Corona | Universität | Studium & Lehre | Forschung

Corona-Maßnahmen nach dem 19. April 2020

Sehr geehrte Mitglieder der Universität,

seit mehreren Wochen leben, arbeiten, studieren Sie unter den Bedingungen einer Pandemie und werden mit vielleicht unterschiedlichen Erwartungen die Entscheidungen vom Bund und Ländern dazu verfolgen, wie unser Leben nach dem 19. April nun weitergeht, privat wie im Universitätskontext. Wichtig ist die Aussage, dass wir gemeinsam durch unsere Disziplin und die hingenommenen Einschränkungen in den zurückliegenden Wochen erste Schritte erreicht haben. Dafür danken auch wir Ihnen nochmals herzlich. Sie alle haben diese Situation bestmöglich mitgestaltet, und dies unter vielfach schwierigen Bedingungen.

Diese Grundlage gilt es nun aufrecht zu erhalten und dennoch in machbaren Schritten auch wieder einen persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Austausch zu ermöglichen. Bis wirksame Therapien und ein Impfstoff entwickelt sind, werden wir nicht zur bisherigen Normalität zurückkehren können und weiterhin mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert sein. Phasenweise sollen jedoch gewisse Lockerungen vorgenommen werden, auch im Universitätsbetrieb. Wie sich dies konkret für die CAU gestaltet, wird sich erst aus der Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse für Schleswig-Holstein ergeben, die im Laufe dieser Woche durch die Landesregierung vorgenommen wird. Wesentlich werden für uns neben den direkten Beschlüssen zu Hochschulen auch die Entscheidungen in Bezug auf Schulen und Kitas sein, denn deren derzeitige Schließung stellt viele Mitglieder der Universität zurzeit vor enorme Herausforderungen. 

Das Präsidium hat aufgrund dieser politisch noch nicht klar beschriebenen Entscheidungslage beschlossen, dass die bisher für die Universität es geltenden Maßnahmen über den 19. April hinaus bis zunächst zum 26. April weitergeführt werden. Hintergrund dieser Entscheidung sind die zu erwartenden Auflagen für Hygiene- und Schutzmaßnahmen, die mit schrittweisen Öffnungen einhergehen und zunächst in den Einrichtungen der Universität hergestellt werden müssen. In den nächsten Tagen werden im Detail und in Abstimmung mit dem Krisenstab, den Fakultäten und den Einrichtungen der Universität Regelungen getroffen, wie der Universitätsbetrieb in Lehre, Forschung und Verwaltung kurz- und mittelfristig gestaltet werden kann.

Wir bitten daher um Verständnis, dass wir heute noch nicht auf alle Ihre berechtigten Fragen eine Antwort haben, zumal die konkreten Entscheidungen der Landesregierung noch ausstehen. Folgende Prämissen haben wir jedoch bereits als leitend für die Bereiche Lehre, Forschung und Serviceeinrichtungen/Verwaltung abgestimmt:

  • Lehre: Mit Blick auf die mögliche Genehmigung von eingeschränkter Präsenz auf dem Campus auch für Studierende werden in Abstimmung mit den Fakultäten die Prüfungsblöcke für das Sommersemester sowie der Ersatzzeitraum für das vergangene Wintersemester zeitlich festgelegt, um Planungssicherheit zu schaffen und den laufenden Lehrbetrieb nicht zu unterbrechen. Die neuen Prüfungszeiträume werden mit ausreichendem Vorlauf angekündigt, damit sich Studierende angemessen vorbereiten können. Mit nächster Priorität werden nicht digital realisierbare Lehrveranstaltungen soweit wie möglich umgesetzt, die für einen Studienabschluss im laufenden Semester relevant sind. Dazu zählt auch das Ermöglichen von Abschlussarbeiten. Alle weiteren Planungen werden fortwährend mit den Dekanaten abgestimmt. Lehrveranstaltungen, die mit großem Einsatz und großer Bereitschaft zur Unterstützung und Mitwirkung digital aufbereitet wurden, sollen digital bis zum Ende des Semesters fortgeführt werden.
  • Forschung: Auch für den Forschungsbetrieb müssen weiterhin Maßnahmen ergriffen werden, um die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen. In allen Arbeitsbereichen werden zurzeit Sicherheitsbeurteilungen nach einheitlichen Kriterien durchgeführt und geprüft, ob weitere Maßnahmen notwendig sind, die über die allgemeinen Regeln der Hygiene und Abstandswahrung hinausgehen.
  • Serviceeinrichtungen und Verwaltung: Die zahlreichen Service- und Beratungsstellen sowie Zentrale Einrichtungen der CAU bleiben bis auf weiteres geschlossen. Beratungen erfolgen telefonisch und per E-Mail. Sollte eine Öffnung z.B. der Bibliotheken unter strengen Auflagen wieder möglich sein, wird dies gemeinsam mit den Einrichtungen abgewogen und mit dem erforderlichen Vorlauf vorbereitet. Alle Verwaltungstätigkeiten sollen, wo immer das möglich ist, auch weiterhin aus dem Homeoffice heraus geleistet werden. Erfordern die Tätigkeiten eine Anwesenheit vor Ort, sind dafür die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Alle Regelungen zum Homeoffice, zur Zeiterfassung und zu weiteren dienstlichen Belangen werden bis zunächst 26. April verlängert (vgl. Regelungen vom 16. März). Detaillierungen erfolgen schnellstmöglich auf den gewohnten Wegen – über Rundmails und auf der Coronawebseite der CAU.

Wir wünschen Ihnen und uns, dass es gelingt, diese großen Herausforderungen auch weiter gemeinsam zu bewältigen.

Mit besten Grüßen und Wünschen für Ihre eigene Gesundheit danken wir Ihnen allen dafür!

Das Präsidium