Medizin

Tag der Medizinischen Fakultät der Uni Kiel

Medizinische Fakultät verabschiedete Absolventinnen und Absolventen und ehrte herausragende Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses

Am Freitag, 6. Juli, feierte die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) den erfolgreichen Abschluss des Medizinstudiums mit ihren Absolventinnen und Absolventen, deren Freunden und Familien. Im ersten Halbjahr 2018 erhielten 109 Medizinstudentinnen und -studenten im Rahmen des akademischen Festakts ihre Abschlussurkunden. Außerdem wurde die herausragende Forschungsarbeit von Dr. Janna Schneppenheim ausgezeichnet. Den musikalischen Rahmen gestalteten der Medizinerchor und das -orchester.

Professor Christoph Röcken, Prodekan der Medizinischen Fakultät, führte durch den Festakt und gratulierte den 61 Absolventinnen und 48 Absolventen zu ihrem Erfolg: „Das Medizinstudium ist ein hochinteressantes und spannendes, wenn auch forderndes, Studium. Sie haben in den vergangenen Jahren die wichtigen Grundlagen für den Arztberuf erlernt – nun gilt es, ihr Wissen in Ihrer weiteren Ausbildung zu festigen und zu erweitern. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren Weg genauso erfolgreich wie bisher weitergehen und sich gerne an die Zeit Ihres Studiums an Ihrer Alma Mater, der CAU, zurückerinnern.“

Anerkennende und freundliche Worte fanden auch der Stadtrat für Soziales, Gesundheit, Wohnen und Sport der Landeshauptstadt Kiel, Gerwin Stöcken, sowie der Vizepräsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein, Dr. Henrik Herrmann. Er hieß die Absolventinnen und Absolventen herzlich in der ärztlichen Gemeinde willkommen. Herrmann merkte an, dass der Abschluss des Studiums nicht das Ende des Lernens bedeute, da die nun anstehende Facharztausbildung die entscheidende Phase der Arztwerdung darstelle: „In den nächsten fünf bis sechs Jahren werden die Grundpfeiler Ihres ärztlichen Handelns für Ihr gesamtes weiteres Berufsleben gelegt.“ Er machte den zukünftigen Ärztinnen und Ärzten Mut, besonders die technischen Fortschritte der heutigen Zeit als Chance zu verstehen. Diese bieten die Möglichkeit, ärztliche Kernkompetenzen wieder hervorzuheben und Zeit für eine intensive Arzt-Patienten-Beziehung auf Augenhöhe mit guter Kommunikation zu schaffen. Zeit, die heute leider oft fehlt. „Freuen Sie sich auf diese Zukunftsmedizin, die Sie gestalten und prägen können“, so Herrmann.

Es folgte die Verleihung des mit 20.000 Euro dotierten Preises der Bruhn-Stiftung an Dr. Janna Schneppenheim für ihre Forschungsarbeit mit dem Titel „Die Bedeutung der Intramembranproteasen SPPL2a und SPPL2b für das Immunsystem“. Die promovierte Biologin studiert an der CAU Medizin im klinischen Abschnitt und widmet sich neben ihrem Studium auch weiterhin spannenden, medizinischen Forschungsfragen. „In meiner Arbeit habe ich ein Mausmodell untersucht, dem die Protease SPPL2a fehlt. Diese Mäuse verfügen nur über wenige B-Zellen und haben dadurch eine geschwächte Immunabwehr. Bei Autoimmunerkrankungen, wie Multipler Sklerose, greifen Antikörper körpereigene Strukturen an“, erklärt Schneppenheim. „Eine Idee ist nun, dass man durch Hemmung der Protease die Anzahl von B-Zellen, die diese Antikörper produzieren, verringern könnte und damit die Krankheit lindert. Bis zu einer klinischen Anwendung ist aber noch viel Arbeit notwendig.“ 

Über die von Dr. Lutz-Henrik Ruhnke übergebenen Reisestipendien, gestiftet vom Kieler Ärzteverein e.V. und dem Alumniverein der Medizinischen Fakultät, durften sich die Kieler Medizinstudentinnen Leontine Sandforth, Meike Schöll-Naderer und Elsa Winter freuen. Sechs Kliniken und Institute der Medizinischen Fakultät erhielten zudem Lehrpreise, mit denen die Fakultät jährlich jene Einrichtungen auszeichnet, deren Lehrveranstaltungen von den Studierenden am besten evaluiert werden.

Kontakt:

Dr. Inga Ebermann
Dekanat der Medizinischen Fakultät
Telefon: 0431/500-14440
ebermann.dekanat@med.uni-kiel.de

Text: Dr. Inga Ebermann

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