Risikogenen

Kieler Forschungsteam: Die Blutgruppe könnte Einfluss auf die Stärke der Covid-19-Symptome haben.

 
Hand sieht Sequenzierprobe aus Probenregal.

Vereinte Genomforschung zur Coronavirus-Pandemie

Führende Genomforschende schließen sich zur Deutschen COVID-19 OMICS Initiative (DeCOI) zusammen

 
Mikroskopaufnahme

Den genetischen Ursprüngen des Coronavirus auf der Spur

Kieler Forschende weisen Verbreitung unterschiedlicher Typen des neuartigen Coronavirus nach

 

Aufenthaltserlaubnisse, Aufenthaltstitel und Visa

  1. Aufenthaltstitel/Visa (und daher auch dazugehörige Arbeitserlaubnisse), die in der Corona-Zwischenzeit (ab etwa 17.03.2020) abgelaufen sind bzw. demnächst ablaufen, behalten ihre Gültigkeit bis ein Termin bei der Zuwanderungsabteilung stattfindet.
  2. Personen mit Aufenthaltstiteln für Deutschland, die sich im Ausland aufhalten und deren Aufenthaltstitel im Ausland abläuft, können sich per E-Mail an die Kieler Zuwanderungsabteilung wenden (zuwanderungsabteilung@kiel.de ), um eine Fiktionsbescheinigung zu bekommen, die die Wiedereinreise nach Deutschland erlaubt.  
  3. Termine, die während der Schließung der Zuwanderungsabteilung in Kiel storniert wurden, müssen nicht neu angefragt werden. Die betroffenen Personen bekommen von der Zuwanderungsabteilung eine neue Termineinladung zugeschickt.
  4. Termine, die für die Zeit nach der Wiedereröffnung der Zuwanderungsabteilung (ab Mai) geplant waren/sind, müssen nicht neu angefragt werden. Die betroffenen Personen bekommen von der Zuwanderungsabteilung eine neue Termineinladung (bzw. eine Bestätigung des bestehenden Termins) zugeschickt.

Anmeldung im Einwohnermeldeamt für Neuankömmlinge:

  1. Die Anmeldung/Ummeldung erfolgt ausschließlich per Post. 
  2. Termine, die vor der Schließung gebucht wurden, gelten als storniert. Man braucht aber keinen neuen Termin. Die Anmeldung erfolgt per Post.

Informationen und Anmeldeformulare der Landeshauptstadt Kiel

Bibliotheken

Fachbibliotheken

Die Fachbibliotheken der Fakultäten, der Seminare und der Institute können durch Forschende unter Beachtung der Hygienestandards genutzt werden. Für die Nutzung von Fachbibliotheken müssen in Anlehnung an das Rahmenhygienekonzept gesonderte, den individuellen Gegebenheiten angepasste Konzepte erstellt werden. Die Dekane treffen unter Berücksichtigung der jeweiligen räumlichen Situation vor Ort Regelungen für den Zugang zu den einzelnen Fachbibliotheken ihrer Fakultäten.

Sie stellen dabei die Einhaltung der Hygienestandards und Abstandsvorgaben sicher. Für die Fach-/Bereichsbibliotheken ist gesondert zu prüfen, ob aufgrund der räumlichen Größe und Gegebenheiten eine Anwesenheit überhaupt möglich und zulässig ist und ob über Ausleihsysteme Literaturarbeit in geeigneten Seminarräumen möglich ist. Der Zugang soll durch geeignete organisatorische Maßnahmen so geregelt werden, dass Bibliothekspersonal vor Ort möglichst nicht in Anspruch genommen wird.

Universitätsbibliothek (Zentralbibliothek)

Die Universitätsbibliothek (Zentralbibliothek) nimmt die Ausleihe und Rücknahme von Printmedien ab dem 18.5.2020 in einem eigens eingerichteten Selbstabhol- und Rückgabebereich wieder auf. Möglich ist dies in den Zeiträumen Mo-Fr von 9.00-16.30 Uhr (außer Feiertags).

Weitere Informationen zur eingeschränkten Ausleihe und Rückgabe von Printmedien in der Zentralbibliothek

Beachten Sie bitte, dass die Universitätsbibliothek (Zentralbibliothek) außerhalb der Ausleihe und Rücknahme von Printmedien für jeglichen Besucherverkehr geschlossen bleibt. Davon ausgenommen sind Mitarbeitende beauftragter Dienstleister und Firmen. Alle über die Ausleihe und Rücknahme hinausgehenden Vor-Ort-Serviceleistungen sind daher zurzeit weiterhin nicht möglich. Außerdem stellt die UB für ihre Nutzerinnen und Nutzer digitale Ausgleichsangebote zur Verfügung, über die auf dem Webauftritt der UB informiert wird.

Wiederaufnahme der regulären Fernleihe und Ende der elektronischen Kopienlieferung im Rahmen des COVID-19-Notbetriebs

Mit dem 2.6.2020 hat die Zentralbibliothek die reguläre Fernleihe (gebend wie nehmend) zu den üblichen Rahmenbedingungen wieder aufgenommen: Ab sofort stehen Ihnen Leihbestellungen von Büchern und Kopiebestellungen (als Papierkopien) wieder offen. Zugleich endete zum 31.5.2020 die elektronische Kopienlieferung im Rahmen des sog. COVID-19-Notbetriebs der Fernleihe. Ermöglicht wurde sie durch ein befristetes Abkommen zwischen der Kultusministerkonferenz der Länder und der VG Wort, das nun nicht verlängert wurde. Daher ist die elektronische Kopienlieferung an Endnutzer*innen per E-Mail als PDF leider nicht mehr möglich. Für Ihre Fragen stehen wir Ihnen gerne unter fernleihe@ub.uni-kiel.de zur Verfügung.

Neues E-Book-Paket "Academic Complete"

Die UB Kiel stellt aus zentralen Mitteln der CAU ein umfangreiches Angebot von zumeist englischsprachigen Titeln bis Erscheinungsjahr 2016 mit campusweitem Zugriff im Discovery Service und Gesamtkatalog zur Verfügung. Zurzeit umfasst das Portfolio ca. 183.000 E-Book-Titel der meisten renommierten Wissenschaftsverlage, die bisher nicht auf dem Campus verfügbar sind. Das Paket steht vorerst bis zum 30.9.2021 zur Verfügung.

Video-Tutorial E-Books

Ein kurzes neues Video-Tutorial unterstützt Mitglieder und Angehörige der CAU bei der Nutzung des E-Book-Angebots der UB Kiel von zu Hause aus.

Scandienst Elektronischer Semesterapparat

Mit einem kostenfreien Scandienst unterstützt die Zentralbibliothek der UB Kiel die digitale Lehre an der CAU im SoSe 2020: Lehrenden im SoSe 2020 stellt sie im Rahmen des § 60a UrhG auf Bestellung Scans gedruckter Texte aus den Beständen der Zentralbibliothek über die CAU-Cloud bereit. Diese Scans können die Lehrenden dann dem geschlossenen Kreis der Teilnehmer*innen ihrer Lehrveranstaltung in ihrem elektronischen Semesterapparat in OLAT oder in der CAU-Cloud zur Verfügung stellen.

Weiterführende Hinweise und Bestellformular

Ihr Zugriff auf E-Medien von Zuhause

Allen Mitgliedern und Angehörigen der CAU stehen sämtliche an der Universität lizenzierten elektronischen Zeitschriften, Datenbanken und E-Books über den VPN-Zugang für einen Zugriff von Zuhause zur Verfügung. Bitte beachten Sie die aus lizenzrechtlichen Gründen abweichenden Bestimmungen für F.A.Z.-BiblioNet. Juris ist ausnahmsweise bis zum 15.6.2020 auch über VPN nutzbar.

Beck-Online und Beck e-Bibliothek sind ausnahmsweise bis zum 30.6.2020 auch über VPN nutzbar. Zur Nutzung ist eine Registrierung erforderlich.

Ihre zusätzlichen befristeten E-Medien-Angebote

Allen Mitgliedern und Angehörigen der CAU öffnen einige Anbieter und Verlage während der Corona-Krise Teile ihrer E-Medien-Angebote für einen zeitlich begrenzten Zugriff über den VPN-Zugang, ohne dass Lizenzverträge mit der CAU bestehen. Die Liste dieser Anbieter und Verlage wird laufend ergänzt, wenn neue Angebote zur Verfügung stehen.

Ihre Anschaffungsvorschläge für E-Books

Sie gehören der CAU an und benötigen einen bestimmten, hier noch nicht vorhandenen Buchtitel? Schlagen Sie ihn der Universitätsbiblitohek zur Lizenzierung als E-Book vor, damit die UB ihn per campusweitem Zugriff allen Mitgliedern und Angehörigen der CAU umgehend zur Verfügung stellen können. Die UB bittet dabei um Verständnis, dass angesichts des Gesamtvolumens von 35.000 Euro für alle Fakultäten insgesamt nur niedrig- und mittelpreisige Titel in Auswahl berücksichtigt werden können.

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Die DFG hat angesichts der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wissenschaften bei einer Reihe ihrer laufenden Ausschreibungen die Frist für Teilnahmen verlängert. Weitere Fristverlängerungen sollen bei Bedarf vorgenommen werden.

Für den Bereich der Drittmittel hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit ihrer Pressemitteilung Nr. 16 vom 20. Mai 2020 avisiert, dass finanzielle Hilfen für Projektförderungen bereitgestellt werden können, sofern keine bewilligten Mittel mehr zur Verfügung stehen, der Fortgang der Arbeiten durch die Corona-Pandemie unterbrochen wurde und die Projekte zwischen dem 01. April 2020 und dem 30. Juni 2021 geendet haben oder werden. Für Sonderforschungsbereiche, deren Förderperiode zwischen dem 30. Juni 2020 und dem 30. Juni 2021 enden und keine Fortsetzung der Förderung mehr beantragt werden kann, können ebenfalls Hilfen bereitgestellt werden, wie auch für laufende Graduiertenkollegs, unabhängig der Laufzeit. Nähere Auskünfte zu den Volumen und Abläufen können Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Referates Nationale Forschungsförderung geben.

Emmy-Noether-Programm

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen Arbeitseinschränkungen an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen verlängert die DFG die individuellen Antragsfristen im Emmy Noether-Programm, die bis zum Jahresende 2020 ablaufen werden, um pauschal drei Monate. Die Regeln zur Berechnung der Antragsfrist in den FAQ zum Emmy Noether-Programm gelten unverändert.

Regelungen für DFG-Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Fellows der DFG

Bei Stipendiatinnen und Stipendiaten, die sich im Rahmen einer Unterbrechung im Inland befinden und aufgrund von Aus-/Einreisebeschränkungen, Schließung der Gasteinrichtung, etc. ihr Stipendium im Ausland nicht zeitgerecht wieder aufnehmen können, wird für die Dauer von maximal drei Monaten das Stipendium weiterhin gezahlt. Die Zahlung des Auslandszuschlages richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben. Sollten für die Unterbrechung des Stipendiums Aufwendungen im Gastland entstehen (Mieten, etc.) wird zusätzlich zum Stipendium eine Aufwandsentschädigung (doppelte Haushaltsführung, etc.) für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten gezahlt. Die Aufwandsentschädigung wird maximal in Höhe des ursprünglich zustehenden Auslandszuschlags gewährt.

Bei Stipendiatinnen und Stipendiaten, die aufgrund eines Einreisestopps nicht rechtzeitig ihr Stipendium im Gastland antreten können, kann, sofern Arbeiten im Rahmen des Forschungsvorhabens außerhalb der Forschungseinrichtung im Inland möglich sind, mit der Inanspruchnahme des Stipendiums begonnen werden. Ein Auslandszuschlag wird für den Aufenthalt im Inland nicht gewährt. Zusätzliche Aufwendungen (Miete der im Gastland bereits angemieteten Wohnung, etc.) werden von der DFG für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten, maximal in Höhe des auf das Gastland entfallenden Auslandszuschlags, gezahlt.

Für Stipendiatinnen und Stipendiaten, die vorzeitig (bis zu drei Monate vor Beendigung des Auslandsstipendiums) nach Deutschland zurückkehren, wird für die  Zeit im Inland das Stipendium weiterhin gezahlt. Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich. Die Zahlung des Auslandszuschlags erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften.

Für Stipendiatinnen und Stipendiaten deren Stipendium endet und die aufgrund von Einreisstopps nicht nach Deutschland zurückkehren können, verlängert sich das Stipendium um bis zu drei Monate. Die Verlängerung erfolgt unabhängig von der Inanspruchnahme der Gasteinrichtung.

Für in DFG Projekten beschäftigte Fellows gelten die nachfolgenden Regelungen:

Aufwendungen (Stornierungen, anfallende Mieten bis zu einem Umfang von drei Monaten, Umbuchungen, etc.), die in DFG Projekten entstehen, in denen Fellows beschäftigt werden, sind über das Projekt als direkte Projektausgabe abrechenbar.

Ausfallzeiten für Fellows aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen werden von der DFG für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten übernommen. Die Kosten sowie der zeitliche Umfang müssen bei Abschluss des Projektes nachgewiesen werden.

Sollten gegen Ende des Forschungsvorhabens aufgrund der vorab entstandenen Ausgaben, keine ausreichenden Mittel mehr zur Verfügung stehen, wird der Mehrbedarf in Höhe der zusätzlich angefallenen Kosten durch das Team Z-FIN-2 dem Forschungsvorhaben zur Verfügung gestellt.

