Richtlinien und Handlungsempfehlungen für Universitätsmitglieder

Dienstreisen und Auslandsaufenthalte

Wo ist das Risiko erhöht?

Das höchste Risiko besteht laut Angaben des  Robert Koch-Instituts (RKI) in den Risikogebieten. Das sind (Stand 3. April):

Ägypten: ganzes Land
Frankreich: ganzes Land
Iran: ganzes Land
Italien: ganzes Land
Niederlande: ganzes Land
Österreich: ganzes Land
Schweiz: ganzes Land
Spanien: ganzes Land
Südkorea: Daegue und die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
USA: ganzes Land
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland: ganzes Land

Seit dem 31.03.2020 weist das RKI keine besonders betroffenen Gebiete in Deutschland mehr aus, da COVID-19 inzwischen deutschlandweit verbreitet ist. In vielen Landkreisen gibt es Ausbrüche mit zum Teil großen Fallzahlen. Daten zu COVID-19-Fällen in den Landkreisen finden sich auf dem  Dashboard sowie in den täglichen  Lageberichten.

 

Anweisung zu Einschränkungen für Reiserückkehrer*innen

Erweiterte Anweisung zu Einschränkungen für Reiserückkehrer*innen

Mit Erlass vom 24.03.2020 hat die Staatskanzlei angeordnet, dass nunmehr alle Reiserückkehrer aus der Landesverwaltung zunächst eine 14tägige Quarantäne in selbstauferlegter, häuslicher Isolation zu gewährleisten haben und nicht die Dienststellen aufsuchen bzw. in persönlichen Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen der Landesverwaltung treten. Es findet dementsprechend keine Differenzierung mehr statt, ob das Reiseland eine Einstufung als Risikogebiet oder besonders betroffenes Gebiet erhalten hat oder nicht.

Die Dauer dieser Maßnahme ist zunächst befristet bis zum 19. April 2020.

Während der 14-tägigen Quarantäne sind selbstverständlich die Möglichkeiten des Homeoffice zu nutzen.

Die Regelungen zum Homeoffice finden Sie unter:  Was bedeutet „Homeoffice“ und was gilt, wenn ich meine Arbeitsleistung gar nicht oder nur eingeschränkt im Homeoffice erbringen kann?

Für Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten gilt darüber hinaus folgendes:

Gemäß Verfügung des Gesundheitsministeriums des Landes Schleswig-Holstein und der Allgemeinverfügung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Kiel vom 14. 03. 2020 :

Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet entsprechend der jeweils aktuellen  Festlegung durch das Robert Koch-Institut (RKI) aufgehalten haben, dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus dem Risikogebiet oder des besonders betroffenen Gebiets folgende Einrichtungen nicht betreten:

  • a) Einrichtungen nach § 33 Nr. 1 bis 4 IfSG (Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte, erlaubnispflichtige Kindertagespflegestellen, Schulen und Heime, in denen überwiegende minderjährige Personen betreut werden) sowie betriebserlaubte Einrichtungen nach § 45 SGB VIII (stationäre Erziehungshilfe),
  • b) Einrichtungen nach § 23 Absatz 3 Nr. 1 und Nr. 3 bis 5 IfSG (Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken); ausgenommen von dem Betretungsverbot sind behandlungsbedürftige Personen,
  • c) stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe nach dem Selbstbestimmungsstärkungsgesetz (SbStG), ausgenommen von dem Betretungsverbot sind betreuungsbedürftige Personen,
  • d) Berufsschulen,
  • e) alle staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen des Landes nach § 1 Hochschulgesetz sowie
  • f) alle sonstigen öffentlichen Einrichtungen.

Jenseits dieser Verfügung gelten darüber hinaus folgende grundsätzliche Empfehlungen: Reiserückkehrer*innen aus Risikogebieten (laut RKI) und besonders betroffenen Gebieten (laut RKI) sollten wenn möglich zu Hause bleiben und sich bei Anzeichen von Erkältungssymptomen telefonisch unter 116117 beraten lassen, ob eine diagnostische Abklärung sinnvoll ist.

Es gibt Unternehmen, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heimarbeit tätig sein können. Dies kann derzeit ein sinnvolles Instrument für Reiserückkehrer*innen sein, um das Risiko einer mögliche Krankheits-Übertragung zu verringern.

Grundsätzlich sollte auf Besuche von Angehörigen in Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen derzeit möglichst verzichtet werden, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Diese Einschränkung trägt auch dazu bei, dass die begrenzten Ressourcen der Schutzkleidung dort zum Einsatz kommen, wo sie vorrangig gebraucht werden, nämlich in der medizinischen Versorgung.

 

Kann die Arbeitgeberin Auskunft verlangen und Beschäftigte vorsorglich nach Hause schicken?

Ja. Die Arbeitgeberin darf fragen, ob sich ein erkrankter Mitarbeiter/eine erkrankte Mitarbeiterin in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Kehren Mitarbeiter*innen aus einem Risikogebiet zurück, kann die Arbeitgeberin sicherheitshalber anordnen, dass die Mitarbeiter*innen für einige Tage zuhause bleiben, um eine etwaige Ansteckung auszuschließen. Die Vergütung ist in dieser Zeit weiterzuzahlen.

 

Wann kann eine Reise kostenfrei storniert werden?

