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Mit dem Fahrrad zur Verkehrswende

Im Rahmen der „CAU Aktionstage Nachhaltigkeit“, die vom 27. Mai bis zum 5. Juni an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) stattfinden, drehte sich der heutige Tag (Dienstag, 28. Mai) rund um das Thema „Fahrrad“: Gemeinsam organisierten der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und das Projekt „klik – klima konzept 2030“ beim diesjährigen „CAU-Fahrradtag“ viele Aktionen an der Kieler Uni, um die Bedeutung des Fahrrads für eine Verkehrswende hervorzuheben und zu unterstützen. Über den gesamten Campus verteilt konnten Studierende, Beschäftige und Fahrradinteressierte Angebote wie Fahrradreparaturstationen und eine Fahrradcodierstation in Anspruch nehmen, an einer Waschanlage ihr Fahrrad reinigen lassen sowie Elektrofahrräder ausprobieren. Den Abschluss des Aktionstages bildete ein durch den Verein Tram für Kiel e.V. organisierter Vortrag vom Siedlungs- und Mobilitätsexperten Professor Heiner Monheim aus Bonn.

„Ziel der Veranstaltung ist es, die Bedeutung des Fahrrads als Fortbewegungsmittel zu heben. Die CAU möchte das Fahrrad für den Anreiseverkehr attraktiver machen und so den PKW-Verkehr reduzieren“, erklärte Mitorganisator Sebastian Starzynski von der CAU-Initiative „klik – klima konzept 2030“ die Beweggründe des Aktionstages. Dafür würden die Angebote für Radfahrende an der Uni immer weiter ausgebaut. So steige unter anderem die Anzahl der Fahrradbügel und Überdachungen der Fahrradstellplätze am Campus stetig, aber auch die Anbindung an ein städtisches Fahrradverleihsystem, welches im Juli startet, sei bereits geplant. So solle die Anzahl der Radfahrer und -fahrerinnen an der Uni weiter erhöht werden, betonte Starzynski und zeigte die derzeitige Fahrradnutzung an der CAU auf: „Im Sommer kommt fast jeder zweite Studierende mit dem Fahrrad, bei den Beschäftigten sind es etwa 40 Prozent; im Winter sind es immerhin noch knapp ein Drittel der CAU-Angehörigen. Ab einem Anfahrtsweg von fünf Kilometern nimmt die Nutzung jedoch sehr stark ab.“

Um eine Verkehrswende zu schaffen, sieht Helene Wahl, Mitorganisatorin vom Ökologiereferat des Allgemeinen Studierendenausschusses (AstA), in der Landeshauptstadt viele Chancen, aber auch Aufgaben: „Kiel bietet sich als Fahrradstadt an, aber dafür muss noch einiges an der Infrastruktur getan werden. Wir als Vertreter der Studierenden fordern deshalb mehr konkrete Initiativen, um mit einem Zusammenspiel aus öffentlichem Nahverkehr und dem Fahrrad die Wende zum nachhaltigen Verkehr zu schaffen.“ Die bisherigen Bemühungen seien ein guter Anfang, jedoch müsse jetzt kontinuierlich weitergearbeitet werden. Dafür sei der Fahrradtag zum einen ein verkehrspolitisches Statement, zum anderen aber auch ein Dank an alle Studierenden und Beschäftigten der Kieler Uni, die jetzt schon das Fahrrad nutzen.

Zu denen gehört die 19-jährige Carolin Rother, die an der CAU Jura studiert und fast jeden Tag mit dem Fahrrad zur Uni fährt. Sie nutzte die Angebote, um ihr Rad in der Waschanlage reinigen und an der Codierstation kennzeichnen zu lassen: „Mein Fahrrad ist für mich ein wichtiger Teil zum Fortbewegen im Alltag und hat in der Anschaffung auch einiges gekostet, deswegen bin ich über die zusätzliche Sicherheit durch die Codierung sehr froh.“ Aufgrund der Finanzierung durch die Universität gab es die Codierung am heutigen Tag für studierendefreundliche fünf statt 15 Euro.

Text: Nils Fischer

Anlässlich des Fahrradtages an der CAU eröffneten Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, CAU-Präsident Professor Lutz Kipp und CAU-Kanzlerin Claudia Ricarda Meyer gemeinsam das Teilstück der Veloroute 10, die bis zur Mensa II auf dem Campus reicht. 

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