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Eröffnung des demokratie:werks mit Bildungsministerin Karin Prien

Bildungsministerin Karin Prien eröffnete am Freitag, 7. Februar, in der Kieler Forschungswerkstatt das demokratie:werk. Schulklassen der Mittel- und Oberstufe lernen hier künftig auf experimentelle Weise verschiedene Aspekte von Demokratie und demokratischem Handeln kennen. Das neue Schülerlaborangebot ist eine Kooperation zwischen dem Institut für Sozialwissenschaften, Fachbereich Politikwissenschaft, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Kieler Forschungswerkstatt. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein unterstützt das demokratie:werk.

Am Eröffnungstag besuchte eine Klasse des Regionalen Berufsbildungszentrums Technik Kiel (RBZ) das neue Angebot. Die Schülerinnen und Schüler vertieften an ihrem Besuchstag beispielsweise, was Engagement und Teilhabe in der Demokratie auszeichnet oder wodurch demokratisches Handeln herausgefordert wird. Auch mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen nachhaltigen Handelns setzten sich die Jugendlichen auseinander. So diskutierten sie in einem Rollenspiel, ob Klassenreisen per Flugzeug verboten werden sollten. „Man glaubt immer, dass es einfach ist, zu einer Entscheidung zu gelangen“, sagte eine Schülerin. „Aber das stimmt nicht. Der Besuchstag hier in der Kieler Forschungswerkstatt hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, seine Meinung zu begründen und wie ich mich in demokratische Prozesse einbringen kann.“

Unterstützung erhielt die Schulklasse von Ministerin Karin Prien, die vor ihrem Eröffnungsgrußwort am Mittag das Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern suchte. „Demokratiebildung wird auch über das Jahr der politischen Bildung hinaus einen hohen Stellenwert in unseren Schulen haben“, unterstrich Prien und betonte, dass die Lehrkräfte mit der Querschnittsaufgabe der Demokratiebildung nicht alleine gelassen würden. Dazu böten sie eine Handreichung und ein umfangreiches Fortbildungsangebot. Jeder Jugendliche brauche eine solide politische Grundbildung. Prien: „Wir gewährleisten, dass zukünftig alle Schülerinnen und Schüler mindestens vier Stunden WiPo-Unterricht in der Sekundarstufe I erteilt bekommen.“

Das Institut für Sozialwissenschaften, Fachbereich Politikwissenschaft, der Kieler Universität war an der Entwicklung des demokratie:werks beteiligt und begleitet das neue Angebot auch forschend. „Mit den Programmen möchten wir den Jugendlichen verschiedene Zugänge zum demokratischen Lernen eröffnen“, so Andreas Lutter, Professor für Wirtschaft/Politik und ihre Didaktik. „Durch die Begleitforschung an unserem Institut erhoffen wir uns auch Erkenntnisse darüber, wie Angebote gestaltet sein müssen, damit ein Lernprozess erzielt wird.“ Eine Besonderheit sei auch der interdisziplinäre Zugang.

„Die neuen Programme zur Demokratie knüpfen an bestehende natur- und gesellschaftswissenschaftliche Angebote der Kieler Forschungswerkstatt an“, ergänzt Ilka Parchmann, Leiterin der Abteilung Didaktik der Chemie am IPN Kiel und CAU-Vizepräsidentin. „Ein Planspiel, das die Regenwaldrodungen zum Anbau von Ölpalmen diskutiert, ist zum Beispiel bereits fester Bestandteil des Nutzpflanzenangebotes im geo:labor.“

Über die Kieler Forschungswerkstatt

Die Kieler Forschungswerkstatt ist eine gemeinsame Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). In den thematischen Laboren beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Lehramtsstudierende mit wissenschaftlichen Fragestellungen aus den Meeres- und Nanowissenschaften, erfahren mehr über die gesellschaftlichen Aspekte von Energie, erhalten Zugang zu aktuellen Themen aus der humanmedizinischen und biologischen Forschung, beschäftigen sich mit Robotik oder lernen, warum Boden mehr als nur Dreck ist. Die geisteswissenschaftlichen Werkstätten bieten Angebote aus dem Bereich Sprache, Kunst und Theologie sowie zu historisch-politischen Themen.

Mehr unter: www.forschungs-werkstatt.de

Im demokratie:werk lernen die Jugendlichen verschiedene Einstellungen zu diskutieren und zu verstehen, sich selbst ein Bild zu machen und eine Meinung zu entwickeln. Außerdem erfahren sie, welche verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten es gibt und warum diese Partizipation so wichtig ist. Das Angebot des demokratie:werks ist ab sofort buchbar.

Weitere Informationen unter:
www.forschungs-werkstatt.de/labore/demokratiewerk  

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