Zwar wird von Reiseanbietern häufig eine kostenfreie Stornierung angeboten, wenn eine Reisewarnung besteht, aber rechtlich kommt es auf diese nicht an. Kundinnen und Kunden können eine Reise kostenfrei stornieren, wenn am Urlaubsort oder in dessen unmittelbarer Nähe „unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände“ auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Zielort erheblich beeinträchtigen. Die Rechtsprechung geht in der Regel davon aus, dass diese Voraussetzungen vorliegen, wenn eine Reisewarnung besteht.

Aber auch ohne Reisewarnung können diese Voraussetzungen gegeben und somit eine kostenfreie Stornierung möglich sein. Letztendlich ausschlaggebend ist nicht die Reisewarnung des Auswärtigen Amts, sondern die juristische Frage, ob außergewöhnliche, unvermeidbare Umstände vorliegen. Wer eine Reise nicht antreten möchte, sollte dasReisebüro bzw. den Reiseveranstalter kontaktieren. Neben Alternativen wie Umbuchungen lässt sich so auch die Möglichkeit einer kostenfreien Stornierung auf Kulanzbasis besprechen. Insgesamt festzuhalten ist, dass die Frage, ob eine Reise kostenfrei storniert werden kann oder nicht, eine komplexe reiserechtliche Frage ist, die von hiesiger Seite nicht beantwortet werden kann.

 

Welche Regeln gelten für Auslandsaufenthalte von Studierenden?

ERASMUS-Aktivitäten
Sollten sich Studierende, Lehrende oder andere Mitarbeiter*innen in betroffenen Regionen mit Unterstützung des Erasmus+- Programms befinden (alle Förderlinien), sind im Falle von Änderungen der Reisepläne betroffener Personen anfallende und bereits angefallene Kosten als „force majeure“ voll erstattungsfähig. Als betroffene Regionen gelten Gebiete, die von der jeweiligen nationalen Behörde als solche deklariert werden, in Deutschland also die  Liste des RKI bzw. des  Auswärtigen Amtes.

Für die Einschätzung der Lage sowie die Planung weiterer Schritte sind alle Reisehinweise auf den Seiten des  Auswärtigen Amtes zum Coronavirus, sowohl die Reisewarnungen als auch die verschärften Einreisebestimmungen für Reisende aus Deutschland in zahlreiche Zielländer, zu beachten und ausführlich zu dokumentieren. Immer mehr Länder verhängen Einreise- und Quarantänebestimmungen, teilweise sogar schon Einreisesperren für Reisende aus Deutschland. Weiterhin wird deutschen Staatsbürgern dringend empfohlen, sich im elektronischen Erfassungssystem des Auswärtigen Amtes von Deutschen im Ausland  „Elefand“ zu registrieren.

Andere Auslandsaufenthalte
Von Aufenthalten in Risikoregionen wird dringend abgeraten. Zum Teil sind die Partneruniversitäten derzeit ohnehin geschlossen. Bzgl. geplanter Aufenthalte, die z.B. im Herbst beginnen, sollte die weitere Entwicklung beobachtet werden. Flugbuchungen etc. sollten noch nicht vorgenommen werden. Für alle weiteren Fragen stehen die Kolleg*innen des  International Center zur Verfügung.

 

Weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes

Informationen des Auswärtigen Amtes für im Ausland befindliche Deutsche

Sollten Sie sich als Studierender oder Beschäftigter im Ausland befinden, so beachten Sie bitte die  Hinweise des Auswärtigen Amtes zur weltweiten Reisewarnung.

Durch das Auswärtige Amt wurde eine  Rückholaktion für Deutsche im Ausland  gestartet. Sofern Sie einen Ausreisewunsch haben, wenden Sie sich bitte direkt an die Deutschen Botschaft im jeweiligen Land.

Um die Arbeit der Deutschen Botschaft zu unterstützen und um wichtige Informationen direkt von der Deutschen Botschaft im jeweiligen Land bzw. dem Auswärtige Amt (z.B. per SMS oder E-Mail) zu erhalten, tragen Sie sich bitte umgehend in das ELEFAND System  ein.

Die Kontaktdaten der Deutschen Botschaften und weitere Informationen für den und beim Aufenthalt im Ausland, z.B. Sicherheits- und Länderinfos, können über die App „Sicher reisen“  abgerufen werden.

 

DAAD informiert über Förderprogramme | Infos für Stipendiat*innen & Bewerber*innen

Der DAAD (Deutsche Akademische Austauschdienst) hat auf seinen Seiten wichtige Informationen zu Programmen und für einzelne Zielgruppen zur Verfügung gestellt und aktualisiert diese laufend.  Bitte informieren Sie sich.

Zum Programm  ERASMUS+ (alle Förderlinien) gibt es darüber hinaus  detaillierte Infomationen.

 

Kann meine Arbeitgeberin private Reisen in ein Risikogebiet verbieten?

Nein, dies wäre unzulässig. Allerdings besteht ein Fragerecht, ob eine Reise in ein  Risikogebiet erfolgt (ist). Bitte beachten Sie die aktuellen Reisebeschränkungen der Landes- und Bundesbehörden.

 

Meine Aufenthaltsgenehmigung/mein Visum läuft ab. Was soll ich tun?

Ich habe gehört, dass die Zuwanderungsabteilung mindestens bis zum 19. April 2020 für den Kundenverkehr gesperrt ist. Meine Aufenthaltsgenehmigung/mein Visum läuft vor diesem Datum ab. Wie kann ich eine Verlängerung meiner Aufenthaltserlaubnis/meines Visums erhalten?