Europäische Kommission

European Research Area (ERA) corona platform

Die European Research Area (ERA) corona platform der EU-Kommission ist eine zentrale Anlaufstelle, die umfassende Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf europäischer und nationaler Ebene bietet. Sie bietet laufend aktualisierte Informationen über Fristenverlängerungen im Rahmen von Horizont 2020, über finanzierte und laufende Projekte mit Bezug auf das Coronavirua sowie FAQs und andere nützliche Links.

In Zusammenarbeit mit den Länderkorrespondent*innen unterhält die Plattform einen eigenen Bereich für nationale Aktivitäten, Finanzierungsmöglichkeiten, Initiativen und Projekte in den Mitgliedstaaten und anderen europäischen Ländern.

Die ERA Corona Plattform ist eine der 10 Prioritäten der Europäischen Kommission und der nationalen Ministerien, die im ersten ERAvsCorona-Aktionsplan vereinbart wurden.

Zur ERA-Plattform

Forschungsprojekte, die zur Bekämpfung der Pandemie beitragen, werden von der EU gesondert unterstützt.

Informationen zu Fördermöglichkeiten, Projekten und Initiativen

Horizon 2020

Die EU-Kommission hat die Corona-Pandemie als “force majeure” (höhere Gewalt) eingestuft (Art. 51 der H2020-MAG). Dies bedeutet, dass die Begünstigten unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen müssen, um den durch höhere Gewalt verursachten Schaden zu begrenzen (z.B. versuchen, das Flugticket zu stornieren, die Rückerstattung von der Annullierungsversicherung (falls zutreffend) einzufordern).

Kosten sind zuschussfähig, wenn sie die in Artikel 6 H2020 MGA festgelegten allgemeinen Bedingungen für die Zuschussfähigkeit erfüllen, wie alle anderen Kosten, die im Rahmen der Aktion anfallen. Wenn z.B. eine Tagung oder Veranstaltung aufgrund höherer Gewalt nicht stattfinden kann, können Reise- und Unterbringungskosten dennoch der Aktion H2020 angerechnet werden, wenn sie die Kostenerstattungsbedingungen erfüllen, auch wenn der Begünstigte nicht gereist ist und nicht an der Tagung/Veranstaltung teilgenommen hat. Wenn höhere Gewalt zusätzliche Kosten für die Durchführung der Maßnahme nach sich zieht, können diese Kosten erstattungsfähig sein, wenn sie für die Durchführung der Maßnahme erforderlich sind (z.B. wenn eine abgesagte Konferenz zu einem späteren Zeitpunkt neu organisiert wird). Der maximale Zuschussbetrag kann jedoch nicht erhöht werden.

Weitere Informationen zu Horizon 2020

Die Europäische Kommission fordert Forschende, die im Rahmen des Horizon 2020-Programms zu Corona, SARS-CoV-2, COVID-19 oder verwandten Themen forschen, zu Open-Access-Verfahren auf.

Guidelines der EU-Kommission zu Open Access Publikationen

Gefährdungsbeurteilung und Alleinarbeit

Gefährdungsbeurteilung

Zusätzlich zu den gemäß ArbSchG verpflichtenden Gefährdungsbeurteilungen ist der Vordruck „Gefährdungsbeurteilung zur Fortführung des Forschungs- und Verwaltungsbetriebs“ während einer Pandemie bis zur offiziellen Erklärung der Beendigung auszufüllen. Dieser Vordruck wird durch die Stabsstelle Sicherheitsingenieur gemeinsam mit einer Betriebsanweisung zur Verfügung gestellt. Die Betriebsanweisung soll für Unterweisungen genutzt werden. Dabei ist es möglich, die Beschäftigten per Videokonferenz zu unterweisen oder die Betriebsanweisung per E-Mail an die Beschäftigten zu senden. In diesem Fall müssen sich Vorgesetzte per E-Mail bestätigen lassen, dass die Unterweisung zur Kenntnis genommen und verstanden wurde.

Zu den Vordrucken der Stabsstelle Sicherheitsingenieur

Alleinarbeit

Aufgrund der erforderlichen Einhaltung der Abstandsvorgaben kann es vermehrt zu Alleinarbeit in Räumen und Laboren kommen. „Alleinarbeit liegt vor, wenn eine Person allein, außerhalb von Ruf- und Sichtweite zu anderen Personen, Arbeiten ausführt.“ (DGUV). Vorgesetzte haben in der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, ob Beschäftigte Alleinarbeit ausüben dürfen und müssen in jedem Fall sicherstellen, dass im Ernstfall unverzüglich Erste Hilfe geleistet werden kann. 

Beispiele für Einschränkungen von Alleinarbeit

Büroarbeit 
  • Keine Einschränkungen
 
Haustechnik/Werkstätten 
  • Arbeiten mit Absturzgefahr
  • Arbeiten an unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen
  • Arbeiten an Gasanlagen
  • Arbeiten an stationären Holzbearbeitungsmaschinen (Kreissägen, Bandsägen, Abricht-Hobelmaschinen, Fräsmaschinen)
  • Arbeiten an stationären Metallbearbeitungsmaschinen  (Drehbänke, Fräsmaschinen)
 
Laboratorien
(mechanische, elektrische, chemische, biologische, thermische Gefahren oder Strahlungsenergie)
 
  • Arbeiten mit Gefahrstoffen ((§ 9 (7) GefStoffV und Pkt. 4.3.3 der DGUV Information „Sicheres Arbeiten in Laboratorien (213-850)) 
  • Arbeiten an unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen
  • Arbeiten mit künstlicher optischer Strahlung
  • Arbeiten mit ionisierender Strahlung
 

Es wird darauf hingewiesen, dass bereits vorhandene Personen-Notsignal-Geräte nicht aus den für sie vorgesehenen Bereichen entfernt und genutzt werden dürfen. Eine Ortung verletzter Personen ist im Fall einer Fremdnutzung nicht möglich!

Kontakte:

Weiterbildung

Stabsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung

Die Wissenschaftliche Weiterbildung stellt für dieses Semester ein digitales Sonderprogramm mit unterstützenden Webseminaren, Anleitungen und Best Practice Beispielen bereit. Das fortlaufend erweiterte digitale Unterstützungsangebot finden Sie hier. Außerdem werden geplante Präsenzangebote in digitale Formate umgewandelt. Auch Coaching und Beratung finden weiterhin – in digitalen Formaten – statt.

Weiterführende Informationen:

Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG): Änderung aufgrund der Corona-Pandemie

Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Einschränkungen im Wissenschaftsbetrieb ist das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) rückwirkend zum 01.03.2020 um eine zeitlich begrenzte Übergangsregelung durch § 7 Absatz 3 WissZeitVG ergänzt worden. Der aktuelle Wortlaut der Gesetzesänderung lautet wie folgt:

„(3) Die nach § 2 Absatz 1 Satz 1 und 2 insgesamt zulässige Befristungsdauer verlängert sich um sechs Monate, wenn ein Arbeitsverhältnis nach § 2 Absatz 1 zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 besteht.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die zulässige Befristungsdauer höchstens um weitere sechs Monate zu verlängern, soweit dies aufgrund fortbestehender Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in der Bundesrepublik Deutschland geboten erscheint; die Verlängerung ist auch auf Arbeitsverhältnisse zu erstrecken, die nach dem 30. September 2020 und vor Ablauf des in der Rechtsverordnung genannten Verlängerungszeitraums begründet werden.“

Der Gesetzgeber hat damit die Möglichkeit geschaffen, corona-bedingte Mehrbelastungen für Wissenschaftler*innen, die sich in der Qualifizierungsphase befinden, abzumildern.

Die neue gesetzliche Regelung bezieht sich auf das wissenschaftliche Personal, das in dem Zeitraum vom 01.03. bis zum 30.09.2020 mit einem Arbeitsvertrag nach § 2 Absatz 1 WissZeitVG zur eigenen Qualifizierung beschäftigt ist. Eine Beschäftigung über die üblichen 6-Jahresfristen hinaus kann für die Zeit der pandemiebedingten Einschränkung erfolgen. Die Ausweitung der Befristungshöchstgrenze ist zunächst auf max. 6 Monate begrenzt. Ein Anspruch auf Verlängerung des Beschäftigungsverhältnisses besteht nicht.

Eine Weiterbeschäftigung kann erfolgen, wenn die jeweilige Einrichtung eine Finanzierung sicherstellt und eine Weiterbeschäftigung auf dem üblichen Weg über den Geschäftsbereich Personal beantragt wird. Zusätzliche zentrale Mittel stehen nicht zur Verfügung.

Sollten die corona-bedingten Beeinträchtigungen länger andauern, kann das Bundesbildungsministerium den Zeitraum vom 01.03.2020 – 30.09.2020 um bis zu weitere 6 Monate verlängern. Die Befristungshöchstgrenzen würden sich dann entsprechend der oben genannten Bedingungen weiter erhöhen können.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an den/die für Sie zuständige*n Sachbearbeiter*in im Geschäftsbereich Personal.