Nano Summer School für Lehrkräfte

Freie Restplätze für die Fortbildung zur Nanotechnologie im Chemieunterricht an der Uni Kiel

Ob Sonnencremes, Batterien oder wasserabweisende Oberflächen: Nanotechnologie gilt als eines der zukunftsweisenden Forschungsfelder. Die winzigen Partikel auf atomarer Ebene haben längst Einzug in unseren Alltag gehalten, zum Beispiel in neu entwickelten Materialien mit einzigartigen Funktionen. Anhand von Nanotechnologie lassen sich Fachinhalte im Chemieunterricht sowohl mit einem Bezug zu aktueller wissenschaftlicher Forschung als auch zur Lebensumwelt der Schülerinnen und Schüler vermitteln. Wie sich das im Unterricht praktisch umsetzen lässt, ist das Thema der Nano Summer School für Lehrkräfte. Die Fortbildung findet vom 27. bis 28. Juli in der Kieler Forschungswerkstatt statt, einer gemeinsamen Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist möglich bis Montag, 26. Juli, bei Silke Rönnebeck unter sroennebeck@uv.uni-kiel.de.

In der Nano Summer School für Lehrkräfte wird die Einbindung von nanowissenschaftlichen Themen in den Chemieunterricht der Sekundarstufen I und II aus verschiedenen Perspektiven behandelt. Auch der Leitfaden zu den Fachanforderungen Chemie in Schleswig-Holstein nennt Nanotechnologie mittlerweile als möglichen Kontext, um zum Beispiel Struktur-Eigenschafts-Beziehungen zu thematisieren. Im Mittelpunkt der Fortbildung stehen praktische Workshops, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Unterrichtsexperimente aus dem Bereich der Nanowissenschaften kennenlernen, durchführen und diskutieren können. Entwickelt und erprobt wurden diese in enger Kooperation von verschiedenen Schülerlaboren, Lehrkräften sowie Fachdidaktikerinnen und -didaktikern. Die Teilnehmenden erhalten Vorschläge für die curriculare Einbindung des Themas Nanotechnologie sowie entsprechende Unterrichtsmaterialien. Außerdem stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von KiNSIS (Kiel Nano, Surface and Interface Science), dem nanowissenschaftlichen Forschungsschwerpunkt der CAU, Inhalte aus ihrer aktuellen Forschung vor und zeigen didaktische Perspektiven dazu auf. Weitere Informationen als Download.

Das Wichtigste in Kürze:

Nano Summer School für Lehrkräfte
Datum: 27. & 28.7.2021
Zeit: Jeweils 9:00 bis 18:00 Uhr
Ort: Kieler Forschungswerkstatt, Am Botanischen Garten 16i, 24118 Kiel
Zielgruppe: Lehrkräfte aus Schleswig-Holstein sowie Lehramtsstudierende

Die Nano Summer School für Lehrkräfte ist eine gemeinsame Veranstaltung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), der Kieler Forschungswerkstatt, des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) sowie des CAU-Forschungsschwerpunkts Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS). 2018 fand sie zum ersten Mal statt, im vergangenen Jahr coronabedingt in digitaler Form.
Die Veranstaltung ist als dienstliche Fortbildungsveranstaltung anerkannt und wird finanziert vom IQSH und dem CAU-Projekt „LeaP@CAU - Lehramt mit Perspektive“ (gefördert in der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung).

Kontakt:

Dr. Silke Rönnebeck
Projekt LeaP@CAU
0431/880-3115
sroennebeck@uv.uni-kiel.de

Drei Gläser mit unterschiedlich großen Kartoffelstücken
© Kieler Forschungswerkstatt

Experimente mit unterschiedlich großen Kartoffelstücken können im Chemieunterricht den Effekt der Oberflächenvergrößerung bei Objekten im Nanomaßstab veranschaulichen.

Über den CAU-Forschungsschwerpunkt KiNSIS:

Im Nanokosmos herrschen andere, quantenphysikalische, Gesetze als in der makroskopischen Welt. Strukturen und Prozesse in diesen Dimensionen zu verstehen und die Erkenntnisse anwendungsnah umzusetzen, ist das Ziel des Forschungsschwerpunkts »Nanowissenschaften und Oberflächenforschung« (Kiel Nano, Surface and Interface Science – KiNSIS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). In einer intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Physik, Chemie, Ingenieurwissenschaften und Life Sciences könnten daraus neuartige Sensoren und Materialien, Quantencomputer, fortschrittliche medizinische Therapien und vieles mehr entstehen. www.kinsis.uni-kiel.de

Pressekontakt:
Julia Siekmann
Referentin für Wissenschaftskommunikation, Forschungsschwerpunkt Kiel Nano Surface and Interface Sciences (KiNSIS)