Nachwuchsförderung mit Auszeichnung

Kieler Universität hat EmpowerMINT Preise für Abschlussarbeiten verliehen

Besondere Leistungen von Studentinnen und Absolventinnen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen, informatischen und technischen (MINT-)Fächern möchte der EmpowerMINT-Preis der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) würdigen. Denn gerade in diesem Bereich liegt der Frauenanteil weit unter 50 Prozent. Durch die Auszeichnung und das Preisgeld von 500 Euro für eine Bachelorarbeit und 750 Euro für eine Masterarbeit soll ein deutlicher Anreiz für eine Fortsetzung der akademischen Karriere geschaffen werden. Finanziert werden die vier ausgelobten Preise für Bachelor- und Masterarbeiten der Technischen Fakultät (TF) und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (MNF) vom Professorinnenprogramm III des Bundes und der Länder.

Bei der diesjährigen Preisverleihung wurden geehrt:

Portraitfoto der Preisträgerin
© Janina Reuter

Janina Reuter, Technische Fakultät, Informatik | Masterarbeit: Complexity Bounds for Block IPs

Portraitfoto der Preisträgerin
© lichtfein

Karolin Krüger, Technische Fakultät, Elektro- und Informationstechnik | Masterarbeit: Objektive Analyse von Sprachparametern

Portraitfoto der Preisträgerin
© Lina Aleke Holthusen

Lina Aleke Holthusen, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Marine Geoscience | Masterarbeit: Methane dynamics in the Barents Sea and off Franz Josef Land (Arctic Ocean)

Portraitfoto der Preisträgerin
© Dominik Hilper

Ulrike Küst, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Experimentelle und Angewandte Physik | Bachelorarbeit: Kann aus den „Voids“ um Langmuir-Sonden in nanostaubigen Plasmen das Plasmapotential bestimmt werden?

 

Janina Reuter

„Theoretische Informatik erinnert mich an puzzeln, genauer gesagt, sehr abstraktes puzzeln. Auch wenn die 'Puzzelteile' sozusagen beliebige Dimension haben können, bleiben die Probleme ähnlich. So kann es sein, dass man manchmal ein (nicht passendes) 'Puzzelteil erneut ausprobiert, weil es bildlich passend aussieht. Aber sobald das Puzzel dann fertig ist, scheint das Gesamtbild von Anfang an offensichtlich gewesen zu sein.
Schon in der Schule fand ich Informatik besonders spannend. Informatik als Schulfach ist für das Studium zwar nicht notwendig, hat mir allerdings geholfen mein Interesse für das Fach zu entdecken."

 

Karolin Krüger

„Der MINT-Bereich - gerade auch der technische Bereich - hat noch so viel Potential und bietet die Möglichkeit, aktiv an Forschung und Fortschritt mitzuwirken. Schon während der Schulzeit hatte ich Interesse an den MINT-Fächern und habe mich deshalb für ein ingenieurwissenschaftliches Studium entschieden. In der Elektro- und Informationstechnik kann das erlernte Wissen direkt in die Praxis umgesetzt und in verschiedenen Lebensbereichen für innovative Lösungen genutzt werden. Dabei finde ich persönlich Anwendungen im medizinischen Kontext und das interdisziplinäre Arbeiten sehr interessant und motivierend."

 

Lina Aleke Holthusen

„Nachdem ich meinen Bachelor in Geowissenschaften absolviert habe, durfte ich auf meiner ersten Forschungsausfahrt meine Liebe zum Meer und der Meeresforschung entdecken. Während des Masters Marine Geosciences bin ich dieser Leidenschaft weiter nachgegangen, um mein Wissen in diesem facettenreichen und interdisziplinären Feld zu vertiefen. Für meine Masterarbeit erhielt ich die einmalige Chance, an einer Schiffs-Expedition in die Arktis teilzunehmen und Proben für die Erforschung von Spurengas-Prozessen in dieser noch kaum erforschten Gegend zu sammeln. Diese Reise war eines meiner größten Abenteuer und hat meine wissenschaftliche Karriere sehr geprägt und mich motiviert weiterhin in der Erforschung polarer Regionen sowie dem Zusammenspiel von Ozean und Klima zu arbeiten, was vor allem in Zeiten der Klimakrise essenziell ist. Die MINT-Themen sind allgemein ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags und werden unsere Zukunft maßgeblich mitgestalten, wobei Frauen hier immer noch sehr unterrepräsentiert sind. Umso wichtiger finde ich es, dass Frauen, die eine akademische Laufbahn in diesen Bereichen anstreben, unterstützt und motiviert werden.“

Ulrike Küst

„Die Entscheidung für ein MINT Studium hat sich bei mir im Laufe der Oberstufe ergeben, als sich herausstellte, dass die Wahl der Physik und Mathematik Leistungskurse in die richtige Richtung ging. Während ich noch eine Weile überlegte, in welche MINT Richtung es gehen soll, ist die Wahl schlussendlich auf die Physik gefallen. Ein Fach, in dem man auf faszinierende Weise die Realität mit Gleichungen beschreiben kann. Ein Fach, das von der Theorie bis hin zur Experimentellen Physik ein unglaublich breites Spektrum an Möglichkeiten anbietet. Und ebenso auch ein Fach, in dem noch viel herauszufinden ist. Und so habe ich meine Bachelorarbeit begonnen, mit der Idee, verschiedene Bereiche der Physik zu verbinden. Die gesamte Reise war etwas, was ich anderen Frauen nur empfehlen kann, da die MINT Fächer so viele Schätze bereithalten, die nur darauf warten entdeckt zu werden!“

Bewerben konnten sich die Studentinnen und Absolventinnen selbst, Vorschläge von Betreuerinnen und Betreuern waren ebenfalls möglich. Neben der fachlichen Qualität der Arbeit hat die Auswahlkommission aus den Fakultäten auch zusätzliche Kriterien in die Beurteilung zur Vergabe der Preise einbezogen. So kam es auch auf den inhaltlichen oder methodischen Innovationscharakter und ein gesellschaftspolitisches oder hochschulpolitisches Engagement der Studentin an. Die Preise werden jährlich vergeben. 

Mehr Informationen zu EmpowerMINT.

Kontakt:

Bettina Bolterauer,
Referentin für Gleichstellungsmaßnahmen
Stabsstelle Gleichstellung, Chancengleichheit und Familie 
bbolterauer@gb.uni-kiel.de

Pressekontakt:

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing der Kieler Universität
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation