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Universität Kiel zeichnet die besten Dissertationen und Abschlussarbeiten aus

Verleihung der Fakultätspreise, des DAAD-Preises, des Genderforschungspreises und des Aenne-Liebreich Preises für Diversitätsforschung unter Corona-Bedingungen

Für ihre herausragenden Forschungsarbeiten erhielten die besten Doktorandinnen und Doktoranden im Juli die Fakultätspreise 2019 der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Professorin Anja Pistor-Hatam, Vizepräsidentin für Studienangelegenheiten, Internationales und Diversität, hätte die Preisträger*innen in diesem Jahr wie in den Jahren zuvor gerne persönlich beglückwünscht: „Anlässlich der Corona-Pandemie haben wir uns aber schweren Herzens dazu entschieden, auf die sonst übliche Übergabe der Preise im Rahmen einer Feier zu verzichten.“ Aus diesem Grund erhielten alle Preisträger*innen ihre Urkunden samt Glückwünschen diesmal auf postalischem Weg. Dotiert sind die Fakultätspreise mit jeweils 1.000 Euro.

Neben den Fakultätspreisen wurden der DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender und der Genderforschungspreis für eine hervorragende Arbeit mit einem Bezug zu Geschlechterfragen verliehen. Zudem wurde zum zweiten Mal der Aenne-Liebreich-Preis für zwei herausragende Abschlussarbeiten im Bereich der Diversitätsforschung vergeben. Dieser Diversity-Preis wurde im Rahmen des Auditierungsverfahrens ‚Vielfalt gestalten‘ als Idee entwickelt, um die Kieler Kunsthistorikerin Dr. Aenne Liebreich zu ehren.

Frau unterschreibt Urkunden
© Jürgen Haacks, Uni Kiel

In diesem Jahr muss eine feierliche Übergabe der Urkunden leider ausfallen: Professorin Anja Pistor-Hatam, Vizepräsidentin für Studienangelegenheiten, Internationales und Diversität, unterzeichnet die Urkunden.

Theologische Fakultät

Siegel der Theologischen Fakultät

Dr. des. Anne Marthe Polster

„Der Konfirmationstag in der Perspektive von Konfirmandinnen und Konfirmanden. Eine empirische Untersuchung“

„Die Konfirmation zählt zu den intensivsten Berührungen von Jugendlichen mit Kirche, ist aber bislang nicht empirisch erforscht. Auch praktisch-theologisch weist sie facettenreiche Bezüge auf. Die in meiner Arbeit entwickelte Typologie der praktisch-theologischen Diskurse bietet ein dynamisches Instrument, das die zerklüftete und außerordentlich vielschichtige Diskussionslage zu verstehen hilft. Im Zentrum steht die Rekonstruktion der Perspektive der Jugendlichen auf den biografisch bedeutsamen Konfirmationstag. Die Ergebnisse liefern ein detailreiches Bild davon, wie Konfirmandinnen und Konfirmanden ihre Konfirmation erlebt haben. Auf dieser Basis wird eine Neuinterpretation der Konfirmation als Empowerment vorgeschlagen. Dieser Ansatz eröffnet neue denkerische Wege, praktisch-theologisch reflektiert notwendige Entscheidungen zur künftigen Gestaltung der Konfirmation zu denken.“

Rechtswissenschaftliche Fakultät

Dr. Tobias Krohn

„Die methodengerechte Auflösung marktmachtbedingter Interessenkonflikte durch § 19 Abs. 2 Nr. 1 GWB“

„Marktbeherrschende Unternehmen unterliegen im Wettbewerb einer strengeren Verhaltenskontrolle als andere Unternehmen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie tendenziell dazu in der Lage sind, der Volkswirtschaft zu schaden. Andererseits vermögen sie in vielen Disziplinen effizienter zu arbeiten als kleinere Einheiten. Die Konsequenz dieser wirtschaftlichen Ambivalenz ist eine Kartellrechtspraxis, die wettbewerbliche Freiheiten streng einzelfallbezogen abgrenzt. Einzelfallorientierung steht einer vorhersehbaren, sich auf allgemeine Grundsätze besinnenden Missbrauchskontrolle jedoch nicht entgegen. Dass auch die BGH-Rechtsprechung entgegen mancher Stimmen systemgerecht vorgeht, und dass Methode bei der Interessenabwägung zu (noch) rationaleren Missbrauchskontrollen führen kann, versucht meine Untersuchung aufzuzeigen.“

Tobias Krohn
© privat

Medizinische Fakultät

Svenja Rebecca Sonntag
© privat

Dr. Svenja Rebecca Sonntag

„Osmoregulation der Tight Junctions in Zellen und Nephronabschnitten des inneren Nierenmarks“

„Im Rahmen der Doktorarbeit wurde anhand eines Zellkulturmodells sowie eines Tiermodells untersucht, wie sich die zellulären Transportvorgänge im inneren Nierenmark im Durstzustand und unter Wasserbelastung verändern. Hierbei konnte gezeigt werden, dass in den einzelnen Nephronabschnitten des inneren Nierenmarks die Transportvorgänge, die an der Zelle vorbei durch Zellzwischenräume des Epithels, also der obersten Zellschicht des tierischen und menschlichen Haut- und Schleimhautgewebes, erfolgen, zur Anpassung an die Anforderungen des Wasserhaushalts reguliert werden können. Diese Grundlagenforschung ist von großer Bedeutung für die Behandlung und das Verständnis von Nierenerkrankungen.“

Philosophische Fakultät

Dr. Jennifer Meyer

“Predicting Academic Achievement: the Role and Interplay of Cognitive Ability, Personality Traits, and Motivation across Measures and Domains”

„In meiner Dissertation habe ich die Zusammenhänge kognitiver Fähigkeiten und nicht-kognitiver Merkmale wie Persönlichkeit und Motivation von Schülerinnen und Schülern mit ihren Schulleistungen untersucht. Im Fokus stand zum einen das Zusammenspiel dieser Merkmale und zum anderen die Rolle unterschiedlicher Leistungsmaße in verschiedenen Leistungsdomänen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der systematischen Darstellung bisheriger Forschungsergebnisse unter Verwendung großer Datensätze.“

Jennifer Meyer
© privat
Melanie Reichert
© Tim Albrecht

Melanie Reichert

„Kultur in Stücken. Barthes, Brecht, Artaud“

„Die Erschütterungen der Neuzeit haben das menschliche Selbst- und Weltverständnis in eine tiefe Krise gestürzt. Darauf antworten Bertolt Brecht und Antonin Artaud, wie auch ihr Rezipient Roland Barthes, mit einem Theater des Nichtverstehens – jene auf der Bühne, dieser in Texten. Dieses Theater zeigt, dass Kultur in erster Linie ein ästhetisches System und daher immer ein riskanter Prozess ist. Meine Dissertation legt die Voraussetzungen und Konsequenzen der ästhetischen und kulturkritischen Schriften der drei Autoren frei und verwebt sie schließlich zu einer Reflexion über Philosophie, Theater und die Wiederentdeckung der Ambiguitätstoleranz nach dem Scheitern der Ideologiekritik.“

Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät

Dr. Tolke Jensen

„Fusarium mycotoxins and their derivatives in forage maize and maize silage – analytics, occurence and impact of the ensiling process“

„Silomais wird häufig von Pilzen der Gattung Fusarium befallen und kann daher mit toxischen Produkten des pilzlichen Stoffwechsels, den sogenannten Mykotoxinen, belastet sein. Um neben Fusarium-Mykotoxinen erstmals auch zahlreiche Mykotoxinderivate quantitativ in diesem Futtermittel nachweisen zu können, wurde im Rahmen meiner Doktorarbeit eine neuartige Analysemethode entwickelt und gemäß europäischer Verordnungen validiert. Mithilfe des Nachweisverfahrens wurde anschließend untersucht, wie stark Silomais-Ernteproben aus Norddeutschland jahresspezifisch mit den für Mensch und Tier giftigen Mykotoxinen belastet sind und welchen Einfluss die Futterkonservierung von Silomais auf die Stabilität von Fusarium-Mykotoxinen hat.“

Tolke Jensen
© SoulPicture

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Huiwen Gong
© privat

Dr. Huiwen Gong

„Structure and agency in local path development: A comparative study of the online games industry in Shanghai and Hamburg“

„In meiner Doktorarbeit vergleiche ich die Entwicklungspfade der Computerspielindustrie in Hamburg und Shanghai. Ich habe dabei sowohl Einflussfaktoren auf struktureller als auch auf Akteurs- und Handlungsebene untersucht. Außerdem habe ich analysiert, wie sich Industrie und Institutionen im Laufe der Zeit gegenseitig beeinflussen. Ich konnte einen klaren Zusammenhang zwischen der Evolution der industriellen Entwicklungspfade und der Entwicklung der verfügbaren Ressourcen wie Finanzen, Wissen, Markt und Legitimierung herausarbeiten, die zum Teil durch die verschiedenen Spielarten des Kapitalismus in Deutschland und China beeinflusst werden.“

Dr. Alexander Schlimm

„Transition Metal Complexes for Surface Deposition and Photoswitchable Self-Assembled Monolayers on Au (111): Surface Spectroscopic Characterization“

