Studium & Lehre | Agrar & Ernährung

Krankhaftes Kopfschlagen bei Pferden

Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd e.V. (GWP) zeichnete die Masterarbeit einer Kieler Agrarstudentin aus.

Laura Maxi Stange erhielt im vergangenen Monat den Förderpreis der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd e.V. (GWP). In der Kategorie Masterarbeiten erreichte Stange den dritten Platz. Sie studierte Agrarwissenschaften an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und promoviert derzeit im Institut für Tierzucht und Tierhaltung. In ihrer Masterarbeit mit dem Titel: „Ist das Headshaking eine Verhaltensstörung? – Überblick über Prävalenz und wirksame Therapiemaßnahmen des equinen Headshaking in Deutschland“ untersuchte Stange die Symptomatik des Equinen Headshaking Syndroms (EHS). Dieses äußert sich in unkontrolliertem, über das normale Bewegungsmuster hinausgehende Kopfschlagen bei Pferden.

Stange ließ 163 Besitzerinnen und Besitzer von betroffenen Pferden einen Online-Fragebogen ausfüllen, um Erkenntnisse über das Vorkommen, Ursachen und Therapiemöglichkeiten des Kopfschlagens zu ermitteln. „Über die Ehrung mit dem dritten Platz des GWP Förderpreises freue ich mich sehr und bedanke mich herzlich dafür bei der GWP und den Sponsoren, die diesen Preis ermöglichen und damit die Forschung rund um das Pferd unterstützen. Mein Dank gilt Professor Joachim Krieter sowie Dr. Irena Czycholl für die herzliche und motivierende Unterstützung. Obwohl ich selbst keinen Headshaker habe, bin ich sehr engagiert, einen Beitrag auf diesem Gebiet zu leisten. Ich bin sehr dankbar, dass ich durch die Unterstützung der H.W. Schaumann Stiftung die Möglichkeit bekommen habe, mich nun in meiner Doktorarbeit tiefergehend der Ursachenforschung des idiopathischen equinen Headshakings zu widmen“, erklärte Stange.

Über die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd e.V. (GWP)

Ziele der GWP sind, die Forschung um das Pferd zu fördern und den Wissenstransfer von der Wissenschaft in die Praxis zu unterstützen. Dies erfolgt u.a. durch die Vergabe des GWP-Förderpreises und durch die GWP-Homepage, auf die Kurzfassungen wissenschaftlicher Arbeiten gestellt werden. Der GWP Förderpreis ist ein jährlicher Wettbewerb, in dem die besten Dissertationen, Masterarbeiten und Bachelorarbeiten bewertet werden, die im Jahr vor der Preisverleihung bundesweit an deutschen Hochschulen oder von deutschen Studierenden im Ausland geschrieben wurden. Zur Jury gehören Dipl. Ing. agr. Hendrik Fiegel, Professor Cornelius Jongeling (Emeritus Hochschule Osnabrück) und Dr. Julia Mack. Für die jeweils drei ausgezeichneten Doktor-, Master- und Bachelorarbeiten verteilte die GWP 2020 insgesamt 2.450 Euro sowie Buch- und Sachpreise.

Laura Stange auf einem Pferd
© privat

Pferdebesitzerin Laura Stange lieferte in ihrer Masterarbeit wichtige neue Erkenntnisse bezüglich der Prävalenz des EHS.

Kontakt:

Laura Maxi Stange
Institut für Tierzucht und Tierhaltung
0431/880-4363
lstange@tierzucht.uni-kiel.de

Dr. Doreen Saggau
Öffentlichkeitsarbeit & wissenschaftliche Kommunikation, Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät