Universität

via:mento goes international

Mentoring-Programm an der Uni Kiel

Eine wissenschaftliche Karriere erfordert viel Durchhaltevermögen und mitunter auch gute Kontakte, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Seit zehn Jahren unterstützt das Programm via:mento Frauen an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bei ihrem weiteren wissenschaftlichen Werdegang nach der Promotion. Ab Dezember soll das neue englischsprachige Mentoring-Programm via:mento_international auch internationale Netzwerke fördern. „Die Internationalisierung hat für uns zusätzlich einen inklusiven Charakter, da wir damit auch nicht-deutschsprachige Postdoktorandinnen, Habilitandinnen und Juniorprofessorinnen an der CAU einbeziehen können. Unser Schwerpunkt beim neuen Programm ist die Förderung von interkulturellen Kompetenzen, die den Teilnehmerinnen bei einer wissenschaftlichen Karriere im Ausland weiterhelfen“, begründet Dr. Marta Chiarinotti, Koordinatorin von via:mento_international, die Ausweitung des Programms.

Bewerbungen bis 30. September möglich

„Wir konnten seit dem Start vor zehn Jahren 90 Wissenschaftlerinnen auf ihrem Weg begleiten. Rund 40 Prozent davon haben eine Professur inne oder eine unbefristete wissenschaftliche Position erreicht“, berichtet Dr. Ruth Kamm, Koordinatorin von via:mento. Wissenschaftliche Karrieren sind dabei zunehmend internationaler Natur. Deshalb wird das Programm jetzt international ausgerichtet. 15 Plätze gibt es in diesem Jahr pro Programmlinie. Die Bewerbungsfrist begann am 6. Juli und endet am 30. September 2020. Bewerben können sich auch Postdoktorandinnen von einigen Partnerinstituten der CAU wie dem Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und der Mathematik (IPN) oder das Institut für Weltwirtschaft (IfW). Über 21 Monate begleiten die Mentor*innen anschließend die promovierten Wissenschaftlerinnen persönlich. Ergänzend können sie Workshops zu Themen wie Karriereplanung oder Berufungsverfahren besuchen und sich mit verschiedenen Aktivitäten auf wissenschaftliche Laufbahnen vorbereiten. Am 3. Dezember ist eine Feierstunde zum zehnjährigen Bestehen des Programms geplant. Sie markiert gleichzeitig den offiziellen Startpunkt für beide Mentoring-Runden.

Programm beflügelt Frauenkarrieren

Dass via:mento die eigene Karriere beflügeln kann, weiß Professorin Maike Vollstedt. Sie nahm von 2012 bis 2014 an dem Programm teil und lehrt heute an der Universität Bremen Didaktik der Mathematik: „Während meiner Förderungszeit durch via:mento habe ich meinen ersten Ruf bekommen. Bei den Berufungsverhandlungen habe ich einerseits durch das begleitende Coaching und Seminarprogramm in Kiel sowie andererseits durch die Gespräche mit meinem Mentor profitiert. Die Einschätzungen eines ‚alten Hasen‘ waren für mich Gold wert und haben sicherlich zum glücklichen Verlauf der Verhandlungen und der Rufannahme beigetragen. Aus einer Mentoring-Beziehung ist mittlerweile eine Freundschaft geworden.“ Wer die Frauen als Mentor*in begleitet, bestimmen sie selbst. Damit sind sie in ihrer Ausrichtung flexibel, denn es soll jemand aus einer nationalen oder internationalen universitären Einrichtung sein.

Für interessierte Bewerberinnen der CAU gibt es am 16. Juli eine virtuelle Infoveranstaltung. Mehr Informationen:  www.mentoring.uni-kiel.de/de/bewerbung.

Zwei Personen lächeln sich an.
© Jolan Kieschke

Die individuelle Mentoring-Beziehung steht im Mittelpunkt des Programms via:mento.

Porträtfoto Maike Vollstedt
© Katrin Neuhauser

Kontakt:

Dr.'in Marta Chiarinotti
Projektkoordination via:mento_international
0431/880-1018
mchiarinotti@gb.uni-kiel.de

Christin Beeck
Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation