Meereswissenschaft | Agrar & Ernährung

10. Büsumer Fischtag – Tierwohl in der Aquakultur

In diesem Jahr fand der Büsumer Fischtag bereits zum zehnten Mal statt und war, wie schon in den vergangenen Jahren, komplett ausgebucht. Am 6. Juni trafen sich 140 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Praxis sowie Fischereiverwaltung und tauschten sich zum Leitthema „Neue Erkenntnisse zum Tierwohl in der Aquakultur“ aus.

„Als Lieferant von Lebensmitteln aquatischer Herkunft hat Aquakultur mittlerweile eine größere Bedeutung als die Fischerei. Die artgerechte Aufzucht und Haltung von aquatischen Tieren rückt dabei zunehmend in den Fokus unserer Gesellschaft. Um diesbezügliche Diskussionen sachlich und objektiv führen zu können, sind neue Erkenntnisse zu den komplexen Fragestellungen zwingend notwendig“, so Professor Carsten Schulz vom Institut für Tierzucht und Tierhaltung der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Kiel und Mitglied im universitären Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Science (KMS).  

Nationale und internationale Referentinnen und Referenten mit unterschiedlichem Forschungshintergrund gaben in drei Themenblöcken ein umfassendes Bild zum derzeitigen Forschungsstand. So ging es unter anderem um den Einfluss der Ernährung auf den Immunstatus von Regenbogenforellen oder die Beeinflussung des Fischdarmmikrobioms durch Stresssituationen. Neben heimischen Fischen, wie Regenbogenforellen und Zander, stand auch der Oreochromis karongae, eine für die Aquakultur neue Buntbarschart aus Malawi, im Fokus.

Organisiert wird der Fischtag von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Gesellschaft für Marine Aquakultur mbH (GMA) mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein. 

Kontakt:

Dr. Doreen Saggau
Öffentlichkeitsarbeit & wissenschaftliche Kommunikation, Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät
dsaggau@agrar.uni-kiel.de
+49 (0)431/880-7126