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Diversität, digitale kulturelle Bildung und Theatergeschichte

Philosophische Fakultät der Uni Kiel zeigte Facettenreichtum

Kann man Geschichte als YouTube-Video vermitteln? Mit welchen Kunstwerken umgaben sich Kanonissen in den Frauenstiften des Mittelalters? Wie viele Sprachen sprechen die Kieler Studierenden? Die „Vielfalt“ stand am Donnerstag, 5. Juli, im Mittelpunkt des Forschungstages der Philosophischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Dabei ging es um die Vielfalt in der Forschung und Lehre, aber auch um die Vielfalt an der Fakultät selbst. So wird es an der Philosophischen Fakultät zukünftig eine Diversitätsbeauftragte oder einen Diversitätsbeauftragten geben.

Auf Postern und mit Kurzvorträgen stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Forschungsprojekte ihrer Fachbereiche vor. Internetplattformen und soziale Netzwerke spielen dabei eine wichtige Rolle, nicht nur für die Vermittlung von Inhalten, sondern auch als Forschungsgegenstand. So möchten Martina Ide und Christoph Richter vom „Onlinelabor für Digitale Kulturelle Bildung“ Internet-Akteure zu Workshops einladen, um ihr Nutzerverhalten zu ergründen. Professor Sebastian Barsch, Lehrstuhlinhaber für Didaktik der Geschichte, und Horst Schilling haben Schülergruppen die Aufgabe gestellt, kurze Lehrvideos zu einem Unterrichtsthema zu drehen. Der Kniff: Eine Gruppe sollte bewusst „Fake News“ produzieren und damit die anderen aufs Glatteis führen.

Vielfalt drückt sich an der Philosophischen Fakultät jedoch auch in der interdisziplinären Zusammenarbeit aus. Ein Beispiel ist die Theatergeschichtliche Sammlung des Instituts für Neuere Deutsche Literatur und Medien, deren Bestände von der Renaissance bis in die Gegenwart reichen. Ebenso wie sich im Theater Literatur mit bildender und darstellender Kunst verbindet, soll nach dem Wunsch von Professor Kai Bremer, Julia Ilgner und Martina Kiefer auch die Sammlung mit einer Vielfalt von Methoden erforscht werden. In der Podiumsdiskussion am Abend mit CAU-Vizepräsidentin Professorin Anja Pistor-Hatam wurde gerade die Interdisziplinarität noch einmal als eine besondere Stärke der CAU betont. Zugleich sah man die Lehrerausbildung als Chance, die universitäre Vielfalt auch in die Gesellschaft zu tragen.

Kontakt:

Patrick Nehr, M.Ed.
Philosophisches Seminar
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