Studium & Lehre

Und welcher Schreibtyp bin ich?

Bei der „Langen Nacht der Hausarbeiten“ am 5. März drehte sich in der Unibibliothek alles um das wissenschaftliche Schreiben.

Ob Planlosigkeit, zu viel Multitasking oder Angst vor dem Anfangen: für jedes Schreibproblem gibt es eine Lösung. Man muss sie nur kennen. Um bei Haus- und Abschlussarbeiten, aber auch bei Dissertationen eine besondere Hilfestellung zu geben, lud die Unibibliothek der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) am Donnerstag, 5 März, zur „Langen Nacht der Hausarbeiten“. Rund 750 Besucherinnen und Besucher nahmen die Angebote wahr.

Umfangreiches Programm für Studierende

Von der Themenfindung, über Selbst- und Stressmanagement bis hin zur Textformatierung oder dem Umgang mit Datenbanken standen am Donnerstagabend viele Veranstaltungen auf dem Programm. Neu in diesem Jahr waren der Workshop zum Thema Urheberrecht und eine Teeverköstigung. Mitorganisator Dr. Rüdiger Schütt konnte bei der Planung der siebten „Langen Nacht“ auf seinen Erfahrungsschatz zurückgreifen: „Wir haben versucht, die Veranstaltung über die Jahre immer weiter zu verbessern und haben es geschafft, mit unseren Expertinnen und Experten Formate zusammenzustellen, die viele Studierende anzieht und ihnen weiterhilft – ob nun ganz konkret bei den Hausarbeiten, aber auch bei psychischen Problemen, bei Prüfungsangst und allem, was im Laufe des Studiums so auftreten kann.“ Und auch die Organisatorinnen und Organisatoren selbst profitierten von dem interdisziplinären Abend: „Durch die Zusammenarbeit kommt man sich auch innerhalb der Universität näher, das ist bei allen Beteiligten immer sehr gut angekommen.“

Die eigene Schreibstrategie finden

Eines der beliebtesten Angebote in diesem Jahr war der Selbsttest „Welcher Schreibtyp bin ich?“, organisiert durch PerLe. Mithilfe eines Fragebogens wurde ermittelt, welcher Schreibstrategietyp man ist. Danach gab es am Infostand Tipps und Tricks an die Hand, um mit prototypischen Schwachstellen umzugehen. „So ist es beispielsweise für die Planerin oder den Planer schwer, ins Schreiben zu kommen. Den Drauflosschreibenden hingegen fehlt oft die Struktur“, erklärt Kati Lüdecke-Röttger vom Bereich Deutsch als Fremdsprache, die den Stand mitbetreute. Abhilfe schaffen Schreibpausen, ein festgelegtes Schreibpensum, aber auch mehr Akzeptanz der eigenen Arbeitsweise gegenüber.

Wie man besser ins Schreiben kommt, das interessierte auch die Medizinstudentinnen Justina Hammer (28) und Alexandra Rotaru (25). Beide stecken mitten in ihren Doktorarbeiten und stehen nun vor der Verschriftlichung. „Ich bin hierhergekommen um zu gucken, welche Tricks es gibt, um einen Anfang zu finden“, sagt Justina. Und auch Alexandra will mithilfe der angebotenen Workshops die große Herausforderung Doktorarbeit bewältigen.

Die jährliche Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe), dem Zentrum für Schlüsselqualifikation (ZfS), dem Englischen und dem Historischen Seminar sowie der Fachhochschule Kiel und bietet Studierenden die Möglichkeit, sich individuell beraten zu lassen sowie an Vorträgen und Workshops teilzunehmen.

Menschen versammeln sich im Foyer
© Anna-Kristina Pries, Uni Kiel

Im Foyer der Unibibliothek startete die „Lange Nacht der Hausarbeiten“.

Helfer bei der Veranstaltung
© Anna-Kristina Pries, Uni Kiel

Der Schreibtypentest ist eines der beliebtes Angebote in diesem Jahr: „Es sind viel mehr Interessierte, als ich erwartet habe, ich muss sogar nachkopieren“, stellte Helfer Aleksandre Vashakidze schon nach der ersten halben Stunde fest.

Zwei Studentinnen im Foyer
© Anna-Kristina Pries, Uni Kiel

Justina Hammer (28, links) und Alexandra Rotaru (25, rechts) erhofften sich bei der „Langen Nacht der Hausarbeiten“ Tipps und Tricks für das Schreiben ihrer Doktorarbeiten.

Anna-Kristina Pries
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation