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Digitale Ringvorlesung: Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler suchen Gespräch mit der Bevölkerung

Die öffentliche Vorlesungsreihe „Wissenschaft und alternative Fakten“ startet am 14. Mai – in diesem Semester als Videokonferenz.

Die Corona-Pandemie und wie verschiedene Regierungen mit der Pandemie umgehen, zeigen mit besonderer Deutlichkeit, wie wichtig wissenschaftliche Erkenntnisse, ihre Verbreitung in der Bevölkerung sowie ihre Berücksichtigung durch die Politik sind. Deshalb suchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) auch – und gerade – in der aktuellen Situation den Austausch mit der Öffentlichkeit und setzen die sechste Auflage der beliebten Ringvorlesung erstmals digital um. Dabei stellen Rednerinnen und Redner aus unterschiedlichen Gebieten ihre aktuelle Forschung und Methoden allgemeinverständlich in etwa 30-minütigen Impulsvorträgen vor. Aus erster Hand geben sie Einblick in die wissenschaftliche Arbeitsweise in ihrem Gebiet und in den komplexen Weg von Fragen zu Fakten.

Die einzelnen Vorträge finden als Videokonferenzen statt und werden aufgezeichnet, anschließend können Interessierte die Vorträge online anschauen. Es lohnt sich allerdings, an der Videokonferenz persönlich teilzunehmen: Gäste können im Anschluss an die Vorträge Fragen stellen, eigene Gedanken äußern, mitdiskutieren oder sich Themen für die Zukunft wünschen. Alle Interessierten sind herzlich zur kostenfreien Veranstaltungsreihe eingeladen.

Den Anfang macht am 14. Mai Professor Helmut Fickenscher, Infektionsmediziner an der CAU und am UKSH, mit einem Vortrag zu den „Fakten und Mythen zum Coronavirus“. Weitere Themen sind die Chancen und Risiken der Gentechnik(28. Mai, Professor Frank Kempken, Botanisches Institut), Angst und Angstkultur (4. Juni, Professor Ulrich Hoinkes, Romanisches Seminar) sowie die CO2-Bepreisung (25. Juni, Professorin Sonja Peterson, Institut für Weltwirtschaft).

Den Unterschied zwischen Fakten und Fake News erkennen

Werden wissenschaftliche Fakten ignoriert, kann das unmittelbare Auswirkungen für das Leben und die Gesundheit der Bevölkerung haben. In anderen Bereichen sind die Folgen der Ignoranz von Wissenschaft zwar nicht unbedingt unmittelbar zu spüren, aber der schleichende, langfristige Schaden für die Gesellschaft kann ähnlich verheerend sein, sagt der Initiator der Reihe Professor Michael Bonitz: „Wissenschaft ist ein mühseliges Geschäft, bei dem Gründlichkeit und Geduld unverzichtbar sind. Noch wichtiger aber ist ein unvoreingenommenes Herangehen – die Bereitschaft, auch Fakten zu akzeptieren, die man nicht erwartet hat und die womöglich nicht ins eigene Weltbild passen. Dadurch unterscheidet sich Wissenschaft von Meinungen, ‚Bauchgefühl‘ und Populismus.“ Wie erkennt man aber, was Wissenschaft ist und was sogenannte Fake News sind?  Diesen und weiteren Fragen werden Expertinnen und Experten der Kieler Universität in der digitalen Ringvorlesung „Wissenschaft und alternative Fakten“ nachgehen, die Bonitz gemeinsam mit einem Team organisiert.

Anmeldung sowie Informationen zum Programm

Buchstaben-Worte Fact Fake
© Claudia Eulitz, Uni Kiel

Motivbild.

Das Wichtigste in Kürze:

Was: Vorlesungsreihe „Wissenschaft und alternative Fakten (VI)“
Wann: donnerstags, 18:30 bis 20:30 Uhr, Beginn: 14. Mai
Wo: Videokonferenz, Anmeldeinformationen entnehmen Sie bitte der Webseite.

Kontakt:

Prof. Michael Bonitz
Institut für Theoretische Physik und Astrophysik
bonitz@theo-physik.uni-kiel.de

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation