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Qualitätsoffensive Lehrerbildung: Profilbildung Lehramt in Kiel

Fachtagung zur Bedeutung der Lehrkräftebildung an deutschen Universitäten  – Empfehlungen für die Fortschreibung der Qualitätsoffensive in der Lehrerbildung – Einladung zur Podiumsdiskussion und zum Pressegespräch –

Die Lehrkräftebildung ist an vielen Hochschulen fest etabliert. Die Modelle und Ausrichtungen, wie sie in die universitären Strukturen eingebunden ist, unterscheiden sich jedoch deutschlandweit sehr. Vom 16. bis 17. Mai diskutieren Fachleute und Studierende an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bei einem Programmworkshop des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über die weitere Ausgestaltung und Einbindung der Lehrkräftebildung in die jeweilige Hochschulentwicklung.

Der Workshop ist Teil der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (QLB) des BMBF. Mit dem Programm unterstützen Bund und Länder seit 2015 Reformen in der Lehrkräftebildung. Geplant sind in Kiel insgesamt drei Plenarvorträge, drei Panels mit insgesamt neun Workshops sowie eine abschließende Podiumsdiskussion. „In den vergangenen Jahren haben wir viele kreative Ideen für ein modernes Lehramt entwickelt und umgesetzt. Dass wir diesen Programmworkshop zur QLB in Kiel veranstalten dürfen, empfinden wir als Wertschätzung unserer bisherigen Arbeit. Wir freuen uns sehr auf intensive und ergiebige Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen“, blickt CAU-Vizepräsidentin Professorin Ilka Parchmann voraus auf arbeitsreiche Tage.

1. Tag: Lehrkräftebildung zwischen Wissenschaft und Berufspraxis

In die Tagung ein führt am Donnerstag, 16. Mai, um 10:30 Uhr, Professor Martin Rothland von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit seiner Keynote zum Thema „Lehrerbildung zwischen Wissenschaft und Berufspraxis“. Daran schließen sich um 11:45 Uhr drei parallel stattfinde Panels zu den Themenkomplexen „Attrahierung von Schülerinnen und Schülern für das Lehramtsstudium und Eignungsanalysen während des Lehramtsstudiums“, „Schulnetzwerke“ sowie zur Einbindung des Lehramtes in die Hochschulstrukturen („Governance“) an. Erörtert werden unter anderem empirische Arbeiten über die Frage, was Schülerinnen und Schüler für ein Lehramtsstudium motiviert oder sie davon abhält. Daneben werden erprobte eignungsdiagnostische Verfahren in Deutschland diskutiert. Näher beleuchtet werden auch studienbegleitende Unterstützungsmöglichkeiten für Lehramtsstudierende. Um 14:15 Uhr widmet sich Professorin Tina Seidel von der Technischen Universität München (TUM) in ihrem Vortrag der Frage, wie es um eine „kompetenzorientierte und evidenzbasierte Curriculum-Entwicklung für die Lehrerbildung“ steht. Um 16:15 Uhr folgen drei weitere parallele Workshops zu den Themengebieten „Portfolioarbeit/Beratung“, „videobasierte Lernumgebungen“ und „Steuerungsstrukturen für die Lehrerbildung als universitäres Profil“. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Vernetzung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik sowie von Theorie und (Unterrichts-)Praxis gelegt.

2. Tag: Steuerung und Organisation der Lehrkräftebildung

Der zweite Workshop-Tag, Freitag, 17. Mai, widmet sich Fragen der Profilbildung in der und durch die Lehrkräftebildung auf Ebene von Universitäten und Politik. Zum Auftakt spricht Professor Manfred Prenzel um 9 Uhr über „Möglichkeiten und Grenzen einer zielorientierten Steuerung und Organisation der Lehrerbildung“. Prenzel war Dekan der TUM und Vorsitzender des Wissenschaftsrats. Seit 2018 leitet er das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZLB) an der Universität Wien und ist Vorsitzender des Auswahlgremiums der der QLB. Leitfragen sind: Wie wird die Lehrkräftebildung politisch und in den universitären Strukturen wirksam und nachhaltig verankert? Wie kann die Lehrkräftebildung zur Profilbildung einer Universität auch über das Lehramt hinaus beitragen? Welche Forderungen gilt es für eine Fortführung nach der QLB zu stellen und gemeinsam anzuerkennen? Antworten sollen in drei Workshops formuliert werden, die Modelle der Organisation der Lehrkräftebildung an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen standortübergreifend beschreiben, konkrete und übergreifende Faktoren, Hürden sowie Gelingensbedingungen herausarbeiten und schließlich Forderungen für eine nachhaltige Governance und Profilbildung der Lehrkräftebildung aufstellen.

Einladung zur Podiumsdiskussion mit anschließendem Pressegespräch

Zum Abschluss der Tagung diskutieren am Freitag um 12 Uhr Professor Manfred Prenzel, Schleswig-Holsteins Schul-Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke, die Schulpädagogin Professorin Jutta Mägdefrau (Universität Passau), Ilka Parchmann (CAU-Vizepräsidentin für Lehramt, Wissenschaftskommunikation und Weiterbildung) und die Lehramtsstudentin Henrike Amft über die Rolle und Zukunft der Lehrkräftebildung im Hochschulsystem. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von der Bildungsjournalistin Dr. h.c. Heike Schmoll (FAZ). Gegen 13 Uhr stehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Fragen der Medien zur Verfügung.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, über den Programmworkshop zu berichten. Die Beteiligten stehen an beiden Tagen für Rückfragen und Interviews zur Verfügung. Um Anmeldung wird gebeten unter 0431/880-2104 oder presse@uv.uni-kiel.de.

Das Wichtigste in Kürze:
Was: Programmworkshop zur Lehrkräftebildung in Deutschland
Wann: Donnerstag, 16. Mai, und Freitag, 17. Mai 2019
Wo: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Leibnizstraße 1, 24118 Kiel

Link zum vollständigen Programm der Tagung:

PROGRAMM (PDF)

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