CAPTin Kiel nimmt Fahrt auf

Bund bewilligt Fördergelder für Konzept zur Umsetzung autonomer Mobilität auf der Förde

CAPTin Kiel hat eine wichtige Hürde genommen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat im 5G-Innovationswettbewerb aus insgesamt 138 Anträgen den Antrag der Landeshauptstadt Kiel, den sie zusammen mit der Christian-Albrechts-Universität (CAU) auf den Weg gebracht hat, für eine Konzeptförderung ausgewählt.

Das Bundesministerium hatte im Sommer einen Wettbewerb ausgerufen, der den Ausbau des 5G-Mobilfunks in Deutschland vorantreiben soll. Kiel gehört zu den ausgewählten Kommunen, die eine Konzeptförderung in Höhe von bis zu 100.000 Euro bekommen. Ziel der Konzeptförderung ist es, Projektideen zu entwickeln, die 5G-Anwendungen in der Region erproben und erforschen. Der Förderbescheid ist am Donnerstag, 19. Dezember, im Bundesverkehrsministerium in Berlin offiziell überreicht worden.

„CAPTin Kiel hat das Bundesministerium überzeugt“, freut sich Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. „Bisher fehlt es an innovativen und multimodalen Verkehrslösungen für den maritim geprägten urbanen Raum. Mit CAPTin Kiel haben wir eine Vision entwickelt für eine klimafreundliche autonome Mobilität, die Verkehrsträger zu Wasser und zu Land intelligent miteinander verbindet. Mit diesem Förderbescheid kommen wir dem Ziel, aus dieser Vision Realität werden zu lassen, wieder ein Stück näher.“

Für CAU-Präsident Professor Lutz Kipp beschreibt 5G – das Mobilnetz der fünften Generation – eine komplett neue Welt: „Die Technologie ermöglicht es uns, nie dagewesene technische Komponenten, Anwendungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln und diese in realer Umgebung zu erproben. Das ist der Grundgedanke transdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft, wie wir ihn verstehen. Es freut mich wirklich sehr, dass wir im Bereich der Mobilität gemeinsam mit der Landeshauptstadt Kiel und den anderen beteiligten Hochschulen auf der Kieler Förde zum Wohle der Stadtgesellschaft in den nächsten Monaten an dem spannenden Zukunftsthema Urbane Mobilität weiterarbeiten können. Das ist ein toller Erfolg für Kiel und für Schleswig-Holstein."

Der Präsident der Fachhochschule Kiel, Udo Beer, fügt hinzu: „Die Fachhochschule Kiel begrüßt alle Aktivitäten, die die Verkehrsverbindung zwischen den beiden Fördeufern verbessert. Wenn dies auch noch mit modernen, umweltfreundlichen Antriebstechniken geschieht, freut es die Hochschule doppelt.“

Das von Kiel eingereichte Projekt „5 G MARITIME URBAN MOBILITY“ ist Teil der 2018 gestarteten Kieler Initiative „Clean Autonomous Public Transport in Kiel“ (CAPTin Kiel) und dient der Vorbereitung autonomer Fährverkehre auf der Kieler Förde. CAPTin Kiel wird von der Christian-Albrechts-Universität koordiniert und integriert in diesem transdisziplinären Projekt auch die Fachhochschule Kiel und die Muthesius Kunsthochschule sowie Industriepartner.

Für die Konzeptphase wurden zunächst 100.000 Euro bewilligt. Im Anschluss können in 2020 und 2021 einzelne besonders herausragende Konzepte prämiert werden und eine Umsetzungsförderung erhalten, für die maximal vier Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen:

www.captin.uni-kiel.de

Kontakte an der CAU

Dr. Wiebke Müller-Lupp
Projektkoordinatorin CAPTin Kiel
0431/880-4308
wmueller-lupp@uv.uni-kiel.de

Dr. Karsten Pankratz
Projektkoordinator CAPTin Kiel
0431/880-4605
kpankratz@uv.uni-kiel.de

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Pressesprecher