IDAHOBIT* an der Uni Kiel

Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit am 17. Mai

Mit zwei Veranstaltungen feiert die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) am 17. Mai den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT*). Das Queer-Referat des AStA und der*die Diversitätsbeauftragte der CAU, Eddi Steinfeldt-Mehrtens, haben Dr. Francis Seeck von der Humboldt-Universität zu Berlin zu einem digitalen Fachvortrag eingeladen. Im Anschluss organisiert das Queer-Referat einen Open-Mic-Abend zum Aktionstag.

ENTFÄLLT: Vortrag: Sorge trans_formieren – Care aus trans und nicht-binärer Perspektive

Dr. Francis Seeck, Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin
17. Mai, 17:00 bis18:30 Uhr
Ort: Zoom | Webinar-ID: 617 3663 3373 | Kenncode: 051483

Bei den Begriffen Care, Fürsorge und Sorgearbeit denken viele Menschen an Kinderbetreuung, die Pflege alter und kranker Menschen oder Hausarbeit. Sorgearbeit, die in trans und nicht-binären Räumen geleistet wird und die über familiäre oder medizinische Fürsorge hinausweist, wird selten in den Blick genommen. Der Vortrag von Francis Seeck befasst sich damit, wie Sorge jenseits heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit praktiziert und theoretisiert wird. Der Vortrag findet online als Zoom-Webinar um 17:00 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Open Mic zum IDAHOBIT* 2022: Bühne frei für unsere Stimmen 

17. Mai, 19:00 bis 21:00 Uhr
Ort: CAP2 -Hörsaal C

Beim Open-Mic-Abend können Erfahrungsberichte, Fragen, Gedichte, Prosa oder Poetry Slam auf die Bühne gebracht werden. Beiträge können von professionell vorbereitet bis zur spontanen Äußerung variieren. Es gilt: Alles kann, nichts muss. Das Queer-Referat bietet einen geschützten Raum, in dem mitempfunden und wertgeschätzt werden kann, was auf der Bühne geteilt wird. Menschen, die teilnehmen wollen, können sich unter queer@asta.uni-kiel.de beim Queer-Referat des AStA melden.

Mehr zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit

Am 17. Mai 1990 wurde Homosexualität aus der Internationalen Klassifikation für Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation gestrichen. Homosexualität gilt seitdem offiziell nicht mehr als Krankheit laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) (weitere Informationen zum Aktionstag gibt es auf den Seiten des Europarats). Trotzdem werden noch immer vielerorts queere Menschen strafrechtlich verfolgt und sind in einigen Ländern sogar auf Grund ihrer Identität von der Todesstrafe bedroht. In Gedenken an die erfolgreiche Entpathologisierung durch die WHO und im Bewusstsein, dass Gleichheit noch nicht überall erlangt ist, wird seit den 2000er Jahren weltweit der 17. Mai als Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT*) gefeiert. So auch in Schleswig-Holstein: 2014 beschloss der Landtag einstimmig den Aktionsplan „Echte Vielfalt“, um die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt zu stärken und Diskriminierung entgegenzuwirken. Dem Bündnis „Echte Vielfalt“ gehört auch die Christian-Albrechts-Universität an, gemeinsam mit anderen Akteur*innen vor Ort setzt sich die Kieler Universität für eine offene Gesellschaft ein.

Die Diversityflagge weht vor dem universitätshochhaus und blauem Himmel
© H. Pahnke

Am Dienstag, 17. Mai, ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit, kurz IDAHOBIT*.

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Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation