Energiesparmaßnahmen an der CAU

Sehr geehrte Universitätsmitglieder,

in den kommenden Monaten werden die bundesweiten Energiesparmaßnahmen auch an der CAU notwendig und hierfür bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Als Universität sind wir ausdrücklich vom Land Schleswig-Holstein aufgefordert, die Einsparziele des Bundes zu erreichen. Gleichzeitig ist es unser gemeinsames Ziel, die Aufrechterhaltung des Betriebs und die Lehrveranstaltungen im Wintersemester in Präsenz mit digital unterstützten Lehrformaten durchzuführen. Aufgrund dessen treffen uns als CAU vor allem die Energiekosten, die durch Preissteigerungen finanzielle Mittel binden und in der Folge nicht für Forschung und Lehre zur Verfügung stehen werden.

Ihr Präsidium

Checkliste für Universitätsmitglieder

Anwesend: im Büro?

  • Thermostat auf max. 2,5
  • Tür schließen

Feierabend / abwesend?

  • Thermostat auf max. 1
  • Standby-Geräte ausschalten
  • Fenster schließen
  • Lüftung (wenn möglich) herunterregeln
  • Licht ausschalten

Anwesend: im Labor?

  • Thermostat auf max. 2,5
  • Tür schließen
  • Forschungsgeräte, Kühlschränke und Abzüge optimieren
  • energieintensive Großgeräte prüfen
  • Digestorien bei Nichtgebrauch schließen

Feierabend / abwesend?

  • Thermostat auf max. 1
  • Standby-Geräte ausschalten
  • Fenster schließen
  • Lüftung (wenn möglich) herunterregeln
  • Licht ausschalten

klik gibt Tipps

Viele Geräte im Büro, im Labor, am Arbeitsplatz verbrauchen Energie, ohne dass es offensichtlich ist. Was jede*r Einzelne tun kann und welche Hilfsmittel von der Universität zur Verfügung gestellt werden, darüber informiert "klik klimakonzept 2030". 

Stufenplan der CAU

In Vorbereitung auf die Energiesparmaßnahmen wurde, basierend auf Daten der vergangenen Jahre, ein Stufenplan erarbeitet. Er soll in Büros, Seminarräumen, Laboren, Bibliotheken etc. ab Oktober umgesetzt werden . Die Energiesparmaßnahmen beziehen ausdrücklich auch Strom mit ein, da Europa und auch Deutschland große Mengen an Strom mit Gas erzeugen. Deshalb ist es wichtig bereits jetzt Strom zu sparen. Alle hier aufgeführten Maßnahmen können dazu beitragen, dass wir am Ende keine gravierenderen Einschnitte hinnehmen müssen und unsere Mittel weiterhin Forschung und Lehre zu Gute kommen.

Ob und unter welchen Voraussetzungen es notwendig sein wird, eine höhere Energiesparstufe umzusetzen, wird zurzeit mit dem Land Schleswig-Holstein erarbeitet.

Stufe 1

20% Einsparung

Der Universitätsbetrieb in Lehre, Forschung und Verwaltung ist weitestgehend uneingeschränkt gewährleistet.
Alle Universitätsmitglieder sparen mit und folgen Appellen.
Energiebeauftragte in Einzelnen Büro- und Campusbereichen werden benannt.
Eine Betriebsanweisung regelt die Umsetzung der ersten Maßnahmen.

Einzelmaßnahmen gemäß Betriebsanweisung

Einzelmaßnahmen gemäß Betriebsanweisung

  • Senkung der Raumtemperatur auf 19°C, gemäß Bundesverordnung (Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung – EnSikuMaV)
  • Absenkung der Wassertemperatur im Schwimmbecken des Sportzentrums im großen Schwimmbecken um 1°C sowie um 2°C im Lehrschwimmbecken
  • Möglichst 40% Homeoffice und Nutzung von Desksharing.
  • Ausschalten von Warmwasserbereitern (z. B. Durchlauferhitzer, Boiler) in Büros und Sanitärräumen.
  • Verbot der Beheizung von Gemeinschaftsflächen (Foyers, Flure, Nebenräume).
  • Die ‚warmen‘ Gebäudebetriebszeiten werden in der Regel von Mo.-Fr. auf 10h Betriebszeit begrenzt.
  • Bei Abwesenheit vom Arbeitsplatz sind:
    • Die Lichter auszuschalten
    • Die Fenster zu schließen
    • Die Lüftungsanlagen herunter zu regeln und Digestorien zu schließen
    • alle Standby-Geräte nach den techn. Möglichkeiten auszuschalten!
  • Bei Abwesenheit von mehr als 24h (außer an Wochenenden und Feiertagen) sind die Heizungsthermostate auf ‚1‘ zu stellen.
  • Bei Anwesenheit sind die Heizungsthermostate auf ‚2,5‘ zu stellen und die Türen geschlossen zu halten!
  • Die Benutzung von mitgebrachten Heizgeräten oder -decken ist untersagt!
  • In Laboratorien ist die Auslastung von Forschungsgeräten, Kühlschränken und Abzügen zu optimieren und wo immer möglich, sind – auch über die AGs hinweg - Synergien zu schöpfen.
  • Überprüfen Sie die Notwendigkeit des Betriebs von Großgeräten (z.B. Massenspektrometer, Abzüge…) mit energieintensiver Nutzung, falls nötig mit Unterstützung des Referats Technischer Betrieb und Service.
  • Planen Sie größere Veranstaltungen (Tagungen, Symposien…) nach Möglichkeit in der warmen Jahreszeit.
  • Befolgen Sie die Hinweise zum richtigen Lüften von Räumen.
  • In Fluren, Hörsälen, Seminar- oder Praktikumsräumen ist nach der Nutzung das Licht auszuschalten.
  • Schwerbehinderte Menschen und/oder ihnen gleichgestellte oder Personen mit einer nachgewiesenen chronischen Erkrankung, für die durch die Absenkung der Raumtemperaturen besondere Erschwernisse entstehen, wenden sich bitte mit einem ärztlichen Befund an den betriebsärztlichen Dienst.

BETRIEBSANWEISUNG ALS PDF

Stufe 2

26% Einsparung

  • Temperaturabsenkung campusweit um 2°C
  • Schwimmbad Temperatursenkung um 2°C
  • Angebot von Homeoffice
  • ungenutzte Bereiche werden außer Betrieb genommen
  • Betriebszeiten der Bibliotheken normal

Stufe 3

47% Einsparung

 

Maßnahmen aus Stufe 1 und 2 werden ergänzt um:

  • maximal mögliche Homeoffice-Quote
  • Schließung des Sportzentrums

Stufe 4

59% Einsparung

 

Maßnahmen aus Stufe 1 bis 3 werden ergänzt um:

  • Laborzeiten werden um 50% reduziert
  • Betriebszeiten der Bibliotheken werden eingeschränkt
  • Hörsäle werden außer Betrieb genommen

Hintergründe der Maßnahmen:

Hintergründe der Maßnahmen:

Die Bundesnetzagentur geht derzeit von verschiedenen Szenarien aus, die die Gasspeicherlage bis zum 1. November beschreiben. Ziel ist es, die Gasspeicher bis 01.11.22 zu 95% gefüllt zu haben. Diesem Ziel entgegen laufen die Maßnahmen der Betreiber der Gaspipelines, wie aktuell der weitere Gaslieferstopp über die North-Stream 1 Pipeline. Die EU-Minister*innen haben sich auf europaweite Einsparziele von 15% geeinigt. Das Bundeswirtschaftsministerium spricht von 20%. Wenn in Europa, in Deutschland, in den einzelnen Bundesländern und damit auch an der CAU diese Einsparziele nicht erreicht werden, droht eine Gasmangellage, die dann Szenarien mit erheblichen Einschränkungen zur Folge haben werden.

Die Kultusminister Konferenz (KMK) vom 01.09.22 hat zuletzt beschlossen, dass es aufgrund der Bedeutung der Hochschulen als Bildungseinrichtungen und angesichts des großen Fachkräftebedarfs zwingend notwendig ist, die Hochschulen und Forschungseinrichtungen analog zu Schulen als „geschützte Kunden“ zu behandeln. Darin wird der Aufrechterhaltung des Präsenzstudiums als Priorität beschrieben, resultierend aus den Erfahrungen der beiden zurückliegenden Pandemiejahre.

Bund und Länder prüfen derzeit außerdem eine Unterstützung bei der finanziellen Bewältigung der Krise für die Hochschulen. Die CAU rechnet damit, dass sich die Energiekosten trotz umfangreicher Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs von 8 Millionen auf 18 Millionen mehr als verdoppeln werden.

Die Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs sind Aufgabe des Gebäudemanagements der CAU. Aufgrund der Heterogenität der Gebäude und Nutzung haben Sie zwar wenig Einfluss auf zentral steuerbare Funktionen. Energie zu sparen ist jedoch eine Gemeinschaftsaufgabe. Jede*r einzelne kann dazu beitragen, damit wir gemeinsam so viel Sparpotenzial wie möglich umsetzen. Dafür bitten wir Sie alle um aktive Mitarbeit.

Kontakt

Kontakt für Universitätsmitglieder

Das Gebäudemanagement der CAU unterstützt und berät Universitätsmitglieder in der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen. Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Problemen an:

energiesparen@uni-kiel.de

Kontakt für Studierende mit Einschränkungen

Schwerbehinderte Studierende und/oder Studierende mit einer nachgewiesenen chronischen Erkrankung, für die durch die o.g. Maßnahmen besondere Erschwernisse entstehen, wenden sich bitte zur Beratung an die Beauftragte für Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit Frau Dagny Streicher.

barrierefrei-studieren@uv.uni-kiel.de.