Stadtarchiv und Universitätsbibliothek starten Digitalisierungskooperation

Zusammenarbeit bei der Digitalisierung und Präsentation historischer Quellen und Bestände beschlossen

Das Stadtarchiv Kiel und die Universitätsbibliothek der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel werden zukünftig bei der Digitalisierung und Präsentation historischer Quellen und Bestände zusammenarbeiten. Prof. Dr. Markus Hundt, Vizepräsident der CAU, und Bürgermeisterin Renate Treutel haben zu diesem Zweck einen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der die Partnerschaft im Bereich der Digitalisierung begründet.

Beide Einrichtungen besitzen umfangreiche historische Bestände von hoher kultureller und wissenschaftlicher Bedeutung – Druckwerke, Fotos, Karten, Flugschriften, Akten – häufig mit einem regionalen Bezug zu Kiel und Schleswig-Holstein, aber auch zu Skandinavien. Mit der Kooperation wird vor allem das Ziel verfolgt, die digitalen Bestände beider Einrichtungen in einem gemeinsamen Portal anzubieten und dazu digitale Werkzeuge gemeinsam zu nutzen. Das Portal baut auf DIBIKI auf, der aktuellen Digitalisierungsplattform der Universitätsbibliothek. Der bereits heute hohe Funktionsumfang von DIBIKI, der neben der Recherche und Bereitstellung digitaler Quellen auch eine Crowdsourcing-Komponente für die Durchführung partizipativer Projekte sowie standardisierte Datenschnittstellen zur maschinellen Vernetzung und Verarbeitung der Daten umfasst, wird erhalten und perspektivisch weiter ausgebaut.

Mit dieser neuen Kooperation erweitern Stadt und Universität damit die bereits bestehenden Kooperationen und bringen so erneut ihren Willen zum Ausdruck, die Entwicklung von Universität und Stadtgesellschaft als eine gemeinsame Aufgabe zu gestalten. „Mich freut besonders, dass hier ein Angebot für alle entsteht“, so Bürgermeisterin Treutel, in deren Ressort gleich drei Fachbereiche mit Bildung, Kultur und Wissenschaft berührt sind. „Stadtarchiv und Universitätsbibliothek schaffen hier zusammen eine Plattform, die die Forschung voranbringt und zugleich einen niedrigschwelligen Zugang zum kulturellen Erbe der Stadt eröffnet.“

Vizepräsident Prof. Dr. Markus Hundt erklärt: „Die Zusammenarbeit zwischen Universitätsbibliothek und Stadtarchiv begrüße ich als weiteren Baustein, mit dem wir die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft stärken. Sie bietet mit ihren Beteiligungsformaten vielfältige Möglichkeiten des Wissenstransfers, des Dialogs und der Begegnung zwischen Forscher*innen und Bürger*innen an einem digitalen Ort.“

Beide Partner verbindet das Selbstverständnis, Inhalte im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten weltweit frei verfügbar anbieten zu wollen. „Wir betreten gemeinsam Neuland“, so Stadtarchivar Dr. Johannes Rosenplänter. „Eine solche Kooperation zwischen Bibliothek und Archiv hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Wir möchten damit auch Brücken schlagen zwischen den traditionell separaten Sparten des Archiv- und Bibliothekswesens.“ Stefan Farrenkopf, stellvertretender Direktor der Universitätsbibliothek und Leiter der Abteilung IT, ergänzt: „Den Angehörigen der Universität stehen zukünftig wichtige Quellen und moderne digitale Werkzeuge als Grundlage für Forschung und Lehre an einer Stelle zur Verfügung. Diese Inhalte und Werkzeuge können gleichzeitig auch von Schulen und anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen als Unterrichtsmaterialien und für Projekte genutzt werden.“

Fragen zum Kooperationsvertrag beantwortet bei der Landeshauptstadt Kiel Stadtarchivar Dr. Johannes Rosenplänter (johannes.rosenplaenter@kiel.de) und bei der CAU der stellvertretende Direktor der Universitätsbibliothek Stefan Farrenkopf (farrenkopf@ub.uni-kiel.de).

Die aktuelle Digitalisierungsplattform der Universitätsbibliothek DIBIKI ist erreichbar unter https://dibiki.ub.uni-kiel.de.

Gemeinsame Pressemitteilung der Landeshauptstadt Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

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