Fliegen, Pflanzen, Kühe - Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät lädt zum 75. Geburtstag

Tag der offenen Tür auf dem Audimax-Vorplatz

Eine Melkkuh ausprobieren, in der Fliegenklinik experimentieren, im Traktor sitzen, ein eigenes Biotop mit Pflanzen im Glas anlegen, Milchsorten oder Quinoaschokolade verkosten oder Pflanzen kreuzen: Dies und vieles mehr ist am 10. Juni von 14:00 bis 18:00 Uhr beim Tag der offenen Tür möglich. Alle Interessierten sind in das Zelt vor dem Audimax der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eingeladen.

Spannende Mitmach-Experimente für die ganze Familie bieten die zehn Institute der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät. Dabei gibt es unter anderem Antworten auf diese Fragen: Wie setzen Agrar-Forscher*innen VR-Brillen ein? Wie lang sollte eigentlich ein Bienenrüssel sein? Wie helfen Würmer in der Ernährungsforschung? Parallel dazu halten die Forschenden Vorträge, unter anderem über „Tipps und Tricks zur Körperregulation“, „Hilfe meine Tomate ist krank“ oder „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!“. Auch Besichtigungen der Gewächshäuser, Werkstatthallen der Landtechnik und Labore der Lebensmitteltechnologie sind möglich.

Professor Karl H. Mühling, Dekan der Fakultät: „Wir freuen uns sehr, endlich unser Jubiläum mit vielen Besucher*innen beim Tag der offenen Tür feiern zu können. Geplant war es schon 2021, deshalb jetzt 75+1. Als Lebenswissenschaft leisten die Agrar- und Ernährungswissenschaften schon immer einen essentiellen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme, wie Klima- und Ressourcenschutz und Ernährungssicherung. Mit dem Tag der offenen Tür wollen wir auch zeigen, wie systemrelevant die Forschung unserer Fakultät besonders in Krisenzeiten ist, damals wie heute.“

75 Jahre: Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät

Die Fakultät wurde 1946 in der Nachkriegszeit als Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Kiel gegründet. Wesentlich für die Entstehung der Fakultät war die große Herausforderung der Hungersnot in der Nachkriegszeit. Durch Forschung und Lehre sollte die Agrarproduktion wesentlich gesteigert werden, um die durch den Zustrom von vielen Flüchtlingen stark angestiegene Bevölkerung ausreichend zu ernähren. 1970 kam der ernährungswissenschaftliche Studiengang Ökotrophologie hinzu.

Im Lauf der Jahrzehnte wuchs der Lehrkörper von neun Professoren auf heute 30 an und die Zahl der Studierenden von anfänglich 150 auf über 2000. Der Umfang der Lehre in Form von Vorlesungen, Seminaren etc. pro Semester, stieg von etwa 40 auf mehr als 300 Veranstaltungen an. In der Forschung dominierten zunächst praxisbezogene aktuelle Probleme und das Hauptziel war die Steigerung der Menge und Qualität an Nahrung, Futter und Rohstoffen bei Senkung des Arbeits- und Kapitalaufwandes. Der technische und ökonomische Fortschritt führte zu reichlichen, hochwertigen und preiswerten Agrarprodukten, nach einigen Dekaden dann sogar zum Überschuss. Aktuell interessieren Fragen der Pflanzen- und Tierproduktion unter Berücksichtigung von Umwelt, ökonomischen Aspekten und bis zu Fragen der Ernährung und Gesundheit des Menschen. Das Spektrum der Forschung umfasst dabei auch Probleme von überregionaler und internationaler Bedeutung; insbesondere in Entwicklungsländern.

Das Wichtigste in Kürze:

Was: Tag der offenen Tür der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät
Wann: 10. Juni 2022, 14:00 bis 18:00 Uhr
Wo: Christian-Albrechts-Platz, 24118 Kiel


mehr informationen

Eine Kuh-Attrappe, an der jemand kniet und eine Hand nach dem Euter ausstreckt
© Dr. D. Saggau, Uni Kiel

An der Melkkuh können Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür das Melken ausprobieren.

Pressekontakt:

Dr. Doreen Saggau
Öffentlichkeitsarbeit & wissenschaftliche Kommunikation, Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät