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Kieler Hochfrequenztechnik im Norden ganz weit vorn

Erster Platz im Ideenwettbewerb Schleswig-Holstein geht an die Uni Kiel

Herausragende Gründungsideen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen wurden gestern (Donnerstag, 15. November) im Rahmen des Ideenwettbewerbs Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Der erste Preis ging an Alwin Reinhardt, Doktorand am Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik von Professor Michael Höft der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielt er für die Konstruktion eines neuartigen Radarsensors, der Menge, Größe und Geschwindigkeit von Kleinstpartikeln in Rauch und Luftströmungen kontaktlos messen kann. Den Preis übergaben Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, Schirmherr des Wettbewerbs, und Erk Westermann-Lammers, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank Schleswig-Holstein, bei einer feierlichen Veranstaltung im Musiculum Kiel. Den Ideenwettbewerb veranstaltete die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) in diesem Jahr bereits zum achten Mal.

„Mit der Vergabe des ersten Preises beim Ideenwettbewerb fördern wir innovative Köpfe und gleichzeitig auch die schleswig-holsteinischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Nicht zuletzt sichern beide die Attraktivität und die Zukunftssicherheit unseres Bundeslandes“, erklärte Westermann-Lammers. Die Einzigartigkeit der eingereichten Idee, der Kundennutzen und die Bedeutung für Schleswig-Holstein waren wichtige Entscheidungskriterien für die Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft und den Förderinstitutionen des Landes. Die Preisgelder werden von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein mbH (MBG) und dem Verein Nordzentren gestiftet.

Gewonnen hat Alwin Reinhardt, Ingenieur für Elektrotechnik an der Technischen Fakultät, mit einem Messgerät, das er basierend auf Radartechnologie entwickelt hat. Es ist in der Lage, winzige Partikel in der Luft zu detektieren und umfangreich zu beschreiben. Künftige Anwendungen sieht Reinhardt zum Beispiel in der Emissionskontrolle von Kraftfahrzeugen und Schiffen oder in der Pharmaindustrie zur Kontrolle der Pulverzuführung bei der Tablettenherstellung. „Im Prinzip kann man unser Gerät auf eine Rauchwolke richten und in Echtzeit erfahren, wie hoch die Partikelkonzentration ist, wie groß die Partikel sind und wie schnell sie sich bewegen. Das Ganze funktioniert außerdem drahtlos“, erläutert Reinhardt, der als einer der besten Nachwuchswissenschaftler seines Fachbereiches vom internationalen Ingenieursverband Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) ausgezeichnet wurde.

Seine Idee möchte er in einer eigenen Ausgründung weiterverfolgen. Dabei kann er auf zahlreiche Unterstützungsangebote der CAU, des dort angesiedelten Zentrums für Entrepreneurship und der WT.SH zählen.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung der WTSH: https://wtsh.de/service/presse/pressemitteilung/ausgezeichnete-ideen-aus-dem-echten-norden/
Ideenwettbewerb: https://wtsh.de/innovative-ideen-realisieren/startup-foerderung-und-finanzierung/ideenwettbewerb/

Wissenschaftlicher Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Michael Höft
Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik
Technische Fakultät der CAU
Tel. +49 431 880-6150
mh@tf.uni-kiel.de
http://hf.tf.uni-kiel.de

 



M.Sc. Alwin Reinhardt
Tel. +49 431 880-6161
ar@tf.uni-kiel.de

Pressekontakt:

Julia Siekmann
Wissenschaftskommunikation und Transfer
Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS) 
Tel.:  0431/880-4855
jsiekmann@uv.uni-kiel.de
www.kinsis.uni-kiel.de