Neues Institut will unternehmerische Verantwortung durch nachhaltige Innovationen stärken

Viele Unternehmen wollen ihrer Verantwortung für die Zukunft und die Gesellschaft gerecht werden. Doch wie kann das klappen? Das Kiel Institute for Responsible Innovation hilft.

Nicht nur die Nachhaltigkeit als Megatrend der Zukunft fordert zukünftig Unternehmen massiv heraus. „Sie müssen kurzfristig effizient handeln, sich aber auch langfristig den sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen stellen. Vielfältige Konflikte und Spannungsfelder sind die Folge“, berichtet Professor Carsten Schultz, Spezialist für Technologiemanagement an Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Mit diesen Schwierigkeiten befassen sich in Zukunft Forschende am neu gegründeten Kiel Institute for Responsible Innovation (KIRI). Sie möchten Unternehmen dabei helfen, wettbewerbsfähige Innovationen für eine sozial und ökologisch wünschenswerte Zukunft hervorzubringen.

„Wir wollen uns als wissenschaftliche Institution, die sich mit Innovation und Transformation beschäftigt, unserer größer werdenden Verantwortung stellen“, erläutert Prof. Dr. Claudia Buengeler, Personal- und Organisationsexpertin. Das Auftaktsymposium am 1. Juli stand dann auch ganz im Zeichen des Themas „Responsible Innovation“.

„Responsible Innovation verstehen wir zum einen als Zielsetzung des Innovationsprozesses im Sinne einer Steigerung der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit von neuen Produkten und Verfahren. Zum anderen sehen wir dieses zentrale Thema als eine Neugestaltung des partizipativen Innovationsprozesses in Unternehmen“, erklärt Professorin Claudia Buengeler. Mit diesem Ansatz stehen die dynamischen Fähigkeiten aller an Innovationen zu beteiligenden Akteure im Fokus der Betrachtung.

Das KIRI sehen die vier Mitglieder des Gründungsteams als offene Plattform für Forschende unterschiedlicher Disziplinen ebenso wie für Akteure von außen. „Wir möchten die Praktiker aus den Unternehmen einladen, mit uns zu arbeiten und sich mit uns zu vernetzen“, betont Prof. Dr. Stefan Hoffmann (Schwerpunkt Marketing). Angesprochen seien aber auch die zukünftigen Fach- und Führungskräfte, die die CAU ausbildet. „Unsere Angebote richten sich ausdrücklich auch an Studierende: Das Thema ‚Innovation for Future‘ wird auch die Lehre stärker beeinflussen als bisher“, kündigt Prof. Dr. Achim Walter (Schwerpunkt Gründungs- und Innovationsmanagement) an.

Gemeinsam mit den Gästen des Auftaktsymposiums Prof. Dr. Andreas Scherer (Zürich), Nina Straßner, Global Head of People Initiatives des IT-Konzerns SAP, der Philosoph Prof. Dr. Ludger Heidbrink (CAU), Dr. Inez Linke, Gründerin und Geschäftsführerin der OceanBASIS GmbH und Prof. Dr. Till Requate (CAU) beleuchtete das KIRI das Thema aus verschiedenen Perspektiven. Simone Menne, ehemaliges Vorstandsmitglied der Lufthansa und Multi-Aufsichtsrätin hatte die Veranstaltung moderiert.

Gruppenfoto mit acht Personen, in der Mitte steht ein Aufsteller mit einem hellgrünen Logo auf dunkelblauem Grund
© Joachim Welding, Uni Kiel

Prof. Dr. Andreas Scherer (Zürich), Nina Straßner (SAP), Simone Menne (Multi-Aufsichtsrätin und Galeristin), Prof. Dr. Ludger Heidbrink (CAU), Prof. Dr. Achim Walter (CAU), Dr. Inez Linke (OceanBASIS), Prof. Dr. Carsten Schultz (CAU), Prof. Dr. Stefan Hoffmann (CAU).

Kontakt zum KIRI:

Prof. Dr. Claudia Buengeler:  buengeler@bwl.uni-kiel.de
Prof. Dr. Stefan Hoffmann:  hoffmann@bwl,uni-kiel.de
Prof. Dr. Carsten Schultz:  schultz@bwl.uni-kiel.de
Prof. Dr. Achim Walter:  walter@bwl.uni-kiel.de

Pressekontakt:

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing der Kieler Universität
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation