Universität

CAU schneidet sehr gut im CEWS-Gleichstellungsranking ab

Sehr gute Ergebnisse in fast allen Bereichen – Schleswig-Holstein landet in der Spitzengruppe

Der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist im aktuellen Gleichstellungs-Hochschulranking des GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Köln zum ersten Mal der Sprung in die zweitbeste Ranggruppe geglückt. Bundesweit wurden nur noch drei Universitäten besser bewertet. Das Ranking des „Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS“ gilt als wichtiges Instrument der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen. Leistungen der Hochschulen bei der Gleichstellung von Frauen und Männern werden darin mithilfe quantitativer Indikatoren kontinuierlich und bundesweit verglichen. In das diesjährige Ranking sind die Daten von 292 Hochschulen eingeflossen; das Gesamtranking gibt Auskunft über 63 Universitäten, 134 Fachhochschulen und 44 Künstlerische Hochschulen.

„Unser hervorragendes Abschneiden 2019 zeigt, dass wir in den vergangenen Jahren als Institution bei der Gleichstellung viele Dinge richtiggemacht haben“, dankte die CAU-Vizepräsidentin für Studienangelegenheiten, Internationales und Diversität Professorin Anja Pistor-Hatam den Beteiligten in allen Bereichen der Universität für ihre Anstrengungen. 2011 sei die Universität noch in der vorletzten Ranggruppe einsortiert gewesen. „Nur zwei Universitäten schnitten damals schlechter ab als wir“, so Pistor-Hatam. Seitdem segele die CAU im Gleichstellungsaufwind. Jetzt gelte es, die positive Entwicklung zu stabilisieren.

Sehr gute Ergebnisse in fast allen Bewertungsdimensionen

Das CEWS-Ranking setzt sich aus verschiedenen Indikatoren zusammen, von Promotionen bis zu Berufungen. Mit einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis bei den abgeschlossenen Promotionen landet die CAU hier schon lange und weiterhin in der Spitzengruppe. Die Steigerung des Frauenanteils beim wissenschaftlichen Personal (ohne Professuren) war in den vergangenen fünf Jahren gar so gut, dass die Landesuniversität bei diesem Indikator von der Mittel- in die Spitzengruppe aufsteigen konnte. Die größten Fortschritte wurden bei den Professuren (W2, W3) erreicht. Beim Frauenanteil im Bestand stieg die CAU von der Schluss- in die Mittelgruppe auf. Bei der ebenfalls bewerteten Veränderungsdynamik im Zeitraum zwischen 2012 und 2017 landete die CAU auf Platz 9 von über 100 Universitäten und stieg damit bundesweit in die Spitzengruppe auf.

 

Für die Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung, Diversität & Familie, Dr. Iris Werner, belegen die messbaren Erfolge, „dass die CAU mit ihrer systematischen und konsequenten Gleichstellungsarbeit auf dem richtigen Kurs ist. Vor allem die Erfolge bei den Professuren und Berufungen erfordern strukturell bedingt einen langen Atem. Zwei entscheidende Erfolgsfaktoren sind hier unsere Berufungsverfahrenssatzung mit zahlreichen effektiven Regelungen zu Chancengerechtigkeit, Qualitätssicherung und Transparenz sowie das professionelle Engagement der nebenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten in den Fakultäten, die in engem Austausch mit der zentralen Gleichstellungsbeauftragten stehen.“ Ein Grund zum Ausruhen sei der aktuelle Erfolg indes nicht. Werner: „Mit einem Frauenanteil von nur 25 Prozent bei allen Professuren ist noch reichlich Luft nach oben. Das Ziel von 40 Prozent wollen wir innerhalb der nächsten zehn Jahre mit unserem neuen Gleichstellungszukunftskonzept erreichen.“

Schleswig-Holstein landet in der Spitzengruppe

In der Gesamtbewertung der Bundesländer 2019 erreicht auch Schleswig-Holstein zum ersten Mal einen Platz in der Spitzengruppe bei der Bewertung der Gleichstellungserfolge an seinen Hochschulen. Nur Berlin und Brandenburg schneiden im aktuellen Gleichstellungsranking insgesamt noch besser ab. Hamburg landet in derselben Ranggruppe. Alle anderen Bundesländer schneiden schlechter ab. Bei den Promotionen und dem wissenschaftlichen Personal belegt Schleswig-Holstein sogar den ersten Platz aller Bundesländer. Bei den Berufungen (2013-2017) noch einen stolzen dritten Platz. Beim Frauenanteil an den Professuren, der sich strukturell bedingt nur sehr langsam steigern lässt, ist Schleswig-Holstein in den vergangenen zwei Jahren vom letzten auf den zehnten Platz vorgerückt. Diese Erfolge auf Landesebene sind nicht nur, aber auch auf die guten Werte der CAU zurückzuführen, die als einzige Universität des Landes alle Indikatoren abbilden konnte.

Zum Gleichstellungszukunftskonzept der CAU (PDF)

Kontakt:

Dr. Iris Werner
Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung, Diversität & Familie
0431/880-1651
iwerner@gb.uni-kiel.de

Dr. Boris Pawlowski
Pressesprecher