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Themenabend

Jüdisches Leben an der Kieler Universität und in Schleswig-Holstein nach 1945

Während des NS-Regimes haben Jüdinnen und Juden auch in Schleswig-Holstein Ausgrenzung und Vertreibung erleben müssen, viele von ihnen wurden deportiert und ermordet. Auch die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) war Schauplatz vieler entrechtender Maßnahmen. Doch wie gelang es den Überlebenden nach 1945 in ihrer alten oder neuen Heimat Schleswig-Holstein Fuß zu fassen? Konnten jüdische Professorinnen und Professoren mit ihren Kolleginnen und Kollegen wieder zusammenarbeiten und wie gingen diese mit den Versuchen kollegialer sowie gesetzlicher „Wiedergutmachung“ um? Wie sieht jüdisches Leben an der Universität und in Schleswig-Holstein heute aus?

Das Jubiläumsjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ nehmen das Projektteam Kieler Gelehrtenverzeichnis (Abteilung Regionalgeschichte an der CAU) und die Universitätsbibliothek Kiel zum Anlass, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Themenabende in Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 in Kiel“ laden sie zu einer digitalen Veranstaltung in Kooperation mit dem Jüdischen Museum in Rendsburg und dem Verband Jüdischer Studierender Nord ein. „Ich freue mich, dass das Jubiläumsjahr innerhalb der CAU auf sehr große Resonanz gestoßen ist, die sich an einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Veranstaltungen zeigt. Die Befassung mit der Rolle der Universität seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs schlägt eine wichtige Brücke, die heutiges jüdisches Leben an der Universität und im Land stärker sichtbar macht und den wichtigen Blick auf die Vergangenheit ergänzt“, betont Professorin Nele Matz-Lück, Vizepräsidentin für Internationales, Nachwuchs, Gleichstellung und Diversität der CAU.

Die Veranstaltung „Jüdisches Leben an der Kieler Universität und in Schleswig-Holstein nach 1945“ findet am 9. März ab 18:00 Uhr online unter http://bit.ly/jl-ki-cau statt und ist offen für alle Interessierten.

Programm:

Begrüßung
Prof. Dr. Oliver Auge, Direktor der Abteilung für Regionalgeschichte der CAU zu Kiel

Grußwort
Prof. Dr. Nele Matz-Lück, Vizepräsidentin für Internationales, Nachwuchs, Gleichstellung und Diversität der CAU zu Kiel

Grußwort
Prof. Dr. Andreas Bihrer, Dekan der Philosophischen Fakultät

Grußwort
Prof. Dr. Dr. h.c. Claus von Carnap-Bornheim, Leitender Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf

„Gerettet, aber nicht befreit – Überlebende der Shoah in Schleswig-Holstein“
Jonas Kuhn M.A., Museumsleitung Jüdisches Museum in Rendsburg

„Zwischen Entschädigung und Reue – Versuche der „Wiedergutmachung“ an der CAU zu Kiel“
Karen Bruhn M.A., Abteilung für Regionalgeschichte der CAU zu Kiel

„Der VJSNord - Jüdische Studenten in Norddeutschland“
Ariel-Salomon Gutman, Verband Jüdischer Studierender Nord

Das Wichtigste in Kürze:

Was: Themenabend „Jüdisches Leben an der Kieler Universität und in Schleswig-Holstein nach 1945“
Wann: 9. März , 18:00 Uhr
Wo: YouTube-Kanal Abteilung für Regionalgeschichte, http://bit.ly/jl-ki-cau 

Historisches Foto
© Jüdisches Museum // Landesmuseen SH

Laubhüttenfest in der jüdischen Gemeinde in Lübeck, 1960er Jahre.

Wissenschaftlicher Kontakt:

Karen Bruhn
Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Abteilung für Regionalgeschichte
0431/880-4756
k.bruhn@email.uni-kiel.de

Pressekontakt:

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation