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Uni Kiel bewirbt sich als Exzellenzuniversität

Geschrieben, gebunden, geliefert: Gut 175 Seiten stark ist die Bewerbung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) für den Titel einer Exzellenzuniversität. Heute (Montag, 10. Dezember) hat die schleswig-holsteinische Landesuniversität ihr Konzept „Kiel University Interfaces“ offiziell beim Wissenschaftsrat in Köln abgegeben. Darin wird anhand von Projekten, Initiativen und Modellen beschrieben, wie die CAU inter- und transdisziplinäre Forschung, Lehre und Transfer in Zukunft gestalten will. Im Erfolgsfall stünden für die Umsetzung des Konzepts etwa 100 Millionen Euro für zunächst sieben Jahre zur Verfügung. Eine Weiterförderung ist möglich. Die Entscheidung darüber, welche elf der 19 noch im Wettbewerb verbliebenen Universitäten den Titel einer Exzellenzuniversität verliehen bekommen und damit ihre Konzepte umsetzen können, fällt am 19. Juli 2019.

Nach Abgabe der Bewerbung dankte CAU-Präsident Professor Lutz Kipp den vielen Beteiligten innerhalb und außerhalb der Universität, die in den vergangenen Monaten an der Erstellung des Antrages mitgewirkt haben: „Dieses Konzept hat uns allen viel Kraft und Kreativität abverlangt. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. ‚Kiel University Interfaces‘ ist eine beeindruckende Beschreibung unseres bisherigen Weges der Profilierung im Bereich inter- und transdisziplinärer Spitzenforschung. Diesen erfolgreichen Weg wollen wir jetzt zu einem systematischen Modell für die ganze Universität fortentwickeln. Dass wir bei der Ideensuche und Konzepterstellung bewusst auf eine breite Beteiligung und kritische Begleitung innerhalb und außerhalb der Universität gesetzt haben, hat sich am Ende ausgezahlt. Im Namen des gesamten Präsidiums danke ich allen Mitwirkenden sehr für ihren Einsatz und ihre Unterstützung und freue mich auf die gemeinsame Verteidigung unseres Antrages im kommenden Frühjahr.“ Am 1. und 2. April 2019 bewertet eine internationale Gutachterkommission den Kieler Antrag. Über 100 Universitätsmitglieder aus allen Statusgruppen und Bereichen stellen sich dann in der Fördestadt den Fragen der Jury.  

Kiel University Interfaces

Mit dem Konzept „Kiel University Interfaces“ setzt die Universität Kiel zum Sprung an, eine Exzellenzuniversität neuen Typs zu werden. Kernstück ist die gewinnbringende Verzahnung interdisziplinärer Forschungsvorhaben mit dem zeitgleichen Aufbau wissenschaftsunterstützender Strukturen. Parallel werden dynamische, wissenschaftsgeleitete Steuerungsstrukturen (Governance) entwickelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Gewinnung und Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern als future minds, auf Chancengleichheit und auf der Förderung individueller Talente, die den Kulturwandel hin zu inter- und transdisziplinärer Wissenschaft prägen sollen. Um diese Menschen in ihren Karrieren voranzubringen und mit ihnen neue Wissensfelder zu erschließen, wird die CAU physische, virtuelle und ideelle Ermöglichungsräume schaffen, die fakultätsübergreifende Forschungskulturen beschleunigen. Diese Räume ermöglichen Begegnungen und Austausch starker disziplinärer Wissenschaftskulturen und fördern ihre gemeinsamen Forschungsaktivitäten. Die CAU nimmt dabei auch die Rolle eines innovativen Motors für die Region wahr und unterstreicht dies mit zahlreichen Initiativen, die die Kooperationen mit der Gesellschaft ansteuern. So wird die CAU das Kieler Stadtbild durch eine verschränkte Campus-Stadt-Bauentwicklung prägen (Kiel.Science.City) und in dieser Linie den Wissensaustausch auf allen Ebenen, von der räumlichen Begegnung bis zum intellektuellen Diskurs und neuen Beteiligungsmöglichkeiten, in den Fokus nehmen.

Über den Wettbewerb „Exzellenzuniversitäten“:

Mit der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder setzen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat (WR) die 2005 initiierte Exzellenzinitiative fort. Das grundlegende Ziel der Exzellenzstrategie ist die nachhaltige Stärkung des Wissen­schafts­standortes Deutschland und die Verbesserung seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Dazu wurden zwei Förderlinien eingerichtet: Exzellenzcluster zur projektförmigen Förderung international wettbewerbsfähiger Forschungsfelder in Universitäten beziehungsweise Universitätsverbünden sowie Exzellenzuniversitäten zur dauerhaften Stärkung der Universitäten und dem Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung auf Basis erfolgreicher Exzellenzcluster. Voraussetzung für die Bewerbung als Exzellenzuniversität ist die Bewilligung von mindestens zwei Exzellenzclustern. Diese Voraussetzung hat die CAU Kiel mit den zwei im September 2018 bewilligten Clustern zur Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) und „ROOTS – Konnektivität von Gesellschaft, Umwelt und Kultur in vergangenen Welten“ erfüllt.

Mehr Informationen zur Exzellenzstrategie unter:

www.gwk-bonn.de...

Kontakt:

Pascal Sadaune
Geschäftsführer Geschäftsbereich Strategie und Planung                          
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
0431/880-7150
psadaune@uv.uni-kiel.de

Pressekontakt:

Dr. Boris Pawlowski
Pressesprecher