Gemäß dem Erlass Nr. 1 des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume und Integration vom 18. März 2020 behalten alle Aufenthaltsgenehmigungen und Statusbescheinigungen (wie z.B. Visa) ihre Gültigkeit, bis ein neuer Termin bei der Einwanderungsbehörde stattfinden kann.

Wenn meine Aufenthaltserlaubnis/mein Visum abläuft, bevor ich einen Termin bei der Ausländerbehörde bekomme, kann ich dann legal in Deutschland bleiben und auch weiter arbeiten?

Gemäß dem Erlass Nr. 1 des Ministeriums für Inneres, ländlichen Raum und Integration vom 18. März 2020 behalten alle Aufenthaltserlaubnisse und Statusbescheinigungen (z.B. Visa) ihre Gültigkeit, bis ein neuer Termin bei der Ausländerbehörde stattfinden kann. Für internationale Studierende bedeutet dies außerdem, dass sie weiterhin 120 Tage pro Jahr arbeiten dürfen. Internationale Wissenschaftler*innen behalten ihre Arbeitserlaubnis.

Ich kann die Ausländerbehörde in Kiel nicht erreichen. Ist sie geschlossen?

Der Kundenverkehr bei der Ausländerbehörde ist auf absehbare Zeit eingestellt worden. In dringenden Fällen können Sie sich unter  zuwanderungsabteilung@kiel.de  an die Ausländerbehörde wenden oder Ihren Ausländerbeauftragten anrufen (die Nummer finden Sie in allen Mitteilungen und Briefen, die Sie von der Zuwanderungsabteiung erhlaten haben).

Ich habe/hatte einen Termin für die Verlängerung des Visums bzw. der Aufenthaltsgenehmigung bei der Einwanderungsbehörde zwischen dem 18. März und dem 19. April. Wird der Termin stattfinden?

Nein. Alle zwischen dem 18. März und dem 19. April 2020 geplanten Termine finden nicht statt. Nach Wiederaufnahme des normalen Betriebs wird die Einwanderungsbehörde neue Termine vereinbaren, aber nicht alle Kundenwünsche sofort erfüllen können. Die Gültigkeit von Aufenthaltsgenehmigungen/Visa wird jedoch verlängert, bis ein Termin stattfinden kann.

Wie kann ich einen Termin bei der Einwanderungsbehörde für eine Visum-/Aufenthaltsgenehmigungsverlängerung vereinbaren?

Derzeit werden keine neuen Termine vergeben. Nach Wiederaufnahme des normalen Betriebs wird die Einwanderungsbehörde neue Termine vereinbaren, aber nicht alle Kundenwünsche sofort erfüllen können. Die Gültigkeit von Aufenthaltsgenehmigungen/Visa wird jedoch verlängert, bis ein Termin stattfinden kann.

Lehr- und Prüfungsbetrieb

Erreichbarkeit der Beratungsstellen der CAU

Alle Beratungseinrichtungen der CAU werden ab sofort bis zunächst 19. April 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Beratung soll bis auf weiteres telefonisch und per E-Mail erfolgen. Die Leitungen der betreffenden Einrichtungen stellen eine gute telefonische Erreichbarkeit sicher.

Beratungs- und Servicestellen der CAU 

 

Wen muss ich informieren, falls ich an einer Prüfung aufgrund von Krankheit oder Quarantäne nicht teilnehmen kann?

In Bezug auf Rücktritt gilt, dass angeordnete Quarantänemaßnahmen einer Prüfungsunfähigkeit gleichstehen.

Bitte informieren Sie Ihr Prüfungsamt telefonisch oder schriftlich und reichen Sie per stu-Mail einen  Rücktrittsantrag ein und besprechen mit Ihrem Prüfungsamt das weitere Vorgehen. Ein Nachweis ist bis auf Weiteres nicht erforderlich. Ein begründeter Verdachtsfall gilt also als Krankheit im Sinne von § 23 Prüfungsverfahrensordnung für Bachelor- und Masterstudiengänge (bei Staatsexamensstudiengängen gelten die  Regelungen der jeweiligen Studienordnungen).

Informationen der Fakultäten zu einzelnen Prüfungen

 

Müssen bereits angemeldete Prüfungen abgemeldet werden?

Die bereits vorgenommenen Prüfungsanmeldungen bleiben bestehen. Für Studierende, die sich bereits abgemeldet haben, wird es eine neue, gesonderte Anmeldephase geben, die zu gegebener Zeit kommuniziert wird.

 

Welche Regeln gelten für den kommenden Prüfungszeitraum?

Prüfungen werden bis auf Weiteres verschoben. Ausgenommen von der Regelung sind Prüfungen ohne Präsenz und Einzelprüfungen. Die Fakultäten legen fest, ob und wie Einzelprüfungen stattfinden. Weitere Konkretisierungen auf Grundlage des Beschlusses von Präsidium und Dekanen vom 13.03.2020 erfolgen gesondert.

Grundlage für die Einschränkung des Universitätsbetriebes ist ein  Erlass vom 12. März des Gesundheitsministeriums zur Eindämmung der dynamischen Entwicklung der COVID-19-Infektionen. Für den bevorstehenden Prüfungszeitraum gilt, dass lediglich Prüfungen ohne Präsenz (z.B. Hausarbeiten, Abschlussarbeiten etc.) und Einzelprüfungen (z.B. mündliche Prüfungen) stattfinden können.

Bitte informieren Sie sich auf den Internetseiten der Fakultäten nach den jeweiligen Regelungen zu Einzelprüfungen, Hausarbeiten u.ä.

Alle anderen Prüfungen werden bis auf Weiteres verschoben. Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch keine Aussage darüber getroffen werden, wann der reguläre Prüfungsbetrieb wieder aufgenommen werden kann bzw. wann ausgefallene Prüfungen nachgeholt werden können. Wir werden uns bemühen, die hierdurch entstehenden Nachteile möglichst zu minimieren. Einzelne Prüfungen werden möglicherweise durch alternative, gleichwertige Prüfungsformen ersetzt. Sie werden darüber von den zuständigen Stellen informiert.

Für Staatsexamensstudiengänge können abweichende Regelungen gelten.

 

Welche Abgabefristen gelten für meine Hausarbeiten?

Hausarbeiten und ähnliche Arbeiten, die von jedem beliebigen Ort erstellt werden können, gehören zu den Prüfungsleistungen, die in der Regel nicht verschoben wurden. Aufgrund der Schließung von (Fach-)Bibliotheken ist das Bearbeiten dieser Prüfungsleistungen häufig jedoch nur eingeschränkt möglich. Fristverlängerungen können gewährt werden. Bitte informieren Sie sich auf den Internetseiten der Fakultäten über die jeweiligen fakultätsspezifischen Regelungen.

 

Welche Prüfungen sind von der Verschiebung nicht betroffen?

Prüfungen, die keine Präsenz erfordern, sowie Prüfungen, bei denen nur ein*e Studierende*r geprüft wird, müssen grundsätzlich nicht verschoben werden. Bitte informieren Sie sich auf den  Internetseiten der Fakultäten nach den jeweiligen Regelungen.

 

Finden Prüfungen der Staatsexamensstudiengänge statt?

Da die Prüfungen der Staatsexamensstudiengänge nicht vorrangig von der Universität organisiert werden, erkundigen Sie sich bitte in der für den jeweiligen Studiengang zuständigen Fakultät, z.B. in dem für Sie zuständigen Prüfungsamt nach den Regelungen.

 

Verändern sich die Abgabefristen bei Hausarbeiten, Essays, Abschlussarbeiten u.ä. schriftlichen Arbeiten?

Bitte informieren Sie sich bei den Fakultäten nach den jeweiligen Regelungen und haben Sie Verständnis dafür, dass derzeit noch nicht absehbar ist, wann die Bibliotheken tatsächlich wieder öffnen werden.

 

Wie kann die Abgabe von Abschlussarbeiten vorgenommen werden, wenn die Prüfungsämter zum Teil nur eingeschränkt besetzt sind?

Die Hauptpforte ist ständig besetzt, sodass hier Abschlussarbeiten etc. fristwahrend abgegeben werden können.

Zur Fristwahrung können Abschlussarbeiten als PDF-Datei auch per stu-Mail beim zuständigen Prüfungsamt eingereicht werden, solange ein Drucken und Binden aufgrund der Schließung von Copyshops nicht möglich ist. Die gedruckte und gebundene Fassung in der vorgeschriebenen Form und Anzahl ist nachzureichen, sobald dies wieder umsetzbar ist. Die fristwahrend eingereichte digitale Datei muss identisch mit der nachgereichten gedruckten und gebundenen Fassung sein. 

 

Wie wird mit Präsenzlehrveranstaltungen des Sommersemesters 2020 umgegangen?

Laut  Erlass des Landes Schleswig-Holstein sind bis zum 19. April 2020 alle Präsenzlehrveranstaltungen zu untersagen.

Bei geeigneten Lehrveranstaltungsformen werden nach Möglichkeit digitale Lehr-/Lernformate, begleitetes Selbststudium o.ä. zum Einsatz kommen, um den Ausfall des Präsenzbetriebs soweit möglich zu kompensieren.

 

Welche Regelungen gelten für abgebrochene Praktika?

Bitte informieren Sie sich bei der jeweils zuständigen Fakultät, unter welchen Voraussetzungen abgebrochene Praktika anerkannt werden können.

 

Welche Regelungen gibt es für die vorläufige Mastereinschreibung?

Regelungen für die vorläufige Mastereinschreibung sind aktuell in Arbeit. Eine Verlängerung der Frist für den Nachweis der bestandenen Bachelorprüfung wird diskutiert. Wir informieren Sie an dieser Stelle, sobald eine Regelung beschlossen wurde.

Publikumsveranstaltungen

Wer sagt wann Veranstaltungen wegen Ansteckungsgefahr ab?

Wer sagt wann Veranstaltungen, Konferenzen, Tagungen oder Kongresse an der Hochschule wegen Ansteckungsgefahr ab?

Soweit eine Einrichtung bereits geschlossen wurde, ist auch die Durchführung einer Tagung et cetera dort unzulässig. Unabhängig davon ist eine Tagung abzusagen, wenn konkrete Umstände vorliegen, die eine Ansteckungsgefahr begründen. Soweit keine konkrete Ansteckungsgefahr besteht, liegt die Entscheidung, ob eine Veranstaltung abgesagt werden soll, bei dem (internen) Veranstalter.

 

Schließungen

Wer hat das Recht, die Universität bei einer Ausbreitung in der Region zu schließen?

Die Zuständigkeit liegt bei den für den Vollzug des Infektionsschutzgesetzes zuständigen Landesbehörden. Rechtsgrundlagen für intervenierende Maßnahmen sind insbesondere §§ 16, 28 ff. des Infektionsschutzgesetzes. Hierbei ist der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz zu beachten. Zusätzlich können die Länder durch Rechtsverordnung weitere Ge- und Verbote zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten erlassen (§32 des Infektionsschutzgesetzes).

Unabhängig davon ist der Präsident der Hochschule als Inhaber des Hausrechts für die Sicherheit in der Hochschule verantwortlich. Dazu gehört auch der Schutz der Gesundheit. Eine Schließung der Hochschule ist bei konkreter Gefährdungslage auch auf dieser Grundlage möglich.

 

Dürfen Forschende trotz einer Schließung der Einrichtung weiterforschen?

Soweit eine wissenschaftliche Einrichtung auf der  Grundlage des Infektionsschutzgesetzes  durch Anordnung der zuständigen Behörden oder durch den Präsidenten der Hochschule in Ausübung seines Hausrechts (siehe zum Beispiel Artikel 21 Absatz 12 des Bayerischen Hochschulgesetzes) geschlossen worden ist, besteht für die Angehörigen der Hochschule (auch für das wissenschaftliche Personal) ein Betretungsverbot. Dieses folgt unmittelbar aus der infektionsschutzrechtlichen Maßnahme beziehungsweise aus der hausrechtlichen Anordnung und bedarf keiner weiteren konkretisierenden Weisung. 

 

Geschlossene zentrale Einrichtungen

Bibliotheken

Alle Bibliotheken der CAU werden ab sofort bis zunächst zum 19. April 2020 für jeglichen Publikumsverkehr geschlossen.

Museen

Alle Museen der CAU werden ab sofort bis zunächst zum 19. April 2020 für jeglichen Publikumsverkehr geschlossen.

Sportzentrum/Hochschulsport

Alle Sportstätten samt Außenbereichen sind ab sofort zunächst bis zum 19. April 2020 geschlossen. Im Sportzentrum finden keine Kurse und Sportveranstaltungen statt.

Zentrale Mikroskopie

Die Zentrale Mikroskopie im Biologiezentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist bis auf Weiteres geschlossen.

 

Informationspflichten, Dienstbefreiung, Homeoffice

Darf die Arbeitgeberin bei einem Verdacht auf eine Corona-Infektion eine ärztliche Untersuchung des/der Mitarbeiters/in verlangen?

Nein. Einer Anordnung, sich ärztlich untersuchen oder gar impfen zu lassen, müssen Arbeitnehmer*innen nicht nachkommen. Körperliche Eingriffe sind unzulässig. Arbeitgeber*innen können aber nach  § 106 GewO vorbeugende Gesundheitsmaßnahmen (z.B. regelmäßiges Händewaschen, Verzicht auf Händeschütteln, etc.) anordnen, soweit sie billigem Ermessen entsprechen.

 

Ich gehöre zu einer Risikogruppe – was gilt für mich?

Gehören Sie einer der Risikogruppen an, sind Sie in jedem Fall durch Ihren Vorgesetzten in das Homeoffice zu entsenden.  Zu den Risikogruppen gehören insbesondere  Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:

  • des Herzens (z.B. koronare Herzerkrankung),
  • der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis),
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung.
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

Dazu wird auf die Hinweise des Robert-Koch-Instituts verwiesen.

Aufgrund der Risikoeinschätzung vorbelastete Mitarbeiter*innen sind solche, die im RKI-Katalog aufgeführt sind. Dabei ist nicht alleine auf das Alter abzustellen, sondern insbesondere auf den Gesundheitszustand (Vorliegen von Vorerkrankungenoder weitere besondere Risikoeinschätzungen).

Betroffene Beschäftigte zeigen ihre Zugehörigkeit zu einer der in den Hinweisen genannten Risikogruppen gegenüber der /dem Vorgesetzten an. Die Vorlage eines Attestes ist in diesem Fall nicht erforderlich.

Sofern Ihr Arbeitsplatz nicht und auch nicht teilweise im Homeoffice ausführbar ist, sind Sie grundsätzlich nach Absprache mit der Führungskraft unter Fortzahlung der Vergütung /Besoldung freigestellt. Bei Beamten wird das Fernbleiben vom Dienst entsprechend § 67 Satz 1 LBG genehmigt. Bei Tarifbeschäftigten wird ausdrücklich auf die Entgegennahme der angebotenen Arbeitsleistung verzichtet (Annahmeverzug). Gleiches gilt auch für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte.

Es entfällt bei einer Freistellung allerdings nicht die Verpflichtung der telefonischen Erreichbarkeit und des jederzeitigen Abrufs für die Ausführung wichtiger Arbeiten in der Universität. Zudem müssen auch Sie sich stetig über die aktuellen Entwicklungen der Universität informieren.

Über E-Mail sowie über die Internetseite werden Sie ggf. auch informiert, wenn der normale Arbeitsbetrieb wiederaufgenommen wird und Sie wieder im Büro anwesend sein müssen.

 

Was ist zu tun, wenn eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter ein "Verdachtsfall" ist?

Im Verdachtsfall schicken Sie Betroffene nach Hause und bitten sie, den eigenen Hausarzt/die eigene Hausärztin zu informieren oder bei der Ärzte-Hotline 116 117 (rund um die Uhr) anzurufen. Bitte schicken Sie Betroffene bei einem Verdacht nicht direkt zum Arzt/zur Ärztin oder in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Betroffene sollen sich zunächst telefonisch beim Hausarzt/bei der Hausärztin oder unter 116 117 melden und beraten lassen!

Sie helfen den Behörden sehr, wenn Sie so gut wie möglich anhand von Dienstplänen oder Terminkalendern rekonstruieren können, mit welchen Personen unter Verdacht stehende Betroffene Kontakt hatten. Sollte ein Verdachtsfall bzw. ein bestätigter positiver Befund vorliegen, ordnet das zuständige Gesundheitsamt alle weiteren Maßnahmen an. Nach § 56 Infektionsschutzgesetz besteht bei angeordneter (häuslicher) Isolation Anspruch auf Entschädigung für den Arbeitsausfall. Kontakt hierfür ist das Landesamt für Soziale Dienste (LAsD). Auskunft geben die Mitarbeiter zu den regulären Dienstzeiten telefonisch unter: 04621-8060 oder per E-Mail unter:  post.sl@lasd.landsh.de

 

Müssen Mitarbeiter*innen bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus die Arbeitgeberin informieren?

Arbeitnehmer*innen sind in diesem Fall grundsätzlich dazu verpflichtet, sich umgehend bei der Arbeitgeberin krankzumelden. Die Art der Erkrankung müssen sie hingegen nicht mitteilen. Da es sich bei dem Coronavirus jedoch um eine hochansteckende und gefährliche Krankheit handelt, bittet die Hochschulleitung in Abstimmung mit den Personalvertretungen, dass Betroffene, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ausnahmsweise die Art ihrer Erkrankung mitteilen. Nur so können entsprechende Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus ergriffen werden.

Vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantänen sind der Arbeitgeberin (den Vorgesetzt*innen und dem Geschäftsbereich Personal) anzuzeigen, so dass einer Weiterverbreitung des Virus in der Einrichtung mit geeigneten Maßnahmen begegnet werden kann.

 

Wohin sende ich meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung senden Sie per Mail als Scan an die Mailadresse:  krankmeldung@uv.uni-kiel.de

Da die Emails automatisiert verteilt werden, nutzen Sie bitte in der Betreffzeile ausschließlich die nachfolgenden Auswahlmöglichkeiten:

  • Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
  • Rechtswissenschaftliche Fakultät
  • Philosophische Fakultät
  • Technische Fakultät
  • Theologische Fakultät
  • Wirtschafts. und Sozialwissenschaftliche Fakultät
  • Medizinische Fakultät
  • Dekanat
  • Zentrale Verwaltung
  • Universitätsbibliothek
  • Rechenzentrum
  • Sonstige Einrichtung

oder auf dem Postweg an: 

Geschäftsbereich Personal
R123/Backoffice
Christian-Albrechts-Platz 4
24118 Kiel

 

Besteht aufgrund der aktuellen Lage eine Anwesenheitspflicht für Mitarbeiter*innen in den Räumlichkeiten der CAU Kiel?

Um die Kontakthäufigkeit zu reduzieren, werden alle Mitarbeiter*innen der CAU, die nicht zur Aufrechterhaltung grundlegender Funktionen der Universität erforderlich sind, ins Homeoffice entsandt. Hierbei handelt es sich um eine Sondermaßnahme, die der aktuellen Situation geschuldet ist.  Die Festlegung, welche Funktionen und Tätigkeiten dies betrifft, treffen in den Fakultäten die Dekane, in den übrigen Bereichen entscheiden die Leitungen der Einrichtungen hierüber.

Sofern Ihr Arbeitsplatz nicht und auch nicht teilweise im Homeoffice ausführbar ist, sind Sie grundsätzlich nach Absprache mit der Führungskraft unter Fortzahlung der Vergütung /Besoldung freigestellt. Bei Beamten wird das Fernbleiben vom Dienst entsprechend § 67 Satz 1 LBG genehmigt. Bei Tarifbeschäftigten wird ausdrücklich auf die Entgegennahme der angebotenen Arbeitsleistung verzichtet (Annahmeverzug). Gleiches gilt auch für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte.

Es entfällt bei einer Freistellung allerdings nicht die Verpflichtung der telefonischen Erreichbarkeit und des jederzeitigen Abrufs für die Ausführung wichtiger Arbeiten in der Universität. Zudem müssen auch Sie sich stetig über die aktuellen Entwicklungen der Universität informieren.

Über E-Mail sowie über die Internetseite der CAU werden Sie ggf. auch informiert, wenn der normale Arbeitsbetrieb wiederaufgenommen wird und Sie wieder im Büro anwesend sein müssen.

Die Vorgesetzten dokumentieren die Freistellungen und informieren den Geschäftsbereich Personal in Form einer Liste. Sind Mitarbeiter*innen weiter vor Ort tätig, müssen die Hygiene- und Abstandsvorgaben in Büros und Laboren eingehalten werden.

Informationen des Rechenzentrums zum Homeoffice

 

 

Alleinarbeit und Gefährdungsbeurteilung

„Alleinarbeit liegt vor, wenn eine Person allein, außerhalb von Ruf- und Sichtweite zu anderen Personen, Arbeiten ausführt.“ (DGUV). Vorgesetzte haben in der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, ob Beschäftigte Alleinarbeit ausüben dürfen und müssen in jedem Fall sicherstellen, dass im Ernstfall unverzüglich Erste Hilfe geleistet werden kann. 

Informationen und eine Checkliste, ob Alleinarbeit möglich ist, finden Sie auf den Seiten der Stabsstelle Sicherheitsingenieur

 

Beispiele für Einschränkungen von Alleinarbeit

BüroarbeitKeine Einschränkungen
Haustechnik/Werkstätten 
  • Arbeiten mit Absturzgefahr
  • Arbeiten an unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen
  • Arbeiten an Gasanlagen
  • Arbeiten an stationären Holzbearbeitungsmaschinen (Kreissägen, Bandsägen, Abricht-Hobelmaschinen, Fräsmaschinen)
  • Arbeiten an stationären Metallbearbeitungsmaschinen  (Drehbänke, Fräsmaschinen)
 
Laboratorien
(mechanische, elektrische, chemische, biologische, thermische Gefahren oder Strahlungsenergie)
 
  • Arbeiten mit Gefahrstoffen ((§ 9 (7) GefStoffV und Pkt. 4.3.3 der DGUV Information „Sicheres Arbeiten in Laboratorien (213-850)) 
  • Arbeiten an unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen
  • Arbeiten mit künstlicher optischer Strahlung
  • Arbeiten mit ionisierender Strahlung
 

Es wird darauf hingewiesen, dass bereits vorhandene Personen-Notsignal-Geräte nicht aus den für sie vorgesehenen Bereichen entfernt und genutzt werden dürfen. Eine Ortung verletzter Personen ist im Fall einer Fremdnutzung nicht möglich!

 

Was bedeutet „Homeoffice“ und was gilt, wenn ich meine Arbeitsleistung gar nicht oder nur eingeschränkt im Homeoffice erbringen kann?

Arbeitsrechtlich bedeutet „Homeoffice“, dass Ihr Arbeitsort nach Hause verlagert wird. Sie sind damit weiterhin zur Arbeit verpflichtet, sofern diese von Ihnen eingefordert wird. Es wird daher grundsätzlich erwartet, dass Sie telefonisch erreichbar sind. Zudem sind Sie – sofern Sie technisch dazu in der Lage sind  – verpflichtet, Ihre Emails abzurufen und diese ggf. zu bearbeiten. Sollten Sie die erforderliche IT-Ausstattung besitzen, um Ihre Arbeit – ggf. auch nur teilweise- im Homeoffice erledigen zu können, dann sind Sie hierzu verpflichtet.

Sofern Ihr Arbeitsplatz nicht und auch nicht teilweise im Homeoffice ausführbar ist, sind Sie grundsätzlich nach Absprache mit der Führungskraft unter Fortzahlung der Vergütung /Besoldung freigestellt. Bei Beamten wird das Fernbleiben vom Dienst entsprechend § 67 Satz 1 LBG genehmigt. Bei Tarifbeschäftigten wird ausdrücklich auf die Entgegennahme der angebotenen Arbeitsleistung verzichtet (Annahmeverzug). Gleiches gilt auch für studentische und wissenschaftlich Hilfskräfte.

Es entfällt bei einer Freistellung allerdings nicht die Verpflichtung der telefonischen Erreichbarkeit und des jederzeitigen Abrufs für die Ausführung wichtiger Arbeiten in der Universität. Zudem müssen auch Sie sich stetig über die aktuellen Entwicklungen der Universität informieren.

Über E-Mail sowie über die Internetseite werden Sie ggf. auch informiert, wenn der normale Arbeitsbetrieb wiederaufgenommen wird und Sie wieder im Büro anwesend sein müssen.

INFORMATIONEN DES RECHENZENTRUMS ZUM HOMEOFFICE

 

Was gilt, wenn Schulen oder Kitas schließen?

Hier gelten die allgemeinen Regeln: Wenn das Kind krank ist, wird es zu Hause betreut. Arbeitnehmer*innen haben dafür je nach Arbeitsvertrag eine bestimmte Anzahl an Tagen, die sie darauf verwenden können. Gesetzlich vorgeschrieben sind zehn Tage pro Kind und Elternteil, bei Alleinerziehenden 20 Tage. Einen Lohnausfall muss dabei niemand in diesem Zeitrahmen befürchten. Für Beamte und Beamtinnen greifen die Regelungen des  § 13 Sonderurlaubsverordnung des Landes Schleswig-Holstein.

Beamtinnen und Beamte, die zur Betreuung ihrer Kinder (bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres) zu Hause bleiben müssen, weil die Kinder wegen einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus Betreuungseinrichtungen oder Schulen nicht mehr besuchen sollen oder die Einrichtung aufgrund von Maßnahmen im Rahmen der Eindämmung des Coronavirus geschlossen ist, erhalten Sonderurlaub nach § 20 Sonderurlaubsverordnung.

Eine Bezugnahme auf den § 13 Abs. 2 Sonderurlaubsverordnung entfällt durch Erlass der Staatskanzlei vom 24.03.2020. Der zunächst auf 10 Tage (20 Tage bei Alleinerziehenden) pro Kind begrenzte Sonderurlaub für deren Betreuung wird dahingehend erweitert, dass diese Regelung nicht mehr auf 10 Tage bzw. 20 Tage begrenzt wird, sondern bis zum 17.04.2020 verlängert wird. Die Betreuungspflicht für schulpflichtige Kinder innerhalb der Ferienzeit vom 30.03. bis 17.04.2020 liegt allerdings bei den Eltern, so dass dieser Personenkreis die neugeregelte Ausweitung des Sonderurlaubszeitraumes nicht in Anspruch nehmen kann. Zielgruppe sind hier vielmehr Eltern, die ihre Kinder im Kindergarten oder einer Krippe untergebracht hätten, dies aber aufgrund der Schließungen nicht mehr können. Die Kindergartenschließzeiten weichen von den Schulferien ab und sind insgesamt deutlich kürzer. Daher stehen diese Eltern in besonderem Maße vor einem Unterbringungsproblem, welchem mit dieser Regelung begegnet werden soll. Soweit neben der Kinderbetreuung mobiles Arbeiten möglich ist, ist dieses wahrzunehmen.

Für Tarifbeschäftigte findet diese Regelung wie folgt Anwendung: Eine Bewilligung von Arbeitsbefreiung erfolgt für zunächst drei Arbeitstage nach § 29 Abs. 3 TV-L. Die Arbeitsbefreiung kann bei weiterem Vorliegen der Voraussetzungen jeweils für weitere drei Tage zunächst längstens bis zum 17.04.2020 verlängert werden.

Bei dieser Regelung handelt es sich um eine Auffanglösung, wenn die Dienstleistung tatsächlich nicht möglich ist. Die Möglichkeit des Homeoffice ist somit immer vorrangig zu nutzen. Zur Klarstellung: Ist die Dienstleistung im Homeoffice möglich oder auch nur teilweise möglich, greift die Sonderurlaubsregelung nicht.

Neben den oben beschriebenen Alternativen besteht auch die Möglichkeit, die Kinderbetreuung über Urlaub, Zeitausgleich oder eine flexible Arbeits(zeit)gestaltung, welche mit der/dem Vorgesetzten im Vorfeld abgestimmt wurde, sicherzustellen.

 

Arbeitszeitrahmen/Aussetzung der Zeiterfassung/Folgen

Die Zeiterfassung wird vom 16.03.2020 bis zum 19.04.2020 ausgesetzt, d.h. es wird für alle Beschäftigten, die der Zeiterfassung unterliegen die Soll-Arbeitszeit veranschlagt. Die Zeiterfassungsterminals werden für diesen Zeitraum ebenfalls offline geschaltet.

Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte in bestehenden Arbeitsverhältnissen erhalten im Zeitraum vom 16.03.2020 – 19.04.2020 das Tagessoll ihrer vertraglich bestimmten Stundenzahl gutgeschrieben. Sie tragen dies in ihren Arbeitszeitkonten entsprechend ein. Es entstehen daher weder Plus- noch Minusstunden.

Sollten für einzelne Personen nach Ablauf der Aussetzungsphase Korrekturbuchungen/Anpassungen erforderlich sein (z.B. zwingende Wochenend-/Nachtarbeit, erforderliche Mehrarbeit in dem Zeitraum des eingeschränkten Dienstbetriebs über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus) ist diese zu dokumentieren und über die/den jeweiligen Vorgesetzten dem Geschäftsbereich Personal zuzuleiten. Dort werden diese Zeiten dann manuell nach Ablauf des Aussetzungszeitraumes im System nachgepflegt. Die gesetzlichen Bestimmungen über die Höchstarbeitszeit und über Ruhezeiten sind zu beachten.

 

Bereits genehmigter Erholungsurlaub / Zeitausgleich / Stornierung / Kann ich weiterhin Erholungsurlaub /Zeitausgleich beantragen?

Ist bereits Erholungsurlaub oder Zeitausgleich gewährt, hat dies Vorrang vor einer Gewährung von Sonderurlaub oder vor einer Freistellung. Mit der Genehmigung von Urlaub bzw. Zeitausgleich ist bereits eine Freistellung von der Dienst-Arbeitspflicht erfolgt, für die Gewährung von Sonderurlaub oder Arbeitsbefreiung besteht kein Bedarf.

Eine Stornierung von Urlaub oder Zeitausgleich kommt im Einzelfall nur in Betracht, wenn Mitarbeiter*innen aus dem Urlaub bzw. Zeitausgleich zurückgerufen werden müssen, um Aufgaben zu übernehmen, die erst aufgrund der aktuellen Krisensituation entstanden oder aufgrund von ‚Corona-bedingten‘ Ausfällen oder Überlasten notwendigerweise sicherzustellen sind. Alle anderen Aufgaben – auch in krisen-/systemrelevanten Bereichen – fallen regelmäßig an und müssen auch im Regelbetrieb bei Urlaub vertreten werden. 

Sollte es unter dieser Maßgabe erforderlich sein, Urlaub oder Zeitausgleich zu stornieren, wäre dies mit Begründung durch die/den jeweiligen Vorgesetzten beim Geschäftsbereich Personal zu beantragen.

Erholungsurlaub und Zeitausgleich können auch weiterhin über die /den Vorgesetzte*n beantragt und genehmigt werden.

Falls der Workflow nicht genutzt werden kann, senden Sie Ihren Urlaubsantrag bitte als Email an Ihre*n Vorgesetzte*n, die/der den Antrag nach Genehmigung mit entsprechendem Votum an Frau Mahrt (smahrt@uv.uni-kiel) weiterleitet. Die Eintragung in das Zeiterfassungssystem erfolgt dann zentral.