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Wie komme ich in Deutschland zurecht?

Workshop für internationale Erstis an der Uni Kiel

Welche Nebenjobs kommen für mich infrage? Worauf muss ich bei Behördengängen achten und was ist eigentlich die GEZ-Gebühr? Antworten auf diese und weitere Fragen erhielten neue internationale Studierende gestern (9. Oktober) in dem vom International Center (IC) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und dem Studentenwerk Schleswig-Holstein zusammen mit der Evangelischen Studierendengemeinde, der Fachhochschule Kiel und dem Allgemeinen Studierendenausschuss organisierten Workshop „How to handle Germany“.

Der Nachmittag in der Mensa 1 beginnt mit einem Kennenlernspiel. Die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer laufen quer durch den Raum, stellen sich gegenseitig fragen und notieren die verschiedenen Antworten auf einen Zettel. „Bingo“, ruft eine Studentin. Sie hat in kurzer Zeit genügend Informationen gesammelt und darf sich schließlich mit weiteren Gewinnerinnen und Gewinnern über einen kleinen Preis freuen. Dann werden die Studierenden in Gruppen eingeteilt. Eine Klingel ertönt, die Zeit läuft: In den nächsten 20 Minuten gibt es Vorträge, Quizfragen und Rollenspiele.

Ob aus China, Frankreich oder den USA – gut 500 internationale Studierende aus aller Welt beginnen in diesem Wintersemester ein Studium an der Uni Kiel. Um ihnen den Start zu erleichtern, haben Jan Bensien und Daniela Evers den Workshop organisiert. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Studierenden Tipps für den Alltag mit auf den Weg zu geben“, sagt Bensien, zuständig für die Betreuung und Beratung internationaler Studierender am International Center der Uni Kiel. „Aus diesem Grund bieten wir sechs verschiedene Stationen an, die abwechselnd in Kleingruppen besucht werden.“ Während in einem Raum die Eigenheiten der deutschen Sprache beleuchtet werden, informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IC und des Studentenwerks sowie Studierende der Uni an den anderen Stationen über die Themen Gesundheit, Umwelt, alltägliche Anforderungen, Jobben und Behördengänge. „Bereits seit fünf Jahren organisieren das Studentenwerk und das International Center gemeinsam diesen Workshop“, so Daniela Evers, Sozialberaterin des Studentenwerks. „Damit die internationalen Studierenden die vielen Informationen nicht vergessen, teilen wir am Ende der Veranstaltung eine Broschüre mit den wichtigsten Informationen aus.“

Einer der Teilnehmer ist Thomas. Er kommt aus Frankreich und studiert an der Uni Kiel Deutsch und Philosophie. „Ich bin ERASMUS-Student und wohne die nächsten zwei Semester in Kiel“, sagt er. „Besonders interessiert mich, wie ich in Deutschland einen Nebenjob finde.“ Als nächstes geht es für ihn zur Station „Jobben“. Da kann ihm Jan Bensien, der die Station leitet, sicher weiterhelfen.

Tobias Oertel
Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation