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Preis für die beste Abschlussarbeit

Die Gesellschaft für angewandte Signalverarbeitung (GaS) zeichnet jedes Jahr herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden im Bereich der digitalen Signalverarbeitung und Systemtheorie aus. In diesem Jahr konnte Jannek Winter, Masterstudent an der Technischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), die Jury überzeugen. In seiner Bachelorarbeit beschäftigte er sich mit der Datenkommunikation in Unterwasserumgebungen.

Der Bereich der Unterwasserkommunikation gewinnt stetig an Bedeutung. Das Senden und Empfangen digitaler Daten unter Wasser gestaltet sich ungleich schwieriger als in Überwasserumgebungen. Während in unserer digitalen Welt schnelle Datenlinks sogar auf mobilen Endgeräten zur Verfügung stehen, können diese etablierten Techniken unter Wasser nicht angewandt werden. Denn elektromagnetische Wellen unterschiedlicher Frequenz, wie sie etwa bei WLAN oder für den Handyempfang genutzt werden, erfahren unter Wasser eine so starke Dämpfung, dass sie nur eine Reichweite von wenigen Metern erreichen. Aus diesem Grund wird auf eine akustische Übertragung im Ultraschallbereich zurückgegriffen. Doch dafür wird eine Kommunikationsschnittstelle benötigt, die auch unter erschwerten Bedingungen einen Datenaustausch sicherstellt.

Winters Arbeit trägt den Titel „Implementierung einer robusten Unterwasserkommunikationsschnittstelle in einem Echtzeitrahmenwerk". Dabei entwickelte er eine Technik, welche auf der einen Seite eine einfache Empfängerstruktur ermöglicht und andererseits verhältnismäßig robust gegen Mehrwegeausbreitung und Echos ist. Seine Ergebnisse ermöglichen so „Unterwasser-SMS“ für alle passenden Empfänger. „Ich freue mich unglaublich über diese Anerkennung“, sagt Winter. „Es motiviert mich nur noch mehr, in meinem folgenden Masterstudium mein Bestes zu geben und meine bisherigen Leistungen zu übertreffen.“

Besonderes Augenmerk liegt bei der Auszeichnung der Gesellschaft für angewandte Signalverarbeitung (GaS) auf dem wissenschaftlichen und technischen Anspruch sowie dem Praxisbezug der Arbeit. Daneben werden das Engagement des Studierenden und die Fähigkeit, interdisziplinär und im Team zu arbeiten, bewertet.

Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Schmidt
Digitale Signalverarbeitung und Systemtheorie
0431/880-6125
gus@tf.uni-kiel.de

Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation