Schleswig-Holsteinische Universitäts-Gesellschaft (SHUG) startet wieder mit Live-Vorträgen

Erweiterung des Angebots durch die Junge SHUG-Programmlinie

Das menschliche Gehirn verstehen, Spannendes über Seuchen und Epidemien erfahren oder hören, was einen Prince Charming oder eine Mrs Right ausmacht: Die Schleswig-Holsteinische Universitäts-Gesellschaft (SHUG) startet aktuell wieder ein vielfältiges Programm und Live-Vorträge in Präsenz. Ganz neu mit dabei sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die unter dem Titel „Junge SHUG“ ihre Forschungen im ganzen Land der breiten Öffentlichkeit vorstellen.

Seit 1918 gibt es die Schleswig-Holsteinische Universitäts-Gesellschaft. Ihr Ziel damals wie heute ist allgemeinverständliche Wissenschaftsvermittlung. Dafür reisten die Lehrenden aller Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) quer durch den Norden, um in den Veranstaltungsräumen vor Ort Spannendes aus ihren Fachgebieten zu erzählen und zu zeigen – und das nicht hoch wissenschaftlich, sondern für jede und jeden verständlich. „Mit diesem Angebot ist die SHUG in Deutschland einzigartig“, sagt Astrophysiker Professor Wolfgang J. Duschl, wissenschaftlicher Leiter der Universitäts-Gesellschaft. Rund 400 Veranstaltungen bietet die SHUG pro Jahr in Schleswig-Holstein und Nordschleswig an.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Veranstaltungen im vergangenen Jahr ins Internet verlegt. In Zusammenarbeit mit dem vhs-to-huus-Programm der schleswig-holsteinischen Volkshochschulen wurden einmal im Monat populärwissenschaftliche Vorträge aus allen Bereichen angeboten – und begeisterten dort regelmäßig bis zu 200 Zuhörerinnen und Zuhörer. „Die SHUGonline-Veranstaltungen waren so erfolgreich, dass wir diese neben dem Live-Programm, mit dem wir jetzt starten, weiterhin einmal im Monat online anbieten werden“, sagt Duschl.

Ebenfalls erfolgreich sind im Juni 2021 auch die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der CAU – als Junge SHUG oder kurz jSHUG – online gestartet. „Wir haben in Zusammenarbeit mit dem Graduiertenzentrum der Kieler Universität und dessen Leiterin Dr. Sabine Milde unser Programm mit Vorträgen von jungen Menschen ergänzt, die gerade ihre Doktorarbeit schreiben oder geschrieben haben“, sagt Duschl. „Wir wollen so gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs in das sogenannte Public-Outreach-Programm der CAU, sprich in die Öffentlichkeitsarbeit, einbinden, und damit auch ein junges oder jüngeres Publikum ansprechen.“ Die ersten drei Online-Veranstaltungen, bei denen es um Nitrat im Grundwasser, Nanotechnologie zur umweltschonenden Haltbarmachung von Lebensmitteln und Stofftransport zwischen menschlichen Zellen ging, habe das Publikum begeistert, so Duschl. Ab September sind weitere Online-Vorträge der jSHUG geplant.

Der Präsident des Trägervereins der SHUG, Dr. Martin Skaruppe, freut sich sehr, mit der SHUGonline und der jSHUG das Angebot für Mitglieder und Gäste „um zwei sehr attraktive Bausteine“ erweitern zu können. „Mit der jSHUG betreten wir Neuland und bieten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der CAU eine Plattform, ihr Fachgebiet und ihre Forschungsergebnisse interessierten Menschen vor Ort im ganzen Land zu präsentieren.“

CAU-Präsidentin Professorin Simone Fulda lobt: „Die SHUG ist seit mehr als einem Jahrhundert ein wichtiges Instrument der Wissenschaftskommunikation, um die Forschung an unserer Universität für die Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes vor Ort noch verständlicher und erlebbarer zu machen. Zugleich bekommen die Forscherinnen und Forscher durch diesen Dialog neue Impulse für ihre zukünftigen Vorhaben. Mit der Jungen SHUG können unsere Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler nun bereits in ihrer Ausbildung lernen, wie man Wissenschaft verständlich rüberbringt.“

Mehr zur SHUG und ihrem Programm: www.shug.uni-kiel.de.

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