„Um neue Erkenntnisse für den Bereich der heterogenen Katalyse und für die Realisierung molekularer Elektronik zu gewinnen, war das Hauptziel meiner Arbeit die oberflächen-analytische Untersuchung von funktionalen Molekülen auf Goldoberflächen. Dabei standen Übergangsmetallkomplexe für die Aktivierung von kleinen Molekülen und photoschaltbaren Molekülen sowie Bauteile ultra-kleiner, molekularer Maschinen im Fokus. Anhand äußerst sensitiver analytischer Methoden konnte insbesondere die Adsorbat-Substrat-Wechselwirkungen untersucht werden. Damit konnte wesentlich zum besseren Verständnis solcher Systeme beigetragen werden.“

Alexander Schlimm
© privat

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät

Galina Potjagailo
© privat

Dr. Galina Potjagailo

„Essays on Applied International Macroeconomics, Monetary Policy, and Global Finance“

„In meiner Dissertation untersuche ich im Rahmen dreier empirischer Forschungsarbeiten wirtschaftspolitisch relevante Fragen der internationalen Geldpolitik und Finanzmarktstabilität, die sich aus einem über Handel- und Finanzmarktströme verknüpften globalen Wirtschaftssystem ergeben. Meine Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass geldpolitische Maßnahmen beträchtliche Auswirkungen haben können – auch im Ausland oder gar auf globaler Ebene. Ich beobachte starke internationale Gleichläufe an Finanz- und Kreditmärkten, Übertragungseffekte der Geldpolitik im Euroraum auf benachbarte europäische Länder sowie eine erhöhte Wirksamkeit der Geldpolitik in Zeiten globaler Finanzkrisen.“

Technische Fakultät

Dr.-Ing. Andreas Kater

„Mathematical Modeling, Motion Planning and Control of Elastic Structures with Piezoelectric Elements“

„Ziel meiner Arbeit ist die Entwicklung eines Regelungskonzeptes, das die Verformung eines elastischen Wingsails mit eingebetteten Aktoren, smart structure genannt, regelt. Wingsails finden immer häufiger Anwendung im Bereich von Hochleistungssegelveranstaltungen wie zum Beispiel beim America‘s Cup. Gegenwärtige Konzepte nutzen Klappen, um die übertragenen Kräfte im Segel zu regulieren – ähnlich wie bei Flugzeugtragflächen. Die verwendete Starrkörperdynamik führt zu lokalen turbulenten Strömungen oder teilweise vorhandenen Strömungsabrissen und damit zu Leistungseinbußen. Das vorgestellte Konzept basiert auf elastischen Verformungen der gesamten Segelfläche, um turbulente Strömungen zu reduzieren oder gänzlich zu vermeiden.“

Andreas Kater
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Genderforschungspreis

Peter Wulff
© Thomas Roese

Dr. Peter Wulff

„Supporting young women‘s physics engagement – Evidence from an intervention in the context of the Physics Olympiad“
Dotierung: 1.000 Euro

„Noch immer sind Frauen im Schul- und Studienfach Physik stark unterrepräsentiert. Selbst physikinteressierte Schülerinnen entscheiden sich häufig gegen ein längerfristiges Engagement in Physik. Im Rahmen meiner Dissertation habe ich ein Förderangebot für physikinteressierte Schülerinnen konzipiert, durchgeführt und evaluiert. Dabei wurde untersucht, inwieweit die Physikidentität der teilnehmenden Schülerinnen gefördert werden konnte. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine Förderung durch die gezielte Umgebungsgestaltung in wichtigen Physikidentitätsfacetten wie dem Zugehörigkeitsgefühl zur Physik in Teilen gelingen konnte.“

Der Genderforschungspreis wird seit elf Jahren an der CAU an eine herausragende Dissertation mit einem Bezug zur Genderforschung verliehen. Antragsberechtigt sind Wissenschaftler*innen aller Fakultäten, die Entscheidung über den Preis fällt der zentrale Gleichstellungsausschuss des Senats.

DAAD-Preis

Wulan Widyasari
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Wulan Widyasari

„Rethinking Bhinneka Tunggal Ika: Social Media as New Public Sphere in Understanding Diversity“
Dotierung: 1.000 Euro

„In Zeiten von sozialen Medien wird Diversität wieder zu einer komplexen sozialen Angelegenheit, die entweder Chancen oder Herausforderungen mit sich bringt. Bis Ende 2017 lehnte das indonesische Verfassungsgericht einen Antrag auf juristische Überprüfung einiger Artikel im Strafgesetzbuch ab, die Verbrechen wie Ehebruch und LGBTQ regeln. LGBTQ ist eine aus dem englischen Sprachraum stammende Sammelbezeichnung für Personen, die lesbisch, schwul, bisexuell, transgender oder queer sind. Infolgedessen wurde die LGBTQ-Kriminalisierung bis Mitte 2018 umfangreich in den sozialen Medien thematisiert, was die Frage nach freier Meinungsäußerung aufwarf. In Online-Gemeinschaften finden sich viele Personen, die unterschiedliche Meinungen ablehnen. Mangelnde Medienkompetenz von Internetnutzerinnen und -nutzern in Indonesien kann zu großen Problemen führen.“

Den DAAD-Preis erhält Wulan Widyasari über ihre wissenschaftliche Arbeit hinaus insbesondere für ihr außerfachliches Engagement im „Future Indionesia Network“. Gemeinsam mit anderen Expert*innen engagiert sich das Netzwerk für die soziale Entwicklung Indonesiens, auch im Bereich der Diversität. Mit ihrem Engagement für das Netzwerk setzt sich Wulan Widyasari über die Grenzen der Universität hinaus nicht nur für die deutsch-indonesische Verständigung, sondern auch global für den Diskurs um Diversität und LGBTQ-Rechte ein. Ihre empirische Arbeit trägt nicht nur in ihrem Heimatland Indonesien zu einer kontroversen Diskussion bei, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zu den sogenannten „Postcolonial Studies“.

Aenne-Liebreich-Preise

Der Preis wird zum zweiten Mal an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel vergeben. Mit ihm werden hervorragende Abschlussarbeiten und Dissertationen mit Bezug zu Fragen gesellschaftlicher Vielfalt und/oder sozialer Gerechtigkeit gewürdigt und es wird an die universitäre Zugehörigkeit und an das Leben von Aenne Liebreich erinnert.

Diana Elli Canay
© privat

Diana Elli Canay

Masterarbeit: „Leicht, leichter, Leichte Sprache – Eine Untersuchung zu sprachlichen Kodierungen und mentalen Modellen“
Dotierung: 500 Euro

„In meiner Masterarbeit habe ich mich mit leichter Sprache befasst. Leichte Sprache ist eine Varietät, die konstruiert wurde, um Menschen mit Schwierigkeiten bei der Rezeption standardsprachlicher Texte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Da im Zuge der Inklusionsdebatte dieses Thema auch immer bedeutender für den schulischen Bereich wird, hatte meine Abschlussarbeit zum Ziel, das Potenzial von leichter Sprache für den schulischen Kontext zu ermitteln. Zu diesem Zweck habe ich untersucht, ob die Kodierung der Texte – in leichter wie auch in Bildungssprache – eine Auswirkung auf das Verständnis und die auf dieser Basis entstehenden Wissensrepräsentationen hat.“

Dr. Antonia Lüdtke

Dissertation: „Confessional Gap. Konfessionalität und Religionsunterricht denken“
Dotierung: 1.000 Euro

„Was macht konfessionellen bzw. evangelischen Religionsunterricht heute eigentlich aus? In einer Zeit, in der eine verdichtete und zugleich ‚vielfältige Vielfalt‘ nicht nur gesellschaftliche Realität ist, sondern auch eine gemeinschaftliche Gestaltungsaufgabe darstellt – wie kann da ‚Konfessionalität‘ als genuin monoperspektivisches Konzept religiöser Bildung im öffentlichen Schulwesen weiter- bzw. überhaupt gedacht werden? Meine Dissertation begibt sich in genau diese Suchbewegungen hinein und versucht zugleich ein neues Bild von Konfessionalität zu zeichnen, das diverse Anschlussmöglichkeiten für dialogische und mehrperspektivische Organisationsformen von Religionsunterricht bietet.“

Antonia Lüdtke
© Philipp Lüdtke

Über Aenne Liebreich

Dr. Aenne Liebreich arbeitete von 1927 bis 1933 als außerplanmäßige Assistentin am Kunsthistorischen Institut in Kiel. Während dieser Zeit schreibt sie an ihrer Habilitationsschrift, die sie 1932 fertig stellt. Nach der Machtergreifung wird die Kunsthistorikerin am 30. April 1933 zuerst beurlaubt und schließlich am 30. Juni mittels des rassistischen „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ entlassen. Es ist ihr nicht mehr möglich, ihr Habilitationsverfahren in Deutschland zu Ende zu bringen. Aufgrund ihrer Kontakte zu französischen Kolleg*innen und ihrer Sprachkenntnisse erhält sie eine Assistentenstelle bei Henri Focillon am Institut d'art et d'archéologie an der Sorbonne in Paris, wo sie sich weiterhin mit Stipendien finanziert. Neben der Lehre übersetzt sie das Sluter-Manuskript und reicht es bei Focillon als Doktorarbeit ein. Das Buch erscheint 1936 und wird positiv aufgenommen. Trotz dieses Erfolges nimmt sie sich nach Kriegsbeginn im Winter 1939/40 im Pariser Exil das Leben. Weitere Informationen

Farah Claußen
Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation