Kieler Universität präsentiert sich auf der Hannover Messe

Vier innovative Projekte stellen sich vom 12. bis 16. April auf den virtuellen Messeständen der WTSH vor

Die Hannover Messe ist der richtige Ort um innovative Projekte zu präsentieren und sich gleichzeitig mit potenziellen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu vernetzen. Genau diese Chance nutzt die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) deshalb auch bei der diesjährigen digitalen Variante der größten internationalen Industriemesse. Auf dem Online-Messestand der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) präsentiert sich die Landesuniversität ab heute (12. April) mit vier Projekten aus den Bereichen Energiewende, Nachhaltigkeit und Künstliche Intelligenz (KI). „Wir können zeigen, wie vielfältig wir in diesen Zukunftsthemen aufgestellt sind und dass unsere Spitzenforschungsprojekte nicht nur eine Relevanz für das Land Schleswig-Holstein, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes haben. Gleichzeitig bietet sich uns die Möglichkeit, in diesem Umfeld gezielt Industriepartner anzusprechen und beispielsweise für die Batterieforschung oder für die CAPTN-Initiative zu gewinnen“, betont Professor Eckhard Quandt, CAU-Vizepräsident für Forschung, Transfer, wissenschaftliche Infrastruktur und Digitalisierung.


Stand der WTSH Wirtschaftsförderung „Schleswig-Holstein. Vorreiter der Energiewende“

Link zum Digitalen Messestand
 

Neue Batterietechnik für die Elektromobilität entwickeln: Labor für zuverlässige batteriegestützte Energiewandlung (BAEW-Labor)

Lehrstuhl für funktionale Nanomaterialien (Professor Rainer Adelung), Lehrstuhl für Leistungselektronik (Professor Marco Liserre), Technische Fakultät
 

In der Elektromobilität und der Energieversorgung kommen innovativen Batteriesystemen eine Schlüsselrolle zu. Dafür braucht es sowohl neue Speichermaterialien als auch die passende Leistungselektronik. Im BAEW-Labor arbeiten daher die Lehrstühle für funktionale Nanomaterialien und Leistungselektronik eng zusammen, um die Energieeffizienz und Lebensdauer der einzelnen Komponenten sowie des gesamten Batteriesystems zu erhöhen. Sie forschen an nachhaltigen Speichermaterialien wie Silizium, das die Kapazität von Batterien drastisch erhöhen kann, sowie an hocheffizienten Leistungshalbleitermaterialien wie Siliziumcarbid und Galliumnitrid. Neben einer produktionsnahen Anlage gehört zum Labor auch eine Klimakammer, um den Einsatz unter extremen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen wie in Solar- und Windparks, Elektrofahrzeugen, autonomen Unterwasserfahrzeugen und Photovoltaikanlagen zu testen. Das 2020 eröffnete Labor steht auch für Kooperationen mit Unternehmen zur Verfügung und ist fest in die praktische Hochschullehre eingebunden. Professor Rainer Adelung, Inhaber des Lehrstuhls für Funktionale Nanomaterialien: „Das BAEW-Labor vereint Forschung, Lehre und Technologietransfer in idealer Weise und stärkt so nicht zuletzt die Region Schleswig-Holstein: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit bringt die Fachforschung voran, Prozesse aus der Grundlagenforschung werden serienproduktionsnah realisiert und die Ausbildung im MINT-Bereich wird gefördert.“ Digitale Messepräsentation
 

Weitere Informationen:
www.kinsis.uni-kiel.de/de/plattformen-netzwerke/baew-labor

Kontakt:
Dr.-Ing. Sandra Hansen
Lehrstuhl für funktionale Nanomaterialien
0431-880-6337
sn@tf.uni-kiel.de

Prof. Dr. Marco Liserre
Lehrstuhl für Leistungselektronik
 0431-880-6100
ml@tf.uni-kiel.de
 

Energiewende als disruptive Innovation – Wie kann Energieversorgern die (digitale) Transformation gelingen?

Lehrstuhl für Technologiemanagement (Professor Carsten Schultz), Institut für Innovationsforschung, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
 

Energieversorger sind von zentraler Bedeutung für die Energiewende. So ändert sich nicht nur die Art der Energieerzeugung, sondern durch die steigende Relevanz digitaler Technologien auch das Geschäftsmodell der Unternehmen. Energieversorger müssen sich daher vom Anbieter sogenannter „Commodities“ zum (digitalen) Dienstleister wandeln, der ein heterogenes Ökosystem orchestriert. Dazu wird es immer wichtiger, externe und interne Stakeholder wie Kundinnen und Kunden oder Mitarbeiterinnern und Mitarbeiter des Unternehmens in Prozesse einzubeziehen. „Die Fähigkeit, skeptische Stakeholder einzubinden, entscheidet über den Erfolg von Smart-City-Energieprojekten“, sagt Dr. Julia Kroh vom Lehrstuhl für Technologiemanagement, der von Professor Carsten Schultz geleitet wird und Teil des Instituts für Innovationsforschung der CAU ist. Im Forschungsfokus des Lehrstuhls steht das Management von Innovationen in der Energiewirtschaft und im Gesundheitswesen. „Wir untersuchen in einem ganzheitlichen Ansatz, wie Energieversorger diese Fähigkeiten aufbauen können und wie die Transformation der Unternehmen gelingen kann. Zum Beispiel durch Quartiersprojekte und Ideenkampagnen, bei denen Stakeholder eigene Ideen vorschlagen können“, sagt Kroh. Werden Stakeholder aktiv in denInnovationsprozess eingebunden, stärke das ihre Motivation zur Transformation. Digitale Messepräsentation

Weitere Informationen:
www.techman.uni-kiel.de

Kontakt:
Dr. Julia Kroh
Lehrstuhl für Technologiemanagement
 0431/880-1552
kroh@bwl.uni-kiel.de

 

Stand der WTSH Wirtschaftsförderung „AI solutions made in Schleswig-Holstein“

Link zum Digitalen Messestand
 

Kiel University & Science Hub – Marine test vehicle: „Clean Autonomous Public Transport Network” (CAPTN Förde Areal)

Institut für Informatik (Professor Dirk Nowotka), Wissenschaftszentrum Kiel GmbH (Dr. Wiebke Müller-Lupp)
 

Um die autonome und emissionsfreie Mobilität zu Wasser und zu Land zu verwirklichen, errichtet die CAPTN-Initiative das digitale Testfeld „Förde Areal“ in der Kieler Förde, inklusive eines schwimmenden Versuchsträgers. Dieses „WaveLab“ ist modular aufgebaut, emissionsfrei und dank einer Vielzahl von Sensoriken (teil-)autonom steuerbar. Um verschiedene Technologien im digitalen Testfeld zu erproben, soll es als flexible Forschungsplattform weiteren Interessenten aus den Bereichen Umwelt, Antriebstechnologie und autonomem Fahren zur Verfügung stehen. Kürzlich erhielt das Projekt eine Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur in Höhe von rund 6,1 Millionen Euro. „Dank dieser Förderung konnten wir bereits mit der Umsetzung des digitalen Testfeldes und dem Bau des schwimmenden Versuchsträgers starten. Wir freuen uns auf weitere Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, um die Forschungsinfrastruktur bestmöglich auch für zukünftige Projekte weiterzuentwickeln“, sagt Informatik-Professor Dirk Nowotka, Sprecher der CAPTN-Initiative. Koordiniert wird das Projekt von der Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH (FuE-GmbH). Zu den Kooperationspartnern gehören neben der CAU die Fachhochschule Kiel sowie die Unternehmenspartner ADDIX GmbH, Raytheon Anschütz GmbH und die Wissenschaftszentrum Kiel GmbH. Digitale Messepräsentation


Projektvorstellung im Livestream
Titel: „CAPTN WaveLab - Maritime Test Vehicle for Autonomous Emission-Free Urban Transportation“
Referent: Prof. Dr. Dirk Nowotka
Datum: Donnerstag, 15. April um 16.00 Uhr
Link zum Livestream

Weitere Informationen:
https://captn.sh

Kontakt:
Caroline Schmidt-Gross
Wissenschaftszentrum Kiel GmbH
0173/784-9333
c.schmidt-gross@wize-kiel.de

 

„Clusters4Future – PowerBay“: Intelligente Materialien für die Leistungselektronik entwickeln

Lehrstuhl für Leistungselektronik (Professor Marco Liserre) und Lehrstuhl für funktionale Nanomaterialien (Professor Rainer Adelung), Technische Fakultät
 

Das Ziel des geplanten Zukunftsclusters „PowerBay“ ist es, Kompetenzen aus den Bereichen Materialwissenschaft, Leistungselektronik, Informatik sowie Technologietransfer in der Forschungsregion Kiel systematisch zu verbinden, um intelligente Materialien für die Zukunft der Leistungselektronik zu entwickeln. „Denn wir sind der Überzeugung, dass die Energiewende nur durch radikale Innovationen im Bereich der Leistungselektronik möglich sein wird“, sagt Professor Marco Liserre, Leiter des Lehrstuhls für Leistungselektronik am Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik der CAU und Sprecher des Konsortiums. Schon jetzt spiele die Materialwissenschaft in der Leistungselektronik eine große Rolle, doch oft seien Bauteile noch sehr groß, teuer und nicht immer zuverlässig. „Durch eine ‚Digitalisierung‘ der Materialeigenschaften auf Nanoebene erhoffen wir uns einen Durchbruch im Hinblick auf die Energieeffizienz und Zuverlässigkeit von leistungselektronischen Bauteilen.“ So werden sich Energiesysteme selbstständig anpassen können und die Leistungselektronik in einem breiteren Anwendungsspektrum als bisher integrieren lassen. Digitale Messepräsentation 
 

Weitere Informationen:
www.pe.tf.uni-kiel.de

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Marco Liserre
Lehrstuhl für Leistungselektronik
  0431/880-6100
ml@tf.uni-kiel.de

Der Messe-Gemeinschaftsstand unter dem Motto „AI solutions made in Schleswig-Holstein“ wurde auf Initiative des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) und der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein von der WTSH organisiert.

Screenshot einer Internetseite mit der Überschrift "Produkte".
© Hannover Messe/Uni Kiel

Screenshot vom virtuellen Messestand.

Labor
© Jürgen Haacks, Uni Kiel

Im neuen Batterielabor an der Technischen Fakultäten entwickeln und testen Forschende aus der Materialwissenschaft und der Leistungselektronik neue Batteriesysteme für die Elektromobilität. Auf dem Energiestand der WTSH auf der Hannover Messe zeigen sie Kooperationsmöglichkeiten mit Unternehmen.

Motivbild
© Mikes Photos/Pexels

Im Zuge der Energiewende müssen Energieversorger zu digitalen Dienstleistern werden, die in einem komplexen System von Akteuren agieren, zum Beispiel zur Bereitstellung von Ladeinfrastrukturen der Elektromobilität. Maßnahmen, wie die digitale Transformation der Unternehmen gelingen kann, stellt der Lehrstuhl für Technologiemanagement auf dem Energiestand der WTSH vor.

Modell
© Simeon Ortmüller, Vincent Steinhart-Besser

Das digitale Versuchsträgermodell ist Teil der CAPTN-Initiative, um einen emissionsfreien autonomen Personenfährverkehr zu verwirklichen. Das Projekt wird bei der Hannover Messe auf dem KI-Stand der WTSH vorgestellt.

Grafik
© Lehrstuhl für Leistungselektronik

Das geplante Zukunftsclusters „PowerBay“ will intelligente Materialien für die Zukunft der Leistungselektronik entwickeln.

 

Wissenschaftlicher Kontakt:

Axel Koch
Leitung Geschäftsbereich Transfer
Tel. +49 431 880 1300
axel.koch@uv.uni-kiel.de
www.uni-kiel.de/de/transfer/

Pressekontakt:

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing der Kieler Universität
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation