Schreibblockaden und „Aufschieberitis“ entgegenwirken

Rund 850 Studierende bei sechster „Lange Nacht der Hausarbeiten“

Das Semester ist zu Ende und die Hausarbeiten stehen vor der Tür. Um den Studierenden bei dieser Herausforderung zu helfen, organisierte die Universitätsbibliothek (UB) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit dem Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe), dem Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) und anderen Partnerinnen und Partnern zum sechsten Mal in Folge die Lange Nacht der Hausarbeiten. Am Donnerstag, 7. März, kamen von 16 bis 22 Uhr rund 850 Studierende in die UB – so viele wie noch nie.

Die Studierenden konnten aus zahlreichen Vorträgen und Workshops wählen, um ihre individuellen Hürden beim Verfassen wissenschaftlicher Hausarbeiten zu bekämpfen. Unter anderem gab es Tipps und Tricks zur Bewältigung von Schreibblockaden, zum Stress- und Selbstmanagement sowie zur Themenfindung, Schaffenskrisen und vielem mehr.

„Wir wollen von Punkt Null bis zur Abgabe der Hausarbeit alles abdecken. Außerdem soll die Hemmschwelle für die Studierenden niedriger sein, sich hier Hilfe zu holen, statt in die Sprechstunde gehen zu müssen. Das sehen wir als unsere Hauptaufgabe an“, zeigte Mitorganisator Dr. Rüdiger Schütt die Zielsetzung auf und freute sich über die Entwicklung der mittlerweile etablierten Traditionsveranstaltung. „Durch die Erfahrungen der vergangenen Jahre konnten wir viel dazu lernen und immer besser werden. In diesem Jahr haben wir, glaube ich, die ideale Zusammenstellung von Workshops, Vorträgen und Aktionen gefunden.“

Eine Neuheit war die Mitmachaktion von Buchbinderin Anja Steinhauer, die gemeinsam mit den Studierenden eigene Notizbücher herstellte. „Das Heft ist super, das nutze ich auf jeden Fall für meine anstehende Hausarbeit“, freute sich BWL-Studentin Miray, die auch die anderen Angebote der Langen Nacht wahrnehmen wollte. „Im Studium habe ich bisher immer eher gerechnet. Das letzte Mal, dass ich einen längeren zusammenhängenden Text geschrieben habe, war im Abi. Um das Schreiben jetzt nochmal neu zu lernen, habe ich mir die heutige Veranstaltung gezielt rausgesucht.“

Um der „Aufschieberitis“ vorzubeugen, eigneten sich die Vorträge zur überfachlichen Schreibberatung und zur Überwindung von Schreibblockaden. Tim, Bachelorstudent an der CAU, hörte sich unter anderem einen Vortrag zur Überwindung von Schaffenskrisen an: „Ich habe hier einige nützliche Tipps bekommen, wie ich mit Problemen beim Schreiben meiner Bachelorarbeit in den nächsten Wochen umgehen kann. Ich kann die Veranstaltung auf jeden Fall weiterempfehlen. Vor allem diejenigen, die gerade in einer Hausarbeit drinstecken und vor konkreten Problemen stehen, können hier Hilfe finden.“

Doch zu einer guten Hausarbeit gehöre nicht nur das Schreiben, erklärte PerLe-Mitarbeiterin Britta Petersen, die einen Workshop zur Formatierung der Hausarbeit anbot: „Das richtige Zitieren und ein gutes Layout spielen eine große Rolle, bei falscher Formalia kann es schnell eine schlechtere Note geben. Das ist leicht zu vermeiden und dabei wollen wir den Studierenden helfen.“

Text: Nils Fischer

Weitere Informationen zur Langen Nacht der Hausarbeiten:

www.einfachgutelehre.uni-kiel.de/allgemein/lange-nacht-der-hausarbeiten-2019

Kontakt:

Dr. Rüdiger Schütt
Referent für Öffentlichkeitsarbeit der UB
0431/880-5419
schuett@ub.uni-kiel.de
www.ub.uni-kiel.de

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