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340.000 Euro für Open Access-Publikationen

Uni Kiel erhält Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Mit dem positiven Bescheid der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu ihrem jüngsten Förderantrag kann die Universitätsbibliothek (UB) Kiel einen weiteren Erfolg für das Open-Access-Publizieren an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verbuchen. Die DFG hat den Open-Access-Publikationsfonds der Uni Kiel für 2020 bis 2021 mit einem Volumen von rund 340.000 Euro bewilligt. 80 Prozent der Mittel stellt die DFG selbst zur Verfügung, die restlichen 20 Prozent trägt die CAU als Eigenanteil. Universitätsmitglieder können somit ab kommendem Jahr die Übernahme der Gebühren für Open Access-Veröffentlichungen aus diesem zusätzlichen Fonds beantragen.

Neben dem seit 2016 bestehenden Open-Access-Publikationsfonds des Landes Schleswig-Holstein für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der CAU und den sogenannten DEAL-Verträgen mit den Verlagen Wiley und zukünftig SpringerNature, steht mit dem DFG-Fonds eine dritte Säule von Fördermaßnahmen an der CAU zur Verfügung. Mit deren Hilfe können Publikationsgebühren von Open-Access-Artikeln in Zeitschriften zentral finanziert und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler davon entlastet werden. Die Vizepräsidentin und Open-Access-Beauftragte der CAU, Professorin Anja Pistor-Hatam, betont: „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg, denn der neue DFG-Fonds stellt einen weiteren wichtigen Schritt der CAU bei der Umsetzung ihrer Open Access-Strategie dar.“ Die Direktorin der UB, Dr. Kerstin Helmkamp, ergänzt: „Die Neuerungen bei den Publikationsfonds stehen in einer Reihe mit anderen aktuellen Open-Access-Aktivitäten der UB, wie dem Relaunch des Dokumentenservers MACAU, dem Start zum Aufbau des Uni-Verlages, der Teilnahme am Deep Green-Projekt und nicht zuletzt der Organisation der Open-Access-Roadshow mit der Auftaktveranstaltung am 11. November.“

Für CAU-Beschäftigte:

Ab Januar 2020 wird eine Webseite der UB Kiel zum DFG-Open-Access-Publikationsfonds mit Hinweisen zu Förderkriterien, Antragsstellung und Procedere der Kostenübernahme oder -erstattung zur Verfügung stehen. Die Anträge können ab diesem Zeitpunkt über ein einfaches Web-Formular bei der UB Kiel eingereicht werden. Die wesentlichen Voraussetzungen für eine Kostenübernahme sind: Die Gebühren dürfen bis zu 2000 EUR brutto pro Artikel betragen und sie dürfen nicht aus anderen Mitteln finanzierbar sein. Darüber hinaus müssen Artikel in originären Open-Access-Zeitschriften erscheinen, die im Directory of Open Access Journals (www.doaj.org) verzeichnet sind.

Erwerbungsleiter und Open Access-Beauftragter der UB Kiel, Dr. Eike Hentschel, sagt dazu: „Unser Team wird die Anträge zügig bearbeiten und steht während des gesamten Procederes gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Da beide Publikationsfonds sehr gut ausgestattet sind, werden in Zukunft die allermeisten Förderwünsche erfüllt werden können, wenn die Förderkriterien eingehalten sind.“

Kontakt:

Dr. Rüdiger Schütt
Universitätsbibliothek Kiel
0431/880-5419
schuett@ub.uni-kiel.